Zum Verzweifeln: Trainer Ole Werner war nach der 3:4-Heimpleite des SV Werder Bremen gegen Eintracht Frankfurt bedient.
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Zum Verzweifeln: Trainer Ole Werner war nach der 3:4-Heimpleite des SV Werder Bremen gegen Eintracht Frankfurt bedient.

Werder verliert mit 3:4 gegen die SGE

„Da sieht man, wie hart die Liga sein kann“: Die Stimmen zu Werder Bremens Heimniederlage gegen Eintracht Frankfurt

Bremen - Sieben-Tore-Spektakel: Der SV Werder Bremen verliert im Wohninvest Weserstadion 3:4 gegen Eintracht Frankfurt. Die Stimmen zum Spiel gegen die SGE!

Ole Werner (Trainer SV Werder Bremen): „Unterm Strich hatten wir heute eine viel zu hohe Fehlerquote. Speziell in der ersten Halbzeit und auch zu Beginn der zweiten Halbzeit, wo wir es dem Gegner viel zu leicht gemacht haben, in wahnsinnig viele Umschaltsituationen gelaufen sind und uns auch immer wieder viel zu einfach haben überspielen lassen. Situationen, in denen wir aus einer Kompaktheit an den vorherigen Spieltagen Druck entwickelt haben, ist es uns heute eben nicht gelungen. Das hat dazu geführt, dass Frankfurt zumindest bis zum 4:2 die klar bessere Mannschaft war und am Ende auch verdient gewonnen hat. Wir haben heute viele Chancen zugelassen, das war an den ersten drei Spieltagen zwar nicht so. Trotzdem müssen wir uns natürlich in dem Fehlverhalten verbessern, denn es ist auch klar: Wir werden eben nicht jede Woche zwei, drei Tore schießen und trotzdem musst du auch dafür infrage kommen, dass du punktest und dafür müssen wir weniger Gegentore kassieren, offensive Spielweise hin oder her.“

Werder Bremen kassiert Pleite gegen Eintracht Frankfurt: Die Stimmen zum Spiel von Trainer Ole Werner und Co.

Marco Friedl (Kapitän des SV Werder Bremen): „Von dem Lob für eine gute Leistung können wir uns nichts kaufen. Ich denke, dass wir die erste Halbzeit komplett verpennt haben, viel zu viele Fehler gemacht haben und auch völlig verdient die drei Tore kassiert haben. Dann läufst du dem Rückstand hinterher, kriegst direkt nach der Pause wieder ein Tor, wo der zweite Ball wieder bei den Frankfurtern landet. Dann haben wir nochmal alles probiert, alles nach vorne geworfen und dann wurde es auch nochmal knapp, aber unterm Strich haben wir verdient verloren.“

Wir machen einfach zu viele Fehler. Egal wer es jetzt ist, wir müssen das einfach abstellen. Wir haben jedes Spiel mindestens zwei Tore kassiert, heute kassieren wir wieder vier, das muss in den nächsten Wochen besser werden. Wenn man dann immer drei Tore schießen muss, damit das Spiel gewinnt, reicht‘s dann irgendwann nicht. Aber das muss ganz klar unser Anspruch sein für die nächsten Wochen.“

Werder Bremen verliert wildes Spiel gegen Eintracht Frankfurt: SVW-Star Niclas Füllkrug enttäuscht

Niclas Füllkrug (Werder-Torschütze): „Wir sind als gesamte Mannschaft offensiv sehr stark, sehr unausrechenbar und haben viele verschiedene Torschützen, was immer schwer für den Gegner ist, wenn überall die Qualität ist, um ein Tor zu schießen. Aber es ist schwer, ein Spiel zu gewinnen, wo du vier Tore kriegst. Dementsprechend müssen wir das einfach abstellen, die defensive Leistung muss sich verbessern. Wir kriegen immer in jedem Ligaspiel bis jetzt mindestens zwei Gegentore. Dann wird es irgendwann auch mal eng, die Spiele zu gewinnen.“

