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Philipp Bargfrede bei seinem 200. Bundesliga-Spiel. Werder Bremen gelang aber auch gegen Bayer Leverkusen nicht die Wende.

Bargfredes 200. Bundesliga-Spiel

„Nackenschlag“ für Werder: Philipp Bargfrede und das verhagelte Jubiläum

Bremen – Keine Frage: Dieses für ihn so besondere Spiel dürfte sich Philipp Bargfrede komplett anders vorgestellt haben – schließlich war es sein 200. in der Bundesliga, ein Meilenstein in der Karriere, der am Montagabend ob der schwachen Vorstellung von Werder Bremen während des Heimspiels gegen Leverkusen allerdings kaum Beachtung fand.

Dabei hatte Philipp Bargfrede (31) – anders als viele seiner Kollegen beim SV Werder Bremen – in ungewohnter Rolle eine durchaus ordentliche Leistung abgeliefert. Trainer Florian Kohfeldt hatte Bargfrede als Achter und damit offensiver als sonst auf den Platz geschickt. 

Philipp Bargfrede: 200. Bundesliga-Spiele für Werder Bremen

Erwartungsgemäß gingen vom Abräumer Philipp Bargfrede zwar nur wenige Impulse nach vorne aus, dafür trug er aber seinen Teil dazu bei, dass Werder Bremen im Zentrum zunächst noch kompakt stand. „Man hat gemerkt, dass Bargi für uns ein sehr, sehr wichtiger Spieler ist“, lobte Sportchef Frank Baumann. „So lange er auf dem Platz stand, haben wir defensiv gut gestanden, haben eine gewisse Balance in unserem Spiel gehabt.“ In der 54. Minute war der Arbeitstag für Philipp Bargfrede dann allerdings beendet. Beim Stand von 1:2 brachte Kohfeldt Johannes Eggestein, um den Angriff zu stärken. Wenig später hatte Leverkusen das Spiel mit zwei weiteren Treffern entschieden – und Bargfrede das Jubiläum verhagelt.

„Das Spiel habe ich mir natürlich ganz anders vorgestellt. Ich wollte der Mannschaft zum Sieg verhelfen“, sagte Bargfrede hinterher gegenüber „werder.de“. Seine Mannschaft habe es Leverkusen aber „viel zu leicht gemacht“, vor allem das Standard-Gegentor - es war für Werder Bremen bereits das 18. in dieser Saison - zum 1:2 ärgerte den Routinier: „Es wird schwer, überhaupt ein Spiel zu gewinnen, wenn wir solche Situationen zulassen.“ Insgesamt aber, auch das machte Philipp Bargfrede deutlich, war er froh darüber, dass er nach langer Verletzungspause endlich mal wieder auf dem Platz hatte stehen können. Seit Ende Dezember war der Mittelfeldspieler wegen Wadenproblemen nicht mehr zum Einsatz gekommen, jetzt ist er wieder fit: „Gegen Hertha vor der Pause stand ich ja bereits im Kader, und die letzten Wochen habe ich noch einmal gut nutzen können. Das Training war sehr gut. Ich konnte voll mitziehen.“

Werder Bremen: Philipp Bargfrede glaubt weiter an den Klassenerhalt

Bei Werder Bremen dürften sie das gerne hören - schließlich soll Philipp Bargfrede im Abstiegskampf zur Stütze werden. „Wir sind froh, dass er wieder zur Verfügung steht. Und ich glaube, dass er in den kommenden Wochen ein wichtiger Bestandteil unserer Mannschaft sein wird“, sagte Baumann. Bargfrede wird dafür alles geben. Seinen Glauben an den Klassenerhalt hat er auch nach dem 1:4 gegen Leverkusen nicht verloren. „Das Leverkusen-Spiel war ein Nackenschlag für uns, ein Rückschlag, da wir unbedingt mit einem Erfolgserlebnis starten wollten, um in einen Lauf zu kommen. Aber hier hakt keiner die Saison ab. Der Vorteil aktuell ist, dass alle Spiele in kurzer Zeit stattfinden und du innerhalb einer Woche viele Punkte holen kannst. Der Klassenerhalt ist noch möglich, aber wir müssen dafür einiges besser machen und Fehler abstellen“, sagte er..

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