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Laut Rigobert Gruber wird es für Werder in dieser Saison nicht eng

„Ich würde noch einen Abwehrspieler holen“

Ex-Profi Gruber hofft auf China-Kracher

Syke - Die Fußballer haben wieder zum Schläger gegriffen – zum Golfschläger. Erstmals fand das Major-Turnier der Gofus, der golfspielenden Fußballer, in Syke statt. Deshalb waren diesmal besonders viele Ex-Werderaner dabei.

Die DeichStube hat vorbeigeschaut und die Experten nach ihrer Meinung zum Bremer Bundesligisten befragt. Den Auftakt der kleinen Interview-Reihe macht Rigobert Gruber. Der 56-Jährige hat von 1981 bis 1986 für Werder gespielt. Heute arbeitet er als Handelsvertreter für Golfbekleidung. Gruber lebt mit seiner Familie in Bremen und hat sich gerade erst zwei Dauerkarten für die neue Saison gekauft.

Herr Gruber, was trauen Sie Werder in dieser Saison zu?

Rigobert Gruber: Mit dem Abstieg wird Werder diesmal nichts zu tun haben. Okay, das Auftaktprogramm ist schwierig, aber es wird nicht eng. Ich glaube an einen einstelligen Tabellenplatz.

Auf welchen Werder-Spieler freuen Sie sich besonders?

Gruber: Ich bin gespannt, ob Max Kruse sein Niveau halten kann.

War es richtig, den Vertrag mit Claudio Pizarro nicht mehr zu verlängern?

Gruber: Ja. Irgendwann geht die Kurve einfach nach unten, gerade bei Feldspielern. Claudio ist doch ein typisches Beispiel: Wenn du älter bist, verletzt du dich schneller und brauchst auch länger, um zurückzukommen. Dann musst du mehr machen, um wieder top zu sein – und deshalb verletzt du dich dann oft wieder.

Muss sich Werder noch verstärken?

Gruber: Ich würde noch einen Abwehrspieler holen, hinten musst du einfach stabil stehen.

Wie bewerten Sie die Arbeit von Trainer Alexander Nouri?

Gruber: Er hat seine Vorstellungen, die er durchzieht. Er hat sich gut entwickelt. Aber dieses Geschäft ist ganz eng, da geht es schnell in die eine oder andere Richtung.

Werder hat erstmals einen Chinesen verpflichtet und gleichzeitig Sponsoren aus China bekommen. Das wirkt wie ein Marketing-Gag. Was halten Sie davon?

Gruber: Den Spieler kenne ich nicht und kann ihn deshalb nicht beurteilen. Ich habe in Frankfurt mit Bum-Kun Cha zusammen gespielt. Der war damals als Südkoreaner ein echter Exot in der Bundesliga. Heute ist doch alles bunt gemischt. Wer weiß, vielleicht geht er ja ab wie eine Rakete und wir wundern uns alle.

Hat Werder auf Dauer überhaupt eine Chance gegen die ganzen finanzstärkeren Clubs in der Bundesliga zu bestehen?

Gruber: Drin zu bleiben, ja. Aber oben mitzuspielen, das wird auf Dauer schwierig. Vielleicht gibt es irgendwann mal auch hier neue Geldgeber.

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