Besondere Silvesterreise mit einem Uno-Spiel an Bord

Veljkovic: „Meine Zukunft ist bei Werder“

Werder-Trainingslager in Algorfa: Milos Veljkovic in einer Medienrunde am Mittwochvormittag.

Algorfa - Zum Jahreswechsel hat sich Milos Veljkovic etwas gegönnt – der Werder-Profi ist mit einem Privatjet von Zürich nach Monaco geflogen, um dort Silvester zu feiern.

Mit an Bord seine Freundin und Teamkollege Ulisses Garcia sowie dessen Partnerin. „Das hatten wir schon lange geplant“, sagt Veljkovic und lächelt ein bisschen verlegen. Durch Fotos im Internet hat der 22-Jährige die Reise selbst öffentlich gemacht. Jetzt scheint es ihm eher etwas unangenehm zu sein, darüber zu sprechen. Denn diese Reise mit dem exklusiven Touch passt gar nicht zu seinem ansonsten eher bescheidenen Auftreten.

Aber es hat sich nun einmal einiges verändert im Leben des Milos Veljkovic. Aus dem Talent, das vor zwei Jahren für eine Ablöse von nur 300.000 Euro von Tottenham Hotspur an die Weser wechselte, ist ein Stammspieler geworden. Er hat den erfahrenen Lamine Sane (30) auf die Bank verdrängt. Und am Ende der Saison winkt die Berufung ins WM-Team Serbiens: „Das wäre natürlich ein Traum für mich.“

Doch Veljkovic ist ein vorsichtiger Mensch. „Im Fußball kann viel passieren, nächste Woche kann alles schon wieder anders sein“, sagt er. Deswegen benutzt er vor allem ein Wort, wenn er nach hinten und nach vorne blickt: „Vollgas!“ Damit hat er es nach oben geschafft, damit will er sich oben halten – und vielleicht auch noch höher hinaus? Nach einer WM-Teilnahme könnte es im Sommer durchaus lukrative Angebote anderer Clubs geben. Sein Vertrag bei Werder läuft noch bis 2019 – und stammt gehaltsmäßig aus seiner Zeit als Talent-Schnäppchen. 

Sportchef Frank Baumann kündigt bereits an, an den Zahlen im Vertrag drehen zu wollen. „Wenn die Jungs Leistung bringen, sollen sie auch gut verdienen“, sagt er. Und natürlich soll auch die Laufzeit verlängert werden. Baumann: „Dass wir gerne mit Milos weitermachen wollen, versteht sich ja von selbst.“ Laut Veljkovic ist jedoch noch nichts passiert. Ein Problem sei das nicht, niemand müsse sich Sorgen machen. „Meine Zukunft liegt bei Werder“, versichert der Abwehrspieler.

Veljkovic wollte sich ausleihen lassen

In Bremen fühlt er sich wohl, hier spürt er das nötige Vertrauen. Ganz selbstverständlich ist das allerdings nicht. Und das liegt auch am Trainerwechsel. „Alexander Nouri hat mir hier die Chance gegeben“, erinnert sich Veljkovic. Unter Nouri-Vorgänger Viktor Skripnik war das anders gewesen, Veljkovic wollte sich deshalb sogar ausleihen lassen. Und ausgerechnet Skripniks damaliger Co-Trainer Florian Kohfeldt ist nun Nachfolger von Nouri. Verrückte Werder-Welt.

Veljkovic vertraute seiner Vollgas-Taktik und überzeugt nun auch den neuen Chefcoach, der vor allem taktisch sehr viel von seinen Spieler verlangt. Auf die Frage, ob Kohfeldt sein bislang lautester Trainer auf dem Platz sei, gibt es von Veljkovic ein klares „Ja“. Das Training sei anstrengend – nicht nur wegen der langen Dauer von jeweils fast zwei Stunden. Aber das passt zu Veljkovic. „Ich bin noch lange nicht am Ende meiner Entwicklung.“ Neben dem erfahrenen Niklas Moisander will er weiter reifen. „Über Niklas muss man nichts sagen“, meint Veljkovic mit einem breiten Grinsen. Er schätzt den Finnen sehr.

Ohne Uno geht es nicht

Genauso wie Ulisses Garcia, der wie Veljkovic in der Schweiz aufgewachsen ist. Sie sind bei Werder Freunde geworden, teilen sich in Algorfa natürlich ein Zimmer. In der spärlichen Freizeit des Trainingslagers wird vor allem eines gemacht: „Geschlafen“, verrät Veljkovic. Er hofft auf einen freien Nachmittag und einen Ausflug in den kleinen Ort. Eine Runde Golf auf dem hoteleigenen Platz kommt für ihn dagegen nicht infrage. „Das ist nichts für mich. Ich spiele höchstens Minigolf.“ Oder Uno. Das Kartenspiel war auch auf den Fotos vom Silvesterausflug im Privatjet nicht zu übersehen. „Ohne Uno geht es nicht“, sagt Veljkovic und lacht. Ohne ihn geht es bei Werder inzwischen auch nicht mehr.

Werder-Training am Mittwoch

Werder-Trainingslager Tag 2.

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