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Vorhang auf! Die Profis Niklas Moisander (links) und Kevin Möhwald von Werder Bremen präsentieren im Fan-Shop das neue Heimtrikot.

Moisander rechnet fest mit Neuzugängen

Werder-Profis denken sofort wieder an Europa

Bremen - Er ist der Topfavorit auf die Nachfolge von Max Kruse – nicht als Spielmacher, sondern als Kapitän des SV Werder Bremen. Und Niklas Moisander spricht beim Start der Vorbereitung durchaus offen darüber, was er vom Club und von der Mannschaft erwartet.

Bei Teamkollege Kevin Möhwald spukt das Thema Europa ebenfalls schon wieder durch den Kopf. Die Werder-Profis gehen die neue Saison von Beginn an sehr zielstrebig und erfolgshungrig an.

„Wir haben ein sehr gutes Fundament, eine eingeschworene Truppe. Jetzt müssen wir den Rhythmus wieder aufnehmen und dann das angreifen, was wir letztes Jahr verpasst haben“, sagt Möhwald im Gespräch mit der DeichStube und grinst zufrieden. Er hat von Europa gesprochen, ohne das Wort zu benutzen. Der 25-Jährige möchte nicht zu sehr vorpreschen. So etwas kommt in der Mannschaft, aber vor allem auch bei den Offiziellen nicht so gut an.

Glaubt Niklas Moisander an einen Titel mit Werder Bremen?

Moisander ist da – wenig überraschend – ebenso diplomatisch unterwegs. Was aber nicht bedeutet, dass sich der 33-Jährige deshalb vorsichtig äußert. Auf die Frage, ob Europa wieder das Ziel sein werde, antwortet der Finne: „Ich glaube schon, natürlich müssen wir noch darüber sprechen.“ Dabei belässt er es allerdings nicht und schiebt noch durchaus kämpferisch hinterher: „Letztes Jahr war es unser Ziel, das haben wir nicht erreicht. Deswegen muss es unser Minimalziel sein.“ Glaubt da etwa einer, dass noch mehr drin ist als Europa, womöglich ein Titel? Moisander lässt das offen.

Aber von der Meisterschaft wird der besonnene Abwehrchef ganz gewiss nicht träumen, eher schon vom Gewinn des DFB-Pokals. Als Halbfinalist war Werder schließlich ganz dicht dran am begehrten Pott. Allerdings: Da gehörte auch ein Max Kruse noch zum Kader. Der mit elf Treffern und elf Assists beste Torschütze und Vorbereiter der Bremer hat inzwischen bei Fenerbahce Istanbul angeheuert. „Max war eine große Persönlichkeit für uns“, sagt Moisander: „Ich bin aber überzeugt davon, dass wir auch ohne ihn erfolgreich sein können.“

Niklas Moisander rechnet noch mit Neuzugängen bei Werder Bremen

Ein Selbstläufer sei das freilich nicht. Moisander hebt zwar hervor, wie gut das Team sei, formuliert dann aber noch ganz geschickt: „Ich glaube schon, dass noch ein, zwei Spieler dazukommen werden, aber es müssen nicht vier, fünf sein.“ Als Forderung kann ihm das freilich nicht ausgelegt werden, als freundlicher Hinweis an die sportliche Leitung allerdings durchaus.

Bislang ist Niclas Füllkrug (für 6,5 Millionen Euro von Hannover 96) der einzige echte Neuzugang für die Bundesliga-Mannschaft. Immerhin hat Werder-Sportchef Frank Baumann versprochen, dass noch „ein, zwei, vielleicht auch drei Spieler“ folgen werden. Der Kader soll weiterentwickelt, aber nicht komplett umgebaut werden. Zeit ist noch genug, das Transferfenster schließt erst Ende August.

Offenbar nicht zu Werder Bremen kommen wird Marko Grujic.Der Serbe hat angeblich bei Hertha BSC zugesagt. Dafür machen Gerüchte über ein Interesse von Werder Bremen an Gerson von der AS Rom die Runde. Zurück zum Sportlichen: Die Grün-Weißen testen gegen einen spanischen Erstligisten, das Testspiel von Werder Bremen gegen SD Eibar gibt's hier im Liveticker.

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