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Pekka Lagerblom gewann 2004 mit Werder Bremen das Double. Jetzt hat er seine Karriere beendet - und ist noch immer von Johan Micoud beeindruckt.

Finne ist Werder Bremen dankbar

Werder-Double-Sieger Lagerblom beendet Karriere und schwärmt vom „unglaublichen Athleten“ Johan Micoud

Bremen/Lahti – Er ist einer der Double-Sieger aus der zweiten Reihe. Keiner der Helden, die man gemeinhin mit dem größten Erfolg der Geschichte des SV Werder Bremen in Verbindung bringt. Pekka Lagerblom war 2004 mehr Hoffnungs- als Leistungsträger in der Bremer Mannschaft.

Im Januar vom FC Lahti zum SV Werder Bremen gewechselt, absolvierte der smarte Finne Pekka Lagerblom auf dem Weg zum Gewinn von Meisterschaft und DFB-Pokal noch sieben Einsätze in der Liga sowie einen im Cup-Wettbewerb. Nun hat der mittlerweile 36-Jährige sein Karriereende angekündigt.

In einem Interview auf der Homepage seines Clubs FC Lahti bezeichnet er die Zeit bei Werder Bremen zwar nicht als die schönste seiner Karriere, aber als die wertvollste. „Ich betrachte diese Zeit mit Dankbarkeit. Die ersten Schritte im Profi-Fußball habe ich in Bremen gemacht. Natürlich ist es immer eine gute Erinnerung, die Siege und Titelgewinne erlebt zu haben“, sagt der zwölffache finnische Nationalspieler. Außerdem sei Thomas Schaaf der Trainer gewesen, der ihn am meisten beeindruckt habe, so Pekka Lagerblom: „Ich fühlte mich sehr willkommen, als ich in der neuen Umgebung ankam. Er wusste, was er als Trainer tat.“

Werder Bremen: Pekka Lagerblom von Johan Micoud schwer beeindruckt

In der persönlichen Hitliste der liebsten Mitspieler findet sich ebenfalls ein Bremer – wenn auch nur auf Platz drei. Rang eins belegt bei Lagerblom Bruder Lasse, Platz zwei „mein Idol Jari Litmanen“ – und dann folgt Johan Micoud. „Le Chef“ im Double-Team des SV Werder Bremen. „Ein unglaublicher Athlet“, schwärmt Pekka Lagerblom noch heute, „und ein vorbildlicher Mensch. Er war ein guter Maßstab für mich, auch wenn wir sportlich nicht dasselbe Niveau hatten.“

Petri Pasanen, Landsmann und Kollege bei Werder Bremen, nimmt eine Sonderrolle ein. Lagerblom und er stammen aus der gleichen Region Finnlands, spielten sogar lange vor der gemeinsamen Zeit in Bremen als Bassisten in der gleichen Band.

SV Werder Bremen: Nach Karriereende von Pekka Lagerblom sind nur noch zwei Double-Gewinner aktiv

Bei Werder Bremen blieb Lagerblom bis zum Sommer 2006 – unterbrochen allerdings von einer Halbserie beim 1. FC Nürnberg. Er wechselte zum 1. FC Köln und reihte fortan Club an Club. Insgesamt elf weitere waren es, ehe er zu Jahresbeginn zu seinem Heimatclub FC Lahti zurückkehrte. Drei Spiele wird Pekka Lagerblom noch absolvieren, dann ist Schluss. Zukunftspläne gibt es viele: Lagerblom ist bereits U19-Trainer, hat eine Design-Schule besucht und lässt sich aktuell zum Sportreporter ausbilden.

Mit ihm verabschiedet sich der drittletzte Akteur, der vor 15 Jahren Anteil an dem Gewinn des Doubles hatte, von der Bühne des Profi-Fußballs. Auf professioneller Ebene sind nur noch Nelson Valdez (Club Cerro Porteno in Paraguay) und Alexander Walke (RB Salzburg) aktiv. Christian Schulz (36) spielt noch für Hannover 96 II in der Regionalliga, Ivica Banovic (39) für den 1. FC Romonta Amsdorf in der Verbandsliga Sachsen-Anhalt. (csa)

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Das gibt es auch nur beim SVW: Thomas Schaaf hilft bei Werder Bremen als Co-Trainer aus - Grund ist eine Verletzung bei der U23. Borussia Dortmund als Warnung: Werder Bremen hat eine Schwäche bei Standards, kein anderer Bundesligist hat nach fünf Spieltagen so viele Gegentore nach ruhenden Bällen kassiert. Derweil könnte das kommende Spiel gegen den BVB die letzte große Bühne für Christian Groß bei Werder Bremen sein. Für ihn tricksten die Grün-Weißen sogar bei der Aufstellung: Mamadou Kone wurde im Geheimtest gegen Hannover 96 von Werder Bremen eingesetzt.

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