Fabio Chiarodia wurde mit seiner Einwechslung im Spiel beim SC Paderborn zum jüngsten Spieler, den der SV Werder Bremen jemals im DFB-Pokal eingesetzt hat.
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Fabio Chiarodia wurde mit seiner Einwechslung im Spiel beim SC Paderborn zum jüngsten Spieler, den der SV Werder Bremen jemals im DFB-Pokal eingesetzt hat.

Dinkci mit Saison-Debüt für die Werder-Profis

Nächster Rekord für Werders „Küken“: Chiarodia ist jüngster Bremer DFB-Pokal-Spieler aller Zeiten

Bremen – Als Niklas Stark im Pokal-Fight beim SC Paderborn nach 73 Minuten auf dem Boden sitzend signalisierte, dass es bei ihm nicht mehr weitergeht, da hatte sie wieder einmal geschlagen, die Stunde von Rekordbrecher Fabio Chiarodia. Wenige Sekunden später betrat der Abwehrspieler mit der Rückennummer 39 als fünfter Bremer Einwechselspieler den Rasen und wurde damit im Alter von 17 Jahren, vier Monaten und 14 Tagen zum jüngsten Spieler, der jemals für den SV Werder Bremen im DFB-Pokal aufgelaufen ist. Chiarodia beerbte damit einen gewissen Nick Woltemade, der vor knapp zweieinhalb Jahren bei der 0:2-Niederlage im Viertelfinale gegen Eintracht Frankfurt, und damit wenige Tage nach seinem 18. Geburtstag, sein Bremer Pokal-Debüt gegeben hatte.

Für den gebürtigen Oldenburger Fabio Chiarodia war der Einsatz beim bitteren Bremer Pokal-Aus (6:7 nach Elfmeterschießen) der erste für die Profis des SV Werder Bremen in der laufenden Saison. Ein Fakt, der auch auf den zuletzt immer wieder von Verletzungsproblemen geplagten Eren Dinkci zutrifft. Der 20-jährige Stürmer kam gegen den SC Paderborn ebenfalls zu seinem Profi-Pflichtspiel-Debüt in dieser Spielzeit. Und angesichts der schwierigen Umstände lieferten beide Jung-Profis durchaus ordentliche Vorstellungen ab. „Die Jungs haben es gut gemacht“, befand auch Werder-Trainer Ole Werner im Anschluss an die Partie, ohne aber weiter auf die Leistung der beiden Debütanten eingehen zu wollen. Das holte Werner im Falle Chiarodia dann am Freitag auch Nachfrage nach.

Werder Bremens Trainer Ole Werner über Fabio Chiarodias Leistung im DFB-Pokal: „Er hat es sehr gut gemacht“

„Er hat es sehr gut gemacht. Zu dem Spielstand, der bei seiner Einwechslung herrschte, hat er sicherlich nicht damit gerechnet, dass er reinkommt. Dafür hat er es außergewöhnlich gut gemacht“, sagte der Coach des SV Werder Bremen über Fabio Chiarodia - und betonte: „Fabio ist ein sehr talentierter Junge, ist sehr klar im Kopf und versucht, sich weiterzuentwickeln. Es war sicherlich eine der positiven Erkenntnisse aus diesem Spiel, dass er einen Schritt weiter ist als noch vor ein paar Wochen und Monaten“, so Ole Werner.

Während des Pokalspiels war Fabio Chiarodia während der Verlängerung mit einem angeblichen Foulspiel bei einer Ecke an Gegenspieler Robert Leipertz etwas unfreiwillig in den Mittelpunkt des Geschehens gerückt. Niclas Füllkrug hatte Werder Bremen unmittelbar danach mit 3:2 in Führung geköpft. Doch der große Jubel über das vermeintliche Tor verstummte schnell, weil der Treffer nach einem Hinweis des 4. Offiziellen von Schiedsrichter Frank Willenborg doch noch zurückgenommen wurde. Dabei hatte Chiarodia Leipertz regelkonform geblockt. „Mittlerweile hat ja jeder gesehen, dass es kein Foul war. Es ist also kein Problem, mit dem er sich rumschlägt“, sagte Ole Werner über Chiarodia.

Fabio Chiarodia und Eren Dinkci geben gegen den SC Paderborn ihr Pflichtspieldebüt für Werder Bremen in dieser Saison

Seit seinem Zweitliga-Debüt im vergangenen Dezember gegen Jahn Regensburg ist Fabio Chiarodia Werders jüngster Spieler aller Zeiten. Bei seinem zweiten Profieinsatz im Spiel beim SC Paderborn erledigte er seinen Job in der Defensive zuverlässig und ohne größere Fehler. Natürlich machte sich in der Spieleröffnung hier und da etwas die fehlende Routine bemerkbar, aber diese von einem 17-Jährigen in einem derart hektischen Spiel zu erwarten, wäre auch vermessen gewesen.

Und auch der eingewechselte Eren Dinkci sorgte nach seiner Hereinnahme für Oliver Burke zumindest für ein wenig Belebung des bis dahin schwachen Bremer Offensivspiels und hatte die eine oder andere ordentliche Szene im Zusammenspiel mit dem starken Leonardo Bittencourt. Allerdings verstolperte der schnelle Angreifer auch eine große Chance. Am Status von Dinkci und Chiarodia dürfte sich insgesamt nichts geändert haben – beide werden auch am Samstag (15.30 Uhr im DeichStube-Liveticker) bei Werders Spiel in Freiburg wieder auf der Bank Platz nehmen. Mit Blick auf Fabio Chiarodia wollte Ole Werner dessen Startelf-Premiere noch im Laufe dieser Saison aber „nicht ausschließen“. (mwi/dco) Auch interessant: So seht Ihr das Bundesliga-Spiel zwischen Werder Bremen und dem SC Freiburg live im TV und im Livestream!

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