Pyro in Fußball-Stadien: Jetzt hat sich Hubertus Hess-Grunewald, Präsident von Werder Bremen, für ein kontrolliertes Abbrennen der Pyrotechnik ausgesprochen!
+
Pyro in Fußball-Stadien: Jetzt hat sich Hubertus Hess-Grunewald, Präsident von Werder Bremen, für ein kontrolliertes Abbrennen der Pyrotechnik ausgesprochen!

Debatte über Pyros im Profi-Fußball

Werder-Präsident Hubertus Hess-Grunewald plädiert für „kontrolliertes Abbrennen“ von Pyro-Fackeln

Bremen - Jährlich muss der SV Werder Bremen Zehntausende Euro Strafe zahlen, weil seine Fans im heimischen Wohninvest Weserstadion oder in den Gästeblocks anderer Arenen Pyrotechnik zünden.

Der Einsatz von „Pyros“ ist verboten und sorgt darüber hinaus wegen der Gefahren, die vom Abbrennen der Bengalos, Rauchtöpfe und Co. ausgehen, für Diskussionen. Erst kürzlich sorgten die Fans des VfB Stuttgart für Pyro-Ärger im Wohinvest Weserstadion, weil sie die Anhänger des SV Werder Bremen, die unterhalb des Gästeblocks sitzen, gefährdeten. Jetzt hat sich Werder-Präsident Hubertus Hess-Grunewald zur Debatte geäußert - und geäußert, dass er einem reglementierten Einsatz von Pyrotechnik im Profi-Fußball nicht ablehnend gegenüber steht.

Man müsse „über einen kontrollierten und legalen Einsatz von Pyrotechnik sprechen“, sagte Hubertus Hess-Grunewald im Interview der „Süddeutschen Zeitung“. Im „kontrollierten Abbrennen von Pyro“ sehe er den Weg aus einer „Eskalationsspirale von Repression und Kriminalisierung“, wie der Präsident des SV Werder Bremen der Zeitung sagte. An dem Dialog zu dem Thema müssten sich die Deutsche Fußball-Liga (DFL), der Deutsche Fußball-Bund (DFB), Clubs, Fans, Feuerwehr und die Polizei beteiligen.

Werder-Bremen-Präsident Hubertus Hess-Grunewald: „Wir müssen über einen kontrollierten und legalen Einsatz von Pyrotechnik sprechen“

Hubertus Hess-Grunewald hatte vor etwa zwei Wochen den umstrittenen Einsatz der Wolfsburger Polizei am ersten Bundesliga-Spieltag kritisiert, an dem die Polizei aus Befürchtungen vor Pyrotechnik strenge Kontrollen der Anhänger von Werder Bremen anordnete. Werder-Ultras traten daraufhin die Rückfahrt nach Bremen an. Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) räumte später Versäumnisse bei der Arbeit der Beamten ein. (dpa/nag)

DIE DEICHSTUBE ALS KOSTENLOSE APP

Die DeichStube gibt es jetzt auch als kostenlose App. Einfach downloaden!

Kommentare