Marco Bode (3.v.r.) und Rune Bratseth (2.v.r., mit Dietmar Beiersdorfer) waren Kollegen bei Werder Bremen und sind gute Freunde.
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Marco Bode (3.v.r.) und Rune Bratseth (2.v.r., mit Dietmar Beiersdorfer) waren Kollegen bei Werder Bremen und sind gute Freunde.

Bode erzählt Anekdote zu Bratseths 60. Geburtstag

Als Werder-Legende Rune Bratseth vom eigenen Sohn verkauft wurde

Bremen – Gefordert ist eine kleine Anekdote – schließlich wird Rune Bratseth, eine Legende des SV Werder Bremen, 60 Jahre alt. Da wird doch ein ehemaliger Mannschaftskollege und guter Freund wie Marco Bode eine möglichst noch nicht so bekannte Geschichte des in Bremen so beliebten Norwegers liefern können. Und er kann!

„Rune hat ja mit seiner Familie am Bürgerpark gewohnt. Und dort haben wir ihn sonntags mal besucht“, erinnert sich Marco Bode. Es muss Anfang der 1990er-Jahre gewesen sein. „Plötzlich kam Runes Sohn rein. Eivind war so sechs, sieben Jahre alt und bat seinen Vater um ein paar Autogrammkarten, die er auch bekam“, erzählt Bode und beginnt schon, leicht an zu lachen: „Nach einer Zeit kam Eivind zurück und wollte noch mehr Karten, weil er die anderen im Bürgerpark für eine Mark pro Stück verkauft hatte. Das war Rune so peinlich...“

Denn Rune Bratseth war überhaupt nicht der Star, der sich im Erfolg sonnen wollte. „Aber er war extrem ehrgeizig. Und diese Kombination, unbedingt gewinnen zu wollen, das aber nicht um jeden Preis, sondern immer fair, das hat mir sehr gefallen“, sagt Bode und fügt noch an: „Für Rune war der Fußball immer wichtig, aber nicht das Wichtigste auf der Welt. Diese Haltung fand ich gut – und die steht irgendwie auch für Werder. Rune ist ein außergewöhnlicher Mensch und war ein Vorbild für mich.“

Rune Bratseth für Marco Bode einer der größten Spieler in der Geschichte des SV Werder Bremen

Marco Bode zählt Rune Bratseth zu den „größten Werder-Spielern aller Zeiten – und das nicht wegen seiner Körpergröße“. Der Norweger misst 1,93 Meter. „Er war damals der schnellste Spieler in der Bundesliga, wenn die Strecke länger als drei Meter war. Und seine Sprungkraft war enorm. Rune wäre heute ein in ganz Europa sehr gefragter Spieler“, legt sich Bode fest.

Der heutige Aufsichtsratschef des SV Werder Bremen ist neun Jahre jünger als Bratseth. „Für mich war er wie ein großer Bruder in der Kabine.“ Sie sind sehr gute Freunde geworden, haben sich oft mit ihren Familien getroffen, einmal im Jahr ging es gemeinsam zum Golfen nach Spanien. „Das müssen wir unbedingt mal wieder machen“, sagt Bode. Aber erst mal will er seinem Freund an diesem Freitag am Telefon zum 60. Geburtstag gratulieren. (kni)

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