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Philipp Bargfrede ist unter Thomas Schaaf als Trainer Werder-Profi geworden.

Schaaf-Rückkehr zu Werder

Bargfrede freut sich auf seinen Entdecker

Bremen - Thomas Schaaf kehrt am 1. Juli zum SV Werder zurück – und ein Bremer freut sich ganz besonders darüber: „Das ist sehr gut. Er hat mir den Weg zu den Profis geebnet. Ein Mann mit seinen Qualitäten, der hier eine Ära geprägt hat, kann dem Verein nur guttun“, urteilt Werders Mittelfeldspieler Philipp Bargfrede.

Es war im Sommer 2008. Da durfte der junge Bargfrede, gerade mal 19 Jahre alt, beide Sommer-Trainingslager der Profis absolvieren – erst auf Norderney, dann im österreichischen Schruns. Chefcoach Thomas Schaaf hatte ein Auge auf den talentierten Mittelfeldspieler aus der U23 geworfen, der vier Jahre zuvor vom TuS Heeslingen gekommen war. Doch Bargfrede musste sich gedulden, in der Saison war dann kein Platz mehr für ihn bei den Profis. „Junge Spieler hatten es damals schwer, in diesen Kader zu kommen“, erinnert sich Bargfrede an die große Konkurrenz.

Es war Werders große Zeit mit regelmäßigen Champions-League-Teilnahmen. Tim Wiese stand noch im Tor, Per Mertesacker verteidigte neben Naldo, Diego machte das Spiel und Claudio Pizarro die Tore. Auf Bargfredes Position, also als Sechser, waren Torsten Frings und der heutige Sportchef Frank Baumann gesetzt. „Ich habe es trotzdem geschafft, wenigstens mittrainieren zu dürfen“, sagt Bargfrede und grinst.

Nach einem Jahr in der U23 gab es im Sommer 2009 den nächsten Anlauf in der Vorbereitung – und diesmal setzte sich Bargfrede tatsächlich durch. Er wurde Schaafs Musterschüler. Am 8. August 2009 feierte Bargfrede sein Bundesliga-Debüt. Fast vier Jahre lang blieb Schaaf sein Trainer, ehe sich der Verein von dem Double-Gewinner nach enttäuschenden Spielzeiten trennte.

„Wir hatten danach zwar keinen regelmäßigen Kontakt, aber natürlich spricht man hin und wieder miteinander“, berichtet Bargfrede. Ob sein Coach irgendwann mal zu Werder zurückkehren würde, „darüber habe ich mir wirklich keine Gedanken gemacht“. Aber jetzt, wo feststeht, dass Schaaf künftig den Posten des Technischen Direktors bekleiden wird, sagt Bargfrede mit einem breiten Grinsen im Gesicht: „Das ist doch eine Win-Win-Situation.“

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Philipp Bargfrede: Seine Karriere in Bildern

Philipp Bargfrede ist ein echter Ur-Bremer. Seit 2004 spielt der Defensivmann schon für Werder. Mit dem Fußballspielen angefangen hatte er beim TuS 1906 Heeslingen. Seine Karriere in Bildern.
Philipp Bargfrede ist ein echter Ur-Bremer. Seit 2004 spielt der Defensivmann schon für Werder. Mit dem Fußballspielen angefangen hatte er beim TuS 1906 Heeslingen. Seine Karriere in Bildern. © Gumz
Im Alter von von 15 Jahren wechselte der defensive Mittelfeldspieler in die Jugendabteilung des SV Werder Bremen. Dort unterlief er die Teams von der U17 bis zur U19.
Im Alter von von 15 Jahren wechselte der defensive Mittelfeldspieler in die Jugendabteilung des SV Werder Bremen. Dort unterlief er die Teams von der U17 bis zur U19. © imago
2008 unterschrieb er bei den Grün-Weißen einen Profivertrag, kickte zunächst noch für die U23, absolvierte die Vorbereitung aber bereits unter Trainer Thomas Schaaf mit der ersten Mannschaft.
2008 unterschrieb er bei den Grün-Weißen einen Profivertrag, kickte zunächst noch für die U23, absolvierte die Vorbereitung aber bereits unter Trainer Thomas Schaaf mit der ersten Mannschaft. © imago
Sein Bundesliga-Debüt feierte er bei der 2:3-Auftaktniederlage gegen Eintracht Frankfurt am 8. August 2009. Bargfrede kam in der 74. Minute für Tim Borowksi ins Spiel.
Sein Bundesliga-Debüt feierte er bei der 2:3-Auftaktniederlage gegen Eintracht Frankfurt am 8. August 2009. Bargfrede kam in der 74. Minute für Tim Borowksi ins Spiel. © imago
Bis zum ersten Treffer im deutschen Fußball-Oberhaus musste sich Bargfrede aber lange gedulden. Erst am 14. Spieltag der Saison 2013/14 traf er - gegen die TSG Hoffenheim in der Nachspielzeit zum 4:4.
Bis zum ersten Treffer im deutschen Fußball-Oberhaus musste sich Bargfrede aber lange gedulden. Erst am 14. Spieltag der Saison 2013/14 traf er - gegen die TSG Hoffenheim in der Nachspielzeit zum 4:4. © imago
Apropros Hoffenheim: Die TSG ist Bargfredes absoluter Lieblingsgegner - zumindest was das Toreschießen betrifft. Viermal traf er bisher gegen Hoffenheim - so oft wie gegen keinen anderen Club.
Apropros Hoffenheim: Die TSG ist Bargfredes absoluter Lieblingsgegner - zumindest was das Toreschießen betrifft. Viermal traf er bisher gegen Hoffenheim - so oft wie gegen keinen anderen Club. © nordphoto
In seiner Laufbahn musste der Fußballprofi allerdings auch viele Rückschläge hinnehmen. Bargfrede war schon öfter schwer verletzt. Immer wieder bereitete ihm sein Meniskus im Knie Probleme und zwang ihn zu langen Pausen.
In seiner Laufbahn musste der Fußballprofi allerdings auch viele Rückschläge hinnehmen. Bargfrede war schon öfter schwer verletzt. Immer wieder bereitete ihm sein Meniskus im Knie Probleme und zwang ihn zu langen Pausen. © imago
Doch der Mittelfeldspieler ist immer wieder stark zurückgekommen, war nach seinen Verletzungen prompt wieder bei 100 Prozent.
Doch der Mittelfeldspieler ist immer wieder stark zurückgekommen, war nach seinen Verletzungen prompt wieder bei 100 Prozent. © nordphoto
Im März 2018 bestätigte Bargfrede gegenüber der DeichStube: „Ich bleibe bei Werder“.
Im März 2018 bestätigte Bargfrede gegenüber der DeichStube: „Ich bleibe bei Werder“. © gumzmedia
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