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Robert Bauer muss sich derzeit mit seiner Rolle als Reservist begnügen.

Verteidiger noch ohne Einsatz unter neuem Trainer

Bauer ist sauer, Kohfeldt versteht es

Bremen - Unter Alexander Nouri war er Stammspieler, ohne Wenn und Aber – dieses Privileg ist Robert Bauer seit der Amtsübernahme von Trainer Florian Kohfeldt bei Werder allerdings los.

In den bisher vier Spielen unter Kohfeldts Leitung kam der 22-Jährige nicht zum Einsatz, zuletzt stellte er seinen Frust darüber offen zur Schau, was einem Coach eigentlich nicht gefallen kann. Kohfeldt zeigte am Dienstag allerdings Verständnis für die schlechte Laune des Verteidigers und sprach ihm sogar ein Lob aus.

Kohfeldt: „Er muss sauer sein“

„Natürlich ist Robert sauer darüber, dass er nicht spielt, aber wenn er es nicht wäre, dann wäre es falsch. Er muss sauer sein“, sagte der Trainer über den Profi, der kurz vor dem Ende des Heimspiels gegen Stuttgart (1:0) wegen seiner Nicht-Einwechslung frustriert sein Leibchen auf den Boden geschmissen hatte.

Es war eine Szene, die Kohfeldt zwar nicht gefallen hatte, die er aber durchaus nachvollziehen konnte und nicht überbewertet wissen will. „Man kann das so machen, man muss es aber vielleicht nicht so machen“, sagte Kohfeldt.

Bauer wohl noch länger auf der Bank

Dann betonte er: „Eine Minute später war das Spiel aber vorbei, und der Erste, der mich umarmt hat, war Robert Bauer. Es ist doch klar, dass er frustriert ist, aber ich empfinde ihn nicht so, dass er sich zurückzieht, bockig ist und nichts mehr macht.“ Ganz im Gegenteil: „Er versucht jeden Tag, seine Leistung zu bringen, und das ist genau der richtige Weg.“

Kohfeldt hatte sich bisher stets für Theodor Gebre Selassie auf der Position des Rechtsverteidigers entschieden. „Wenn Theo funktioniert, und das hat er getan, dann tut man sich schwer, etwas zu ändern. Wir sind nicht in der Situation, wo wir Geschenke verteilen müssen.“ Das klingt stark danach, als ob sich Bauer noch etwas länger mit der Rolle auf der Bank begnügen muss. „Es ist aber auf keinen Fall eine Schublade, aus der man nicht mehr rauskommt“, erklärte Kohfeldt.

Robert Bauer: Seine Karriere in Bildern

Robert Bauer
Robert Bauer begann seine Laufbahn beim FSV Buckenberg und in der Jugend des Karlsruher SC. Zur Saison 2014/15 verpflichtete der FC Ingolstadt den damals 19-Jährigen.  © nordphoto
Robert Bauer
Mit Ingolstadt gelang ihm in seiner ersten Saison der Aufstieg in die Erste Liga, in der Spielzeit 2015/16 absolvierte er dort 24 Partien und traf einmal. © imago
Robert Bauer
Zur Saison 2016/17 wechselte er zu Werder, wo er die Defensive verstärken soll.  © nordphoto
Robert Bauer
Bauer wurde direkt zum Stammspieler und stand in 27 Pflichtspielen auf dem Platz. © nordphoto
Robert Bauer
Komplett auf der Bank blieb er nur an vier Spieltagen im Herbst 2016, anschließend wurde er wieder über 90 Minuten eingesetzt. © nordphoto
Robert Bauer
Im Spiel gegen den SC Freiburg zog er sich einen Außenbandriss im Sprunggelenk zu, musste aber nur zwei Partien pausieren. © Gumz
Robert Bauer
Am vorletzten Spieltag gegen Hoffenheim erzielte Bauer dann sein erstes Ligator für die Grün-Weißen. © Gumz
Robert Bauer
Auch zu Beginn der Saison 2017/18 war der Verteidiger gesetzt, rutschte aber wie im Jahr zuvor im Herbst aus der Startelf.  © Gumz
Robert Bauer
Für die deutsche U20-Nationalmannschaft wurde Bauer erstmals 2015 nominiert, nahm mit dem Team im selben Jahr auch an der Weltmeisterschaft teil und erreichte das Viertelfinale. © imago
Robert Bauer
Horst Hrubesch berief ihn ein Jahr später in die Olympia-Mannschaft, das deutsche Team holte die Silbermedaille.  © imago
Im Verlauf der Saison konnte Bauer nur Spielminute bei einem Ausfall von Gebre Selassie sammeln.
Im Verlauf der Saison konnte Bauer nur Spielminuten bei einem Ausfall von seinem Teamkollegen Theodor Gebre Selassie sammeln. © gumzmedia
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