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Werder-Präsident Hubertus Hess-Grunewald beklagt die zusätzliche finanzielle Belastung.

Werder-Präsident zweifelt

Hess-Grunewald glaubt nicht an einen „Polizei-Fonds“

Bremen - Nach dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts, wonach die Deutsche Fußball-Liga bei Hochrisikospielen an den Kosten für erhöhte Polizeieinsätze beteiligt werden kann, glaubt Werder-Geschäftsführer Hubertus Hess-Grunewald nicht an eine für Werder Bremen schadenbegrenzende Lösung.

Ein Fonds, in den alle Profi-Clubs einzahlen und aus dem die Polizeikosten bezahlt werden könnten, wäre so eine Lösung. Doch ist sie auch realisierbar? Hess-Grunewald äußerte sich am Sky-Mikrofon mehr als skeptisch: „Die Idee eines Fonds' gibt es ja schon lange. Ich habe aber schon mit mehreren Clubs gesprochen - und viele Vereine sehen diese Lösung nicht. Denn die haben gar keine eigenen Hochrisikospiele, wieso also sollten sie in einen Fonds einzahlen?“

Hess-Grunewald geht deshalb davon aus, dass bei Forderungen des Landes Bremen an die Deutsche Fußball-Liga sein Verein am Ende die Gebühren zahlen muss: „Wir haben im Grunde keine Möglichkeit, uns dagegen zu wehren.“ Werder geht von einer Belastung von einer bis zwei Millionen Euro pro Saison aus.

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Hess-Grunewald beklagt zusätzliche finanzielle Belastung

Bei Radio Bremen hatte sich Hess-Grunewald bereits am Freitag über die voraussichtlich zusätzliche finanzielle Belastung beklagt: „Der Senat hat ja eigentlich die politische Erklärung abgegeben, dass es nicht Werder Bremen treffen soll. Jetzt wissen wir, dass es Werder treffen wird. Zur Frage, wo wir eine oder zwei Millionen Euro außerplanmäßige Kosten herholen, kann man viel Fantasie haben. 

Man muss sich fragen: Können wir uns noch Dinge erlauben, die für Werder wichtig sind? Dazu habe ich noch keine Ideen, sondern bisher nur Schreckensszenarien, die mich aber nicht gerade mit Frohsinn erfüllen.“

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