Fertigmachen zum Jubeln: Romano Schmid erzielte gegen den SC Paderborn bereits sein drittes Saisontor für Werder Bremen.
+
Fertigmachen zum Jubeln: Romano Schmid erzielte gegen den SC Paderborn bereits sein drittes Saisontor für Werder Bremen.

3. Saison-Tor in Paderborn

Romano Schmid plötzlich Werder-Torjäger - Fritz: „Er hat sich sein Selbstvertrauen hart erarbeitet“

Bremen - Normalerweise sind sie bei Profivereinen nicht gerade übermäßig beliebt, die Länderspielreisen, die für Nationalspieler regelmäßig anstehen. Leistungsträger fehlen dann plötzlich mehrere Tage lang im Training, setzen sich Reisestress und Verletzungsrisiko aus, und nie ist so ganz klar, in welcher Verfassung sie zu ihrem Club zurückkehren. Dass es mit Länderspielreise aber auch ganz anders, nämlich enorm positiv laufen kann, zeigt bei Werder Bremen aktuell das Beispiel Romano Schmid, der sich seit seinem bis dato letzten Aufenthalt beim österreichischen U21-Nationalteam wie verwandelt präsentiert. Zuletzt war das beim 4:3-Erfolg in Paderborn zu beobachten.

„Die Reise vor einigen Monaten hat ihm auf jeden Fall richtig gut getan“, sagt Werders Leiter Profifußball und Scouting Clemens Fritz und meint damit Romano Schmids Trip aus dem November. In der U21-EM-Qualifikation trat der 21-Jährige damals mit Österreich gegen Aserbaidschan (3:0) und Kroatien (1:3) an - und erzielte zunächst zwei, dann einen Treffer. „Danach ist für ihn auch bei uns der Knoten geplatzt“, freut sich Fritz. Mit dem Rückenwind aus der U21 überwand Schmid auch bei Werder Bremen seine lange, torlose Zeit und traf in seinem 42. Pflichtspiel (beim 4:0 gegen Aue) erstmals überhaupt für die Grün-Weißen. Es folgte ein weiteres Tor beim 4:1 in Hannover sowie jenes am Samstag zum zwischenzeitlichen 2:3, nach einer Ecke, in Paderborn.

Schon gelesen? So seht Ihr das Testspiel Werder Bremen gegen PEC Zwolle im Live-Stream!

Werder Bremen: Plötzlich Torjäger! Romano Schmid trifft in Paderborn bereits zum dritten Mal

„Es war schon vor der Ballannahme zu sehen, dass er vorhat, aufs Tor zu schießen“, sagt Fritz - und betont: „Romano denkt nicht mehr so viel nach, sondern löst viele Situationen einfach intuitiv.“ In Ostwestfalen kam dabei ein herrlicher Treffer heraus, der freilich auch Cheftrainer Ole Werner gefallen hatte. „Es freut mich für Romano, dass er wieder getroffen hat“, sagte der 33-Jährige, der von seinen Offensivspielern stets fordert, „dass sie sich im torgefährlichen Raum ihre Torgefahr bewahren sollen“. Heißt: Dass sie schießen sollen.
 
Romano Schmid scheint das inzwischen endgültig verinnerlicht zu haben, befand sich zuletzt regelmäßig unter den Torschützen des SV Werder Bremen. „Er hat sich sein Selbstvertrauen hart erarbeitet“, lobt Fritz. Und das kann dann gerne auch mal beim Nationalteam seinen Anfang nehmen. (dco)

DIE DEICHSTUBE ALS KOSTENLOSE APP

Die DeichStube gibt es jetzt auch als kostenlose App. Einfach downloaden!

Kommentare