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Fans von Werder Bremen zündeten am Samstagabend im DFB-Pokal-Spiel gegen Atlas Delmenhorst in der Ostkurve des Weserstadions Pyrotechnik.

Auch Fan-Proteste gegen Wohninvest

Kohfeldt verärgert über Pyrotechnik im Weserstadion

Bremen – Gleich zwei Mal rauchte es in der Ostkurve: Anhänger des SV Werder Bremen brannten am Samstagabend beim 6:1-Sieg im DFB-Pokal-Spiel gegen den SV Atlas Delmenhorst verbotenerweise Rauchbomben und Bengalos ab.

Die Polizei hat bereits entsprechende Strafanzeigen gefertigt. Auch Werder-Coach Florian Kohfeldt reagierte auf die Vorkommnisse und fand dabei deutliche Worte: „Die Pyrotechnik war nicht gut. Das ist nicht erlaubt, das muss nicht sein!“ Schließlich entstehen beim Abbrennen hohe Temperaturen, die Verbrennungsgefahr für die umstehenden Zuschauer ist enorm. Auch der Rauch ist nicht ungefährlich für das Publikum.

Pyrotechnik: Werder Bremen mit sechsstelligen Strafzahlungen

Werder-Anhänger haben in der Vergangenheit schon mehrfach gezündelt – fast immer aber bei Auswärtsspielen. Im vergangenen Jahr musste der Bundesligist eine sechsstellige Summe an Strafen bezahlen, die der DFB ausgesprochen hatte.

Neben der Pyrotechnik gab es beim Pokalspiel weitere auffällige Fan-Aktionen. Dabei ging es um den neuen Namenssponsor des Weserstadions: das Immobilienunternehmen Wohninvest. „Weserstadion bleibt Weserstadion“ stand auf einem großen Banner in der Ostkurve. Und über der Loge des Sponsors prangte der Hinweis mit einem deutlich sichtbaren Pfeil nach unten: „Immobilienhaie: Vorsicht, bissig!“

Protestbanner von Werder-Anhängern im Weserstadion.

Fan-Protest bei Werder Bremen gegen Wohninvest

Kohfeldt hatte – anders als bei der Pyrotechnik – damit kein Problem: „Ich verstehe es total, wenn die Fans ihren Protest zum Ausdruck bringen. Das ist völlig legitim. Wir sind ein Verein, in dem Meinungsvielfalt gewünscht ist.“ 

Der Werder-Coach betonte aber zugleich, dass es gute Gründe für die Geschäftsführung gab, den Vornamen des Weserstadions an Wohninvest zu verkaufen. Die Bremer Weserstadion GmbH, die je zur Hälfte Werder und der Stadt Bremen gehört, erhält in den nächsten zehn Jahren jährlich drei Millionen Euro von dem Unternehmen aus Fellbach. Damit ist die Finanzierung der Arena wieder angenehmer für Werder. In der vergangenen Saison hatte der Bundesligist finanziell einspringen müssen, weil für den bisherigen Sponsor EWE, der auf den Namen verzichtet hatte, kein Nachfolger gefunden war. Durch die diversen Umbauten liegt auf dem Weserstadion noch eine Schuldenlast von über 70 Millionen Euro. (kni)

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