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Werder-Profi Fin Bartels hat die Hoffnung demnächst endlich wieder in einem Pflichtspiel aufzulaufen.

Bartels trainiert wieder mit dem Team – und will schon bald ein Herausforderer sein

„Ich bin gerade bester Dinge“

Bremen – Er selbst sprach vor der Einheit von einem erneuten Härtetest, und so wie es aussieht, dürfte er auch den bestanden haben: Fin Bartels absolvierte am Dienstagnachmittag ein komplettes Training mit den Teamkollegen – ohne Sonderbehandlung, ohne Übungen, die er auslassen musste.

Voll dabei also – das hatte er schon vor dem Wochenende erstmals wieder gewagt, und es wird jetzt zu einem Status, von dem der 32-jährige Stürmer in den vergangenen gut 14 Monaten lange nur träumen konnte. Zur Erinnerung, weil es schon so lange her ist: Am 9. Dezember 2017, also heute vor 438 Tagen, hatte sich Bartels während des Auswärtsspiels in Dortmund die linke Achillessehne gerissen. Gemessen an diesem langen Zeitraum steht sein Comeback nun kurz bevor.

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Beste Laune aufgrund ausbleibender „Baustellen“

„Ich bin gerade bester Dinge“, sagte Bartels in einer Medienrunde – und lieferte den Grund für seine gute Laune direkt hinterher: „Das Gröbste habe ich jetzt überstanden, die Sehne ist komplett verheilt.“ Zuletzt seien es vielmehr die Folgeschäden gewesen, die seine Rückkehr immer weiter aufgeschoben haben. 

„Mal war es der Rücken, mal das Knie“, erklärte der Profi. Reaktionen des Körpers auf Schonhaltungen und ungewohnte Belastungen. Während des Trainingslagers in Südafrika hatte Bartels sein Programm deswegen kurzfristig anpassen, sprich: das Tempo einmal mehr drosseln müssen.

Nun, so scheint es, hat er gemeinsam mit Werders Ärzten und Physiotherapeuten auch diese „Baustellen“ in den Griff bekommen. Es ist der nächste Schritt in Richtung Rückkehr. Und zwar kein kleiner.

Nach der Länderspielpause könnte Bartels für das Heimspiel gegen Mainz 05 (Samstag, 30. März) erstmals wieder ein Kandidat für den Kader sein. So sieht es Werders Plan vor. „Ich hätte nichts dagegen“, betonte der gebürtige Kieler, der seit seiner Verletzung 41 Spiele in der Bundesliga und drei im DFB-Pokal verpasst hat. Spiele, in denen die Konkurrenten mächtig gepunktet haben. Auf dem Flügel sind Johannes Eggestein, Josh Sargent, Milot Rashica und Yuya Osako inzwischen Namen, an denen Bartels wieder vorbeikommen muss.

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Erstmal fit werden - dann Herausforderer sein

„Erstmal muss ich wieder richtig fit sein“, sagte der Rekonvaleszent, der weiß: „Danach werde ich dann zum Herausforderer.“ Das wäre eine neue Rolle für Bartels, der vor seiner Verletzung als kongenialer Sturmpartner von Max Kruse gesetzt war. Jetzt fängt er wieder bei null an, womöglich mit Einsätzen in der U23, um Spielpraxis zu sammeln. „Das wäre denkbar“, sagte er. Klar ist: Eines Tages will Fin Bartels zurück in seine alte Form gefunden haben, und er glaubt nicht, dass es besonders lange dauern wird.

Die alte Fußball-Faustregel, dass ein Spieler nach einer langen Ausfallzeit noch einmal mindestens genauso lange braucht, um seine beste Verfassung wieder erreicht zu haben, soll für Bartels nicht gelten. Er hat sich da schon vor Längerem ein positives Beispiel gesucht. „Ich sitze in der Kabine neben Philipp Bargfrede. Der hat nach sechs Monaten Verletzung höchstens eine Woche gebraucht, bis er wieder der Alte war“, sagte der Stürmer. Und lachte herzlich.

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