Ich glaube, dass es heute auch ein bisschen individuell war, dass wir dann manchmal nicht wach sind. Und nicht richtig rausschieben. Das war die letzten Wochen das Thema, dass wir nicht richtig aggressiv auf den Ball gehen, um mit aller Macht den Schuss zu blocken. Heute haben wir meiner Meinung nach den Frankfurtern ein bisschen zu viel Raum gegeben, um Tempo aufzunehmen. Die haben einfach eine individuell gute Mannschaft, die dann hinter der Kette stark ist, wenn sie in die Tiefe kommt. Und da haben wir dann nicht mehr das Tempo gehabt, um sie einzuholen. Auch die Eins-gegen-eins-Situationen konnten sie dann leider für sich entscheiden und haben daraus auch rigoros die Tore gemacht.“

Niklas Schmidt (Werder-Profi): „Ja, beinahe wäre es gut gegangen. Aber im Endeffekt war es echt verdient, dass wir verloren haben, weil wir viel zu unsauber waren im Spiel nach vorne. Wir trotzdem mit 2:1 in Führung gehen und dass wir sowas dann zu Hause aus der Hand geben, ist echt ärgerlich. Ich glaube die ganzen Mannschaftsteile - wir haben das auch in der Halbzeit angesprochen - dass wir viel zu weit auseinander stehen, keine engen Räume haben defensiv. Aber da gehören wir alle mit dazu, egal ob offensiv oder defensiv. Man sieht, dass wir viele Tore schießen können, aber wir müssen das als Mannschaft viel besser verteidigen. Trotzdem hat Frankfurt eine hohe Qualität, die haben das eiskalt bestraft. Da sieht man, wie hart die Liga sein kann.“

Werder Bremen-Pleite gegen Eintracht Frankfurt - Oliver Glasner: „Wir haben 60 Minuten ein großartiges Spiel gemacht“

Oliver Glasner (Trainer Eintracht Frankfurt): „Ich finde, wir haben 60 Minuten ein großartiges Spiel gemacht. Die erste Halbzeit war eigentlich unnötig spannend, bekommen zwei Gegentore nach Standardsituationen. Die erste klären wir schlecht, die zweite verlieren wir Bittencourt aus den Augen. Aber im Spiel nach vorne waren wir von der ersten Sekunde an präsent, haben Torchancen herausgespielt, super Tore erzielt. Wir waren defensiv unglaublich stabil, sind auch gut aus der Halbzeit herausgekommen. Ab der 60. Minute sind vorne ein bisschen die Kräfte geschwunden. Dann hatten wir Probleme mit den langen Bällen. Dann hatten wir die obligatorische VAR-Entscheidung gegen uns in der 90. Minute und dann ist das Stadion wieder da, aber die Jungs haben alles reingeworfen. Aber es war über 90 Minuten ein verdienter Sieg und über 60 Minuten eine tolle Leistung.“

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Mario Götze (Frankfurt-Profi): „Sagen wir mal so: Vier Tore zu schießen ist immer ganz gut, aber gerade die Gegentore, dann hinten raus die letzten Minuten, dass wir da gezittert haben, war ein bisschen unnötig. Aber ich glaube, grundsätzlich war das eine gute Leistung. Es war wichtig, dass wir mal die drei Punkte geholt haben und ich glaube, dass wir als Mannschaft eine gute Energie gezeigt haben und zusammengehalten haben. Gerade vorne im letzten Drittel haben wir unsere Torchancen genutzt, haben gut gespielt, und als Einheit gespielt, das war sehr sehr wichtig heute.“

Kevin Trapp (Torhüter Eintracht Frankfurt): „Es war ein turbulentes Spiel. Wir haben ein frühes 1:0 gemacht, kamen direkt super rein, haben das Tor auch sehr schön herausgespielt. Mario hat endlich mal aufs Tor geschossen, was er normalerweise nicht macht. Dann die zwei Gegentore durch Standards, das müssen wir in den Griff bekommen: Erstens kriegen wir zu viele Gegentore, in vier Spielen waren das jetzt elf Gegentore - davon natürlich sechs gegen Bayern, trotzdem ist das zu viel. Und wieder drei Standardgegentore. Das ist zu viel, das müssen wir zukünftig in den Griff bekommen.“

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