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Den SV Werder Bremen zieht es zukünftig nach Kanada und Vietnam. Aber warum eigentlich?

Neue Reiseziele für die Vermarktung

Werder Bremen zieht es nach Vietnam und Kanada

Bremen – Vor fast sechs Jahren war der SV Werder Bremen mal auf großer Werbetour in China, Anfang 2019 dann in Südafrika, doch nun hat der Bundesligist zwei ganz andere Regionen als seine Zielmärkte für die Zukunft festgelegt: Vietnam und Kanada/Nordamerika.

Dort will sich Werder Bremen künftig mit Unterstützung der Deutschen Fußball-Liga (DFL) engagieren, bestätigt Klaus Filbry, der Vorsitzende der Geschäftsführung, im Gespräch mit der DeichStube.

Die Auslandsvermarktung ist ein wichtiges Thema für den Club, wenngleich Filbry natürlich weiß, dass in Zeiten des Abstiegskampf solchen Nachrichten oft mit Kritik oder sogar Spott begegnet wird. „Aber wir dürfen doch jetzt unsere Arbeit bei den relevanten Zukunftsthemen nicht einstellen und alles stehen und liegen lassen“, mahnt Filbry. Also wird nicht nur sportlich daran gearbeitet, dass Werder Bremen erstklassig bleibt, sondern auch wirtschaftlich. 

Werder Bremen will seine Bekanntheit im Ausland weiter steigern

Denn letztlich will der Verein durch sein Engagement seine Bekanntheit im Ausland steigern und bestenfalls Sponsoren gewinnen. Außerdem honoriert die DFL diesen Einsatz mit nicht unerheblichen Zahlungen, damit sich das Produkt Bundesliga weltweit noch besser verkauft.

Aber warum Vietnam und Kanada/Nordamerika? „Wir wollten nicht in die Regionen, die von den großen Clubs der Topligen schon überschwemmt werden“, erklärt Filbry und meint damit vor allem China und die USA. In Vietnam hätte Werder viel bessere Chancen, wahrgenommen zu werden – und der Markt sei durchaus interessant. Aber in dieser Region gehe es vor allem auch darum, der sozialen Verantwortung des Vereins gerecht zu werden. Deswegen arbeitet Werder in Vietnam mit der Nicht-Regierungsorganisation „Streetfootballworld“ zusammen.

Werder Bremen: USA- oder Kanada-Reise wegen möglicher Abstiegsrelegation Zukunftsmusik

In Kanada ist der Ansatz ein anderer, da steht der finanzielle Aspekt mehr im Vordergrund. Helfen soll dabei Paul Stalteri, der mit Werder 2004 das Double geholt hat. „Wir haben schon erste Gespräche mit ihm geführt. Er kann uns dort sicher die eine oder andere Tür öffnen“, sagt Filbry. Den Bereich Nordamerika habe Werder vor allem wegen seines Stürmers Josh Sargent dazugenommen. Schon nach der vergangenen Saison wollten die Bremer in der Heimat des US-Amerikaners in St. Louis ein Testspiel bestreiten. Aus Termingründen musste Werder aber absagen. In Zukunft sei es durchaus denkbar, dass die Bremer quasi erst bei den Sargents vorbeischauen, um dann nach Kanada zu reisen.

Aber das ist Zukunftsmusik: Wegen einer möglichen Abstiegsrelegation oder auch einer Teilnahme am DFB-Pokalfinale sind für Werder Bremen nach dieser Saison keine Werbetouren möglich. (kni)

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