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Niklas Moisander feierte gegen den SC Paderborn sein Comeback beim SV Werder Bremen nach dreimonatiger Verletzungspause.

Pfiffe nach Niederlage gegen Paderborn

Niklas Moisander und sein Appell an die Werder-Fans: „Wir müssen zusammenbleiben, das ist der einzige Weg“

Bremen - Frank Baumann hatte es zunächst gar nicht mitbekommen. Zu schnell war der Sportchef von Werder Bremen in all seiner Enttäuschung in den Katakomben verschwunden.

Die lautstarken Pfiffe der Werder-Fans, die nach dem 0:1 gegen den SC Paderborn minutenlang durchs Weserstadion gellten - Baumann hatte sie laut eigener Aussage nicht gehört, wollte sie demnach auch nicht kommentieren oder werten, wem sie denn nun galten, dem Schiedsrichter oder doch der eigenen Mannschaft.

„Ich war relativ früh drin, deswegen kann ich das schlecht sagen“, erklärte der 44-Jährige, der inzwischen von seinen Vereinskollegen aufgeklärt worden sein dürfte. Denn sowohl Trainer Florian Kohfeldt als auch Kapitän Niklas Moisander haben die Pfiffe mehr als deutlich wahrgenommen - und sie als harsche Kritik an der Bremer Leistung eingeordnet.

Werder Bremen: Trainer Florian Kohfeldt kann Pfiffe verstehen

„Dass die Fans heute unzufrieden waren, dass es am Ende auch Pfiffe gab, damit müssen wir leben. Ich bin weit davon entfernt, von ihnen mehr Geduld zu fordern“, sagte Kohfeldt. Dass die Stimmung im Bremer Winter 2019, nach erst einem Heimsieg aus sieben Spielen (nur Köln und Paderborn haben zu Hause noch weniger Punkte geholt), kippen könnte, glaubt der Trainer allerdings nicht.

„Ich weiß, dass die Fans grundsätzlich hinter uns stehen“, betonte Kohfeldt und verwies auf „hohe Erwartungen“, für die Werder Bremen selbst gesorgt habe - „und zwar in erster Linie durch unsere Leistungen in den letzten zwei Jahren. Wir standen zwei Jahre lang für sehr begeisternde Spiele.“ Und, um das nicht zu vergessen, Werder steht auch nach wie vor für ein Saisonziel, nämlich die angestrebte Qualifikation fürs internationale Geschäft, was nach 14 Spieltagen, 14 Punkten und Tabellenplatz 14 in ganz, ganz weite Ferne gerückt ist.

Werder Bremen: Kapitän Niklas Moisander hofft auf Fan-Unterstützung

Das weiß auch Niklas Moisander, der sich seine Rückkehr beim 0:1 von Werder Bremen gegen Paderborn nach über drei Monaten Verletzungspause sicher ganz anders vorgestellt hatte und sich am Sonntagabend an schlimmere Bremer Zeiten erinnert fühlte. „Ich bin jetzt dreieinhalb Jahre hier und war oft in einer schwierigen Situation. Die Fans haben uns immer unterstützt“, sagte der Finne.

Und er ließ einen zaghaften, vorsichtig formulierten Wunsch folgen: „Ich hoffe, sie machen das auch jetzt.“ Für Moisander geht es nämlich nur gemeinsam, Mannschaft und Fans, als Einheit aus der Krise, so wie es in Bremen einige Jahre lang fast schon Tradition war: „Wir müssen zusammenbleiben, das ist der einzige Weg.“

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