Langes Gesicht: Werder Bremens Trainer Ole Werner muss seine Mannschaft nach der dritten Niederlage innerhalb einer Woche wieder aufrichten. Gegen den SC Freiburg setzte es eine 0:2-Niederlage.
+
Langes Gesicht: Werder Bremens Trainer Ole Werner muss seine Mannschaft nach der dritten Niederlage innerhalb einer Woche wieder aufrichten. Gegen den SC Freiburg setzte es eine 0:2-Niederlage.

Stimmen zum Werder-Spiel

„Das darf uns niemals passieren“: Die Stimmen zur Niederlage von Werder Bremen gegen Freiburg

Bremen - Der SV Werder Bremen hat auch sein Auswärtsspiel gegen den SC Freiburg mit 0:2 (0:0) verloren. Die Tore für die Breisgauer erzielten Lukas Kübler (56.) und Vincenzo Grifo (80.). Die Stimmen zum Spiel mit Ole Werner, Marco Friedl, Niclas Füllkrug und Co.

Ole Werner (Trainer SV Werder Bremen): „Was soll ich sagen? Im Endeffekt kann ich meiner Mannschaft nicht allzu viel vorwerfen. Wir haben ganz lange aufopferungsvoll gekämpft und uns in alles reingeworfen. Wir haben es in Unterzahl lange gut gemacht und nicht allzu viel zugelassen. Wir hätten den einen oder anderen Konter setzen können. Das ist uns leider nicht gelungen. Und trotzdem hatten wir beim Stand von 0:0 nach einem Standard die Möglichkeit, in Führung zu gehen. Auf solche Chancen hoffst du in Unterzahl natürlich. Wir haben es leider nicht geschafft. Am Ende hat es Freiburg clever gemacht. Sie haben nicht viel angeboten und haben den Ball gut laufen lassen. Insgesamt ist es sehr bitter gelaufen für uns. Was ich meiner Mannschaft vorwerfen kann, ist die Entstehung der Roten Karte. Das können wir besser zuordnen und verteidigen. Ansonsten kann ich meiner Mannschaft heute keinen Vorwurf machen. Man muss einfach den Gesamtkontext sehen, wer heute alles bei uns gefehlt hat. Das ist für eine Mannschaft wie uns als Aufsteiger nicht so einfach zu verkraften. Wir müssen aber auch sehen, dass in dieser Woche Dinge dabei waren, die wir nicht gut gemacht haben. Jetzt heißt es Wunden lecken, gute Arbeit machen - und dann geht es weiter.“

Über die Rote Karte: „Über den Platzverweis kann man diskutieren. Für mich ist es eher eine Gelbe Karte, weil ich glaube, dass Amos Pieper schon noch die Möglichkeit hat, einzugreifen, weil er ein schneller Spieler ist. Es wurde jetzt aber so entschieden. Sei es drum. Für uns geht es jetzt drum, die Dinge aufzuarbeiten, die bei uns selbst liegen.“

Marco Friedl (Werder-Kapitän): „Heute haben wir uns wegen meiner frühen Roten Karte selber geschlagen. Dass ich der Mannschaft damit so geschadet habe, tut mir extrem leid. Trotzdem haben wir es besonders in der ersten Halbzeit gut gemacht.“

Werder Bremen verliert auch gegen den SC Freiburg - die Stimmen zum Spiel

Niclas Füllkrug (Werder-Stürmer): „Ich finde, dass wir es in der 1. Halbzeit noch echt gut über die Zeit gebracht und wenig zugelassen haben. Natürlich hat Freiburg dann in der Halbzeitpause genug Zeit, sich darauf einzustellen, Videomaterial anzuschauen, zu schauen, wo eventuell Lücken sind und wo Räume frei werden. Das haben sie dann in der 2. Halbzeit auch ganz gut gemacht. Trotzdem, wenn man sich das mal vor Augen führt, die zwei entscheidenden Situationen resultieren aus einem Einwurf, beide nach Einwürfen auf der rechten Seite. Das darf uns niemals passieren so einen Elfmeter und eine Rote Karte zu kassieren. Das ist unter dem Strich dann einfach zu einfach.“

Anthony Jung (Werder-Profi): „Wir haben sehr lange in Unterzahl gespielt und trotzdem alles reingeschmissen. Es ist bitter, dass wir dann das Tor kassieren. Danach ist es schwer, das Spiel noch auf unsere Seite zu ziehen.“

Jochen Saier (Sportvorstand SC Freiburg): „Bremen hat es in der 1. Halbzeit gut verteidigt. Wir haben wenig Lösungen gefunden und nur eine echte Chance gehabt von Killiann, als er einen schlechten ersten Kontakt hatte. Dann haben wir es aber mit der Umstellung und der Hereinnahme von Ritsu Doan deutlich besser gemacht, immer bessere Offensivaktionen gehabt und Eins-gegen-Eins-Situationen gut auflösen können. Wir haben zwei bis drei Hochkaräter liegen lassen, Gregoritsch muss das 2:0 fast machen. Mit dem Elfmeter, eiskalt von Vincenco Grifo verwandelt, war das Spiel so gut wie entschieden.“

Werder Bremen-Niederlage gegen SC Freiburg - Clemens Fritz: „Kann den Jungs nur ein Riesenkompliment machen“

Clemens Fritz (Werders Leiter Profi-Fußball): „Wenn du so lange in Unterzahl spielst und hast noch die 120 Minuten aus dem Pokal in den Knochen, dann kann ich den Jungs nur ein Riesenkompliment machen. Sie haben gekämpft, haben miteinander gut gegen den Ball gearbeitet. Die Tore, die wir kriegen, lassen wir zu leicht zu. Aber wenn du aus so einer Woche kommst und dann so lange in Unterzahl spielst, ist es natürlich extrem bitter. Ich muss trotzdem sagen: Großen Respekt an die Jungs, wie sie heute gefighted haben.“

Christian Streich (Trainer SC Freiburg): „Ohne die Rote Karte wäre es ein 50:50-Spiel gewesen. Ich bin total glücklich, gegen so eine Mannschaft wie Bremen zu gewinnen. Den großen Vorteil des Elf gegen Zehn musst du erstmal für dich nutzen. Das ist uns gelungen, deshalb ist der Sieg auch verdient. Ich wünsche Bremen alles Gute. Wenn Werder gezeigt wird, und es ist das einzige Spiel, mache ich nichts anderes als mir Bremen anzuschauen, weil es großen Spaß macht. Sie machen es total gut. Manche spielen 3-5-2 sehr defensiv, Bremen überhaupt nicht. Ich wünsche Bremen alles, alles Gute und freue mich aufs Rückspiel in einem ausverkauften Weserstadion.“

Vincenzo Grifo (Torschütze SC Freiburg): „Ich habe es vorher schon gewusst, deswegen natürlich auch dieser Torjubel für Luca Toni. Ich entschuldige mich schon mal bei ihm, weil er ein herausragender Stürmer, Spieler und Mensch ist. Ich habe viel Kontakt mit ihm gehabt und ich fühle mich auch ein bisschen geehrt, dass ich jetzt seinen Posten übernommen habe. Ich bin gespannt, wer jetzt der nächste Italiener ist, aber für den Moment ist das natürlich super. Das Tor widme ich auch ein bisschen ihm, weil ich ein großer Fan von ihm war.“

DIE DEICHSTUBE ALS KOSTENLOSE APP

Die DeichStube gibt es jetzt auch als kostenlose App. Einfach downloaden!

Kommentare