Kevin Schindler (links) und Nelson Valdez hospitieren derzeit beim SV Werder Bremen.
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Kevin Schindler (links) und Nelson Valdez hospitieren derzeit beim SV Werder Bremen.

Werder-Ex-Profis hospitieren im Nachwuchsleistungszentrum

Valdez und Schindler zurück bei Werder Bremen: Ex-Profis hospitieren an alter Wirkungsstätte

Bremen – Einst standen sie als Profis für den SV Werder Bremen auf dem Platz, jetzt feierten beide ihr Comeback an der Seitenlinie – als Trainer-Lehrlinge! Double-Sieger Nelson Valdez darf im Rahmen seiner Ausbildung ab sofort im Trainerteam der U23 in der Regionalliga Nord mitmischen. „Ich mache meinen Trainerschein, brauche dafür auch Praxis-Erfahrung. Ich will gucken und lernen“, erklärte der frühere Werder-Stürmer gegenüber der „Bild“. Beim Training am Donnerstag zählte der 38-Jährige erstmals zum Team von Trainer Konrad Fünfstück. Dort wird er bis zum Saisonende (22. Mai) bleiben, ehe er zu Beginn der neuen Spielzeit erneut dazustoßen soll.

Schon deutlich länger zurück an alter Wirkungsstätte ist Kevin Schindler. Der 33-Jährige, der als Spieler 2007 den Sprung aus der Werder-Jugend bis zu den Profis geschafft und dort fünf Bundesliga- und drei Uefa-Pokal-Spiele absolviert hat, hospitiert bereits seit Mitte Februar in der U19 des SV Werder Bremen. Dort schaut er Trainer Christian Brand, der in der laufenden Saison auch einmal als Interimstrainer der Profis im Blickpunkt stand, über die Schulter.

„Ich wollte nach dem Aus auf den Färöern schnellstmöglich wieder auf dem Platz stehen. Von daher habe ich bei Werder angefragt und hier die Chance bekommen, mir in der täglichen Arbeit vieles anzuschauen. Darüber bin ich sehr dankbar“, sagte der Ex-Bremer im Gespräch mit der DeichStube. Kevin Schindlers Hospitation beim SV Werder Bremen ist bis zum Saisonende angedacht.

Werder Bremen: Nelson Valdez hospitiert bei U23-Coach Konrad Fünfstück, Kevin Schindler bei U19-Trainer Christian Brandt

Das Aus bei seiner ersten Trainerstation auf den Färöer-Inseln war bitter. Kevin Schindler hatte aufgrund einer fehlenden A-Lizenz sein Amt als Trainer des HB Tórshavn aufgeben müssen. Doch das hat er inzwischen gut verarbeitet. „Ich schaue nicht gerne zurück. Ich habe das schnell ad acta gelegt und den Blick nach vorne gerichtet“, erklärt der Ex-Profi von Werder Bremen, der nun auf eine neue Aufgabe ab Sommer brennt und daher aktuell viele Gespräche führt. „Ich möchte gerne zur neuen Saison wieder einen Verein finden“, sagt Kevin Schindler, der sich dabei sowohl einen Job in einem Jugendleistungszentrum als auch einen Posten als Herren-Trainer vorstellen kann. „Da bin ich ganz offen“, so der gebürtige Delmenhorster, der zudem auf eine Zusage für den Trainerlehrgang zur A-Lizenz hofft. „In den nächsten Wochen bekomme ich da Bescheid. Die A-Lizenz zu absolvieren, hat für mich einen hohen Stellenwert, das steht jetzt an erster Stelle.“

Während Kevin Schindler sportlich noch auf der Suche ist, hat er privat längst sein großes Glück gefunden. Frau Amanda hat gerade das erste gemeinsame Kind geboren. Schindler: „Alle sind gesund und munter – das ist das Wichtigste. Jetzt freue ich mich auf die gemeinsame Zeit.“ (mwi)

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