Augustinsson (re.) spielt zunächst mit Schweden gegen Luxemburg, Thomas Delaney reist mit den Dänen nach Montenegro.
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Augustinsson (re.) spielt zunächst mit Schweden gegen Luxemburg, Thomas Delaney reist mit den Dänen nach Montenegro.

WM-Qualifikation

Hochspannung bei Delaney und Augustinsson

Bremen - Endspurt in der WM-Qualifikation! Und wenn in Europa und Afrika von Donnerstag bis Dienstag die letzten beiden Spieltage ausgetragen werden, hoffen auch noch einige Werder-Profis auf ein Ticket für das WM-Turnier in Russland im kommenden Sommer. Andere sind schon längst ohne Chance. Ein Überblick:

Ludwig Augustinsson 

Ludwig Augustinsson

Trotz Verletzungspause bei Werder ist der Linksverteidiger zur schwedischen Nationalmannschaft gereist. Ob er in den ausbleibenden Partien gegen Luxemburg (Samstag, 18.00 Uhr in Solna) und in den Niederlanden (Dienstag, 20.45 Uhr in Amsterdam) zum Einsatz kommt, ist ungewiss. Klar dagegen die Ausgangslage für Schweden: Luxemburg ist eine Pflichtaufgabe, die Partie gegen die Niederlande wird voraussichtlich das alles entscheidende Spiel. Augustinsson liegt mit Schweden aktuell auf Rang zwei, einen Punkt hinter Spitzenreiter Frankreich (muss noch in Bulgarien und gegen Weißrussland ran) sowie drei Zähler vor den Niederlanden. Das heißt für Augustinsson: Platz eins in Gruppe A und damit die direkte Qualifikation ist noch möglich. Um Platz zwei, der zur Teilnahme an der Relegation berechtigt, muss gekämpft werden.

Ishak Belfodil 

Ishak Belfodil 

Erstmals seit fast zwei Jahren wurde der Angreifer wieder ins algerische Nationalteam berufen. Allerdings ist es eine Rückkehr ohne WM-Hoffnung. In der Afrika-Gruppe B ist Algerien vor den Partien in Kamerun (Samstag) und gegen Nigeria (11. November) chancenloser Letzter.

Thomas Delaney 

Thomas Delaney

Wie bei Augustinsson gilt auch bei Delaney: Es herrscht Hochspannung! Delaney und die Dänen liegen vor dem großen Finish punkt- und torgleich mit Montenegro auf Rang zwei der Gruppe E. Und gegen wen spielt „Danish Dynamite“ am Donnerstag? Genau, gegen Montenegro. In Podgorica müssen die Dänen punkten, um am letzten Spieltag gegen die bereits gescheiterten Rumänen mindestens Platz zwei abzusichern. Die Hoffnungen ruhen dabei natürlich auf Thomas Delaney, der zuletzt in den Qualifikationsspielen gegen Polen (4:0) und Armenien (4:1) echte Sternstunden erwischte und nach zuvor 17 Länderspielen ohne eigenes Tor gleich viermal erfolgreich war.

Izet Hajrovic 

Izet Hajrovic

Nach beinahe elf Monaten Nationalmannschaftspause wegen seines Kreuzbandrisses ist Hajrovic zurück im Team Bosnien-Herzegowina. Gerade noch rechtzeitig, um den Traum von seiner zweiten WM-Teilnahme nach dem Turnier vor drei Jahren am Leben zu erhalten. Brasilien 2014 „war eine schöne Erfahrung, sehr, sehr speziell. Nicht jedem Fußballer gelingt es, bei einer WM spielen zu dürfen. Wenn wir das wieder schaffen würden, wäre es ein Traum“, sagte Hajrovic. Was dafür zu tun ist? Siege gegen den bereits sicher qualifizierten Spitzenreiter Belgien (Samstag, 18.00 Uhr in Sarajevo) und gegen den Vorletzten Estland (Dienstag, 19.45 Uhr in Tallinn). Auf einen Ausrutscher des um einen Punkt schlechteren Verfolgers Griechenland sollten die Bosnier besser nicht hoffen. Die Griechen müssen beim Erzrivalen Zypern ran und haben dann noch ein „Freispiel“ gegen Fußball-Zwerg Gibraltar. „Es wird schon schwer für uns“, meinte Hajrovic.

Florian Kainz / Zlatko Junuzovic 

Florian Kainz

Game over für Österreich? Zu 99,9 Prozent ist das so. Nur noch ein Wunder kann dem ÖFB-Team an den letzten beiden Spieltagen zum WM-Ticket verhelfen. Die Österreicher müssten gegen Spitzenreiter Serbien (Freitag, 20.45 Uhr in Wien) und in Moldawien (Montag, 19.45 Uhr in Chisinau) gewinnen, wären dann aber immer noch auf Niederlagen von Wales (in Georgien) und Irland (gegen Moldawien) sowie auf ein Unentschieden der beiden Konkurrenten im letzten Spiel angewiesen. Nebenbei müsste die Alpenrepublik auch noch im Torverhältnis sieben Treffer aufholen. Alles zusammen ein bisschen viel, um noch an eine WM-Teilnahme zu glauben. 

Zlatko Junuzovic

Österreich hat für die letzten beiden Quali-Spiele auch eine Absagenflut zu verkraften – unter anderem fehlt Werder-Profi Zlatko Junuzovic. Florian Kainz ist dabei.

Milos Veljkovic 

Milos Veljkovic

Erstmals steht der Verteidiger im Aufgebot der serbischen A-Nationalelf. Vielleicht feiert er am Freitag im Duell mit Kainz und der ÖFB-Auswahl sein Debüt und ist dabei, wenn Serbien die Qualifikation perfekt macht. Das Team führt die Gruppe D mit vier Zählern Vorsprung auf Wales an, braucht aus den Partien in Österreich und gegen Georgien (Montag, 20.45 Uhr in Belgrad) also noch einen Sieg, um alles klar zu machen.

Jiri Pavlenka / Theodor Gebre Selassie

Jiri Pavlenka

WM im TV – das ist die Perspektive für die beiden Tschechen. Vor den abschließenden Duellen mit Aserbaidschan und San Marino hat der deutsche Gruppengegner keine Aussichten mehr auf die WM-Teilnahme. Vielleicht kommt der bei Werder zuletzt formstarke Keeper Pavlenka in den unbedeutenden Spielen auf seinen dritten Länderspieleinsatz. 

Theodor Gebre Selassie

Gebre Selassie reiste nicht zum Nationalteam, er wird in diesen Tagen zum zweiten Mal Vater.

Niklas Moisander

Niklas Moisander

Finnland hat zwar eine direkte Grenze mit Russland, von der WM ist das Land aber soweit entfernt wie nur was. Kapitän Moisander und sein Team haben in Gruppe I nur sieben Punkte gesammelt, können also allerhöchstens noch als Stolpersteiner und Spielverderber für Spitzenreiter Kroatien (Freitag, 19.45 Uhr in Rijeka) oder für den aktuellen Dritten Türkei (Montag, 20.45 Uhr in Turku) betätigen.

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