Robin Dutt lobt den Weg des SV Werder Bremen, auch in der Krise an Trainer Florian Kohfeldt festzuhalten. Ist es womöglich sogar der beste Weg seit Thomas Schaaf?
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Robin Dutt lobt den Weg des SV Werder Bremen, auch in der Krise an Trainer Florian Kohfeldt festzuhalten. Ist es womöglich sogar der beste Weg seit Thomas Schaaf?

„Der beste Weg seit Thomas Schaaf“

Ex-Werder-Trainer Robin Dutt findet Bremens Weg „einfach wohltuend“ und lobt Florian Kohfeldt

Bremen - Anruf bei Robin Dutt. Eine typische Fußball-Statistik hat den ehemaligen Trainer des SV Werder Bremen gerade an der Weser zurück ins Rampenlicht befördert.

„Ich habe es zur Kenntnis genommen – nicht mehr und nicht weniger“, sagt der 55-jährige Robin Dutt und lacht. Denn die Tatsache, dass er bis zum vergangenen Wochenende der letzte Werder-Trainer war, dem 2014 drei Spiele ohne Gegentor in Folge geglückt sind, mag er nun wirklich nicht überbewerten. Da redet er mit der DeichStube lieber über den besonderen Umgang des SV Werder Bremen mit seinem Nach-Nach-Nachfolger Florian Kohfeldt.

Werder Bremen: Robin Dutt vergleicht Florian Kohfeldt mit Thomas Schaaf

„Es ist einfach wohltuend, wenn mal nicht die Trainerentlassung der einzige Mechanismus ist, der einem Club in einer schwierigen Situation einfällt“, lobt Dutt Werders Festhalten an Kohfeldt: „Florian passt zu Werder. Er kommt aus dem Club. Er kann die verschiedenen Situationen sehr gut moderieren, er lässt guten Fußball spielen und er zeigt auch mal klare Kante. Mit ihm kann Werder einen guten Weg gehen, vielleicht ist es sogar der beste Weg seit Thomas Schaaf.“

Robin Dutt selbst war 2013 der Nachfolger von Schaaf nach dessen 14-jähriger Ära gewesen. Nach einer Saison als Tabellenzwölfter und dann neun Spielen ohne Sieg (vier Unentschieden, fünf Pleiten) wurde Dutt im Herbst 2014 entlassen. Ihm folgte erst Viktor Skripnik (mit Co-Trainer Kohfeldt), dann Alexander Nouri. Seit zweieinhalb Jahren hat Florian Kohfeldt das Sagen und ist in dieser Saison mit der Mannschaft in die Krise geraten.

Robin Duttt lobt Werder Bremen für Festhalten an Trainer Florian Kohfeldt

Dutt, der bis August 2019 den Zweitligisten VfL Bochum trainiert hat, erinnert dabei an seinen Ex-Club SC Freiburg, der Trainern möglichst lange das Vertrauen geschenkt hat und mit Volker Finke sowie Christian Streich sogar in die Zweite Liga gegangen ist. Natürlich könne das ein Vorbild für Werder Bremen sein, aber das müsse nach der Saison ganz in Ruhe analysiert werden. Vielleicht sei das auch unnötig, so Robin Dutt: „Im Moment sieht es doch so aus, als würde Werder für seinen Weg belohnt. Das würde ich mir wirklich wünschen, denn ich habe mich dort brutal wohlgefühlt.“

Und dabei übrigens noch eine interessante Statistik hinterlassen: Robin Dutt ist der wohl einzige Trainer, der alle seine Nordderbys (jeweils zweimal gegen den Hamburger SV und Hannover 96) gewonnen hat.

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