Philipp Bargfrede läuft in der nächsten Saison nicht nur für die U23 des SV Werder Bremen auf, sondern steht auch in der U17 als Co-Trainer an der Seitenlinie und macht darüber hinaus seine Trainerlizenz!
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Philipp Bargfrede läuft in der nächsten Saison nicht nur für die U23 des SV Werder Bremen auf, sondern steht auch in der U17 als Co-Trainer an der Seitenlinie und macht darüber hinaus seine Trainerlizenz!

„Möchte auf jeden Fall noch beim Scouting reinschauen“

Auf dem Werder-Weg zum Trainer, doch Bargfrede ist sich noch nicht sicher

Bremen – Er wäre nicht der erste Spieler des SV Werder Bremen, der auch als Trainer Karriere macht. Aber so weit mag Philipp Bargfrede noch gar nicht denken. „Ich bin doch noch ganz am Anfang“, sagt der 33-Jährige: „Erst mal muss ich noch tiefer in das Thema eintauchen, dann entscheide ich, ob ich wirklich als Trainer arbeiten will oder doch etwas anderes mache.“ Vor ihm liegt in jedem Fall eine spannende Saison, in der er nicht nur weiter Spieler sowie verlängerter Arm von Trainer Konrad Fünfstück bei Werders U23 in der Regionalliga Nord sein wird und die U17 als Co-Trainer unterstützen möchte. Bargfrede macht auch seine erste Trainerlizenz und hat weitere Pläne für die nächsten zwölf Monate bei Werder.

„Ich freue mich auf diese Zeit“, sagt Philipp Bargfrede und grinst zufrieden: „Es ist einfach schön, dass ich noch etwas kicken kann, dabei den jungen Spielern helfen darf und mir bei Werder einiges anschauen kann.“ Zwei Jahre dauert sein Trainee-Programm, das er bereits vor seinem Karriereende mit dem Club vereinbart hat. Ein Jahr ist nun rum. „Ich habe schon einiges mitbekommen und gelernt“, sagt Ex-Profi von Werder Bremen. Im August beginnt der Lehrgang für die Trainerlizenz B+, die der Deutsche Fußball-Bund (DFB) speziell ambitionierten Ex-Profis anbietet. Dabei gibt es jeweils drei bis fünf Präsenztage im Monat, im November folgt dann die Prüfung.

Werder Bremen: Auf dem Weg zum Trainer, doch Philipp Bargfrede ist sich noch nicht sicher

Philipp Bargfrede freut sich auf den Input. Die Doppelbelastung mit seinem Engagement bei der U23 nimmt er gerne in Kauf. „Es macht mir immer noch großen Spaß, auf dem Platz zu stehen, auch wenn es auswärts in der Regionalliga manchmal schon Kuhwiesen sind, auf denen wir spielen“, sagt der 205-fache Bundesligaspieler und lacht: „Ich darf das so sagen, ich komme ja vom Land.“ Er ist in Heeslingen groß geworden, fast genau zwischen Bremen und Hamburg. Von der Jugend hat er es bei Werder Bremen über die U23 bis zu den Profis geschafft und dort bis 2020 gespielt. „Ich weiß, wie man sich als junger Spieler in seinem ersten Herren-Jahr fühlt. Deswegen ist es toll, dass ich die Jungs jetzt dabei begleiten darf. Und wir haben wirklich sehr viele junge Burschen dabei.“

Werder Bremen: U23-Spieler und U17-Co-Trainer - Philipp Bargfrede nimmt Doppelbelastung gerne in Kauf

Die Probleme mit den Knien, die ihn zu Bundesligazeiten oft gebremst haben, sind drei Klassen tiefer kein Thema mehr. „Ich fühle mich total gut. Wenn der Körper nicht mitmachen würde und ich mich zum Training schleppen müsste, hätte ich längst aufgehört“, sagt Philipp Bargfrede. In der vergangenen Rückrunde musste der U23-Spieler von Werder Bremen trotzdem öfter mal zuschauen, die Wade zwickte. „Das gehört dazu. Und heute versuche ich nicht mehr, auf Teufel komm raus ganz schnell wieder zu spielen. Da bin ich entspannter geworden.“

Es ist ja auch schon so stressig genug. Denn wenn im Winter die Trainerlizenz gepackt sein sollte, wartet bereits die nächste Aufgabe auf Philipp Bargfrede. „Ich möchte auf jeden Fall noch beim Scouting reinschauen.“ Andere Bereiche bei Werder Bremen würden ihn auch interessieren, aber das werde noch in Ruhe besprochen. Was dann nach der Saison kommt, „das weiß ich noch nicht. Ich freue mich jetzt erst mal auf die nächsten Aufgaben.“ (kni)

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