Zeugnisse für den Sturm des SV Werder Bremen: Davie Selke (re.) blieb nahezu wirkungslos, Yuya Osako (li.) drehte im Saisonendspurt noch mal auf.
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Zeugnisse für den Sturm des SV Werder Bremen: Davie Selke (re.) blieb nahezu wirkungslos, Yuya Osako (li.) drehte im Saisonendspurt noch mal auf.

Werder in Noten

Werder-Saison-Zeugnis Angriff: Mehr laues Lüftchen als Sturm - Davie Selke wirkungslos, Füllkrug-Ausfall wiegt schwer

Bremen – Der Sturm hat nachgelassen! Was in Wetterberichten eine durchaus willkommene Nachricht ist, war für den SV Werder Bremen in der abgelaufenen Saison ein elementares Problem.

Zwar erzielten die Stürmer knapp 60 Prozent aller Tore des SV Werder Bremen, was als Wert durchaus in Ordnung ist, aber in der Summe waren es eben nur 25 Treffer, die auf das Konto der Werder-Angreifer gingen. Zu wenig, um sich von Clubs wie Paderborn und Düsseldorf (je 22 Stürmertore) oder Mainz 05 (23) abzusetzen. Viel lag sicherlich an dem monatelangen Ausfall von Niclas Füllkrug, aber gewiss nicht alles. Yuya Osako, Milot Rashica und Josh Sargent haben zu lange zu wenig geliefert. Claudio Pizarro spielte in seiner letzten Saison als Profi gar keine Rolle mehr. Null Tore, null Vorlagen des Altmeisters.

Werder Bremen-Stürmer Johannes Eggestein

Er ist erst 22 Jahre alt und schon ein bisschen in Vergessenheit geraten. Johannes Eggestein, um dessen Vertragsverlängerung der SV Werder Bremen in der Vorsaison noch erfolgreich gekämpft hatte, verschwand plötzlich im Nichts. Als Startelfspieler war er in die Saison gegangen, hatte zum Bundesliga-Auftakt gegen Fortuna Düsseldorf (1:3) auch das erste Tor der Saison erzielt, doch als Zuhausebleiber ging er wieder raus aus der Spielzeit. Zum Re-Start nach der Corona-Pause wurde Eggestein noch gegen Leverkusen eingewechselt, danach berief Trainer Florian Kohfeldt ihn nicht mehr in den Kader. Wieso? Sportliche Gründe, erklärte der Coach. Tatsächlich hatte Eggestein seinem Treffer am ersten Spieltag nichts Zählbares mehr folgen lassen, bei seinen zumeist kurzen Einsätzen blieb er blass.

Spiele: 14

Tore/Vorlagen: 1/0

Minuten gespielt: 504

Note der DeichStube: 4,08

Werder Bremen-Angreifer Yuya Osako

Der Mann der Extreme bei Werder Bremen. Kein anderer Spieler bewegt sich auf der Notenskala so sehr rauf und runter wie Yuya Osako. Von „1“ bis „6“ ist bei ihm alles dabei. Die Bestnoten gab es für seine Gala-Auftritte beim 3:2 gegen den FC Augsburg und beim 6:1 gegen den 1. FC Köln – jeweils mit einem Tor-Doppelpack. „Ungenügend“ hieß es dagegen beim 0:3 in Leipzig. Diese Unterschiede bilden auch ganz gut ab, wie Osakos Saison war. Der Japaner wurde für viele Fans zur Reizfigur, weil er sich auf dem Platz zu oft unsichtbar machte. Vom 13. bis zum 30. Spieltag blieb der 30-Jährige sogar ohne Tor und Assist – eine dramatisch lange Zeit. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass Osako im Saisonendspurt zu den besten Bremern zählte. Nach der Corona-Pause blühte er auf, vier seiner acht Saisontore erzielte er in den letzten vier Partien.

Spiele: 30

Tore/Vorlagen: 8/2

Minuten gespielt: 2009

Note der DeichStube: 3,58

Werder Bremen: So lief es für Milot Rashica

Bis zum 1:6 bei Bayern München schien es, als würde Milot Rashica zu einer Riesennummer werden in der Bundesliga. In elf Einsätzen hatte er – das Spiel in München inklusive – sieben Tore erzielt. Doch dann ging nichts mehr. Torflaute bis zum letzten Spieltag, die Chronisten zählten am Ende 1365 Spielminuten ohne Erfolgserlebnis in der Liga. Rashicas Marktwert – zwischenzeitlich auf 35 Millionen Euro taxiert – sackte wieder ab. Aber nicht so tief, als dass Werder Bremen nicht weiter darauf hoffen dürfte, 25 Millionen Euro für Rashica zu erlösen. RB Leipzig ist interessiert, pokert aber noch um den Preis. Bekommen würden die Sachsen einen Linksaußen, der zwar hochveranlagt ist, der sich aber in schwierigen Situationen runterziehen lässt. Kurz vor Ende der Saison wirkte Rashica so mutlos und zermürbt, dass Kohfeldt ihn sogar auf die Bank setzte. Danach folgte das Bundesliga-Finale gegen Köln mit einem Tor und zwei Assists. Das stimmt versöhnlich, dennoch blieb der Gesamteindruck, dass Rashica sein Potenzial nicht ansatzweise ausgeschöpft hatte – trotz der Werder-internen Top-Quote von acht Toren und sieben Torvorbereitungen.

Spiele: 30

Tore/Vorlagen: 8/7

Minuten gespielt: 2447

Note der DeichStube: 3,76

Werder Bremen-Stürmer Niclas Füllkrug

Wie die Saison wohl für Werder Bremen gelaufen wäre, wenn sich der Neuzugang nicht nach dem vierten Spieltag das Kreuzband und den Außenmeniskus im linken Knie gerissen hätte? Behauptung: Vieles wäre besser gewesen, den Abstiegskampf hätte es für Werder nicht gegeben. Ohne Mittelstürmer Niclas Füllkrug fehlte vorne aber die Durchschlagskraft. Und einen „aggressive leader“ hatte das Team auch nicht mehr. Um Füllkrugs Bedeutung herauszustreichen, reichen wenige Zahlen. Vor seiner Verletzung traf er in vier Partien zweimal, nach seinem Comeback in wieder vier Partien wieder zweimal. Jetzt kann man solche Bilanzen nicht einfach hochrechnen, eine Ahnung, wie viel Qualität Werder durch Füllkrugs Verletzung verloren hatte, geben sie dennoch. Zumal: Wer Füllkrug nach dem 0:0 im Relegationshinspiel gegen Heidenheim leidenschaftlich und emotional aufgeladen mit Coach Kohfeldt hatte diskutieren sehen, der wusste, wie sehr der 27-Jährige für seine Aufgabe brennt.

Spiele: 10

Tore/Vorlagen: 4/1

Minuten gespielt: 475

Note der DeichStube: 2,75

Josh Sargent: Vier Tore für Werder Bremen in 30 Spielen

Die Füllkrug-Verletzung bescherte ihm richtig viel Bundesliga-Einsatzzeit. 205 Minuten waren es in der Saison 18/19, 1419 Minuten in der Saison 19/20 (ohne Relegation) – das ist eine Steigerung um das fast Siebenfache. Sargents Tor-Quote hält da allerdings nicht Schritt. Sie verdoppelte sich lediglich von zwei auf vier Treffer – womit wir beim Kernproblem des US-Amerikaners angelangt wären: Er war viel zu wenig torgefährlich. Josh Sargent musste in der Spitze viel arbeiten, pressen, Gegenspieler anlaufen. Das hat er auch fleißig gemacht, aber vor dem Tor fehlten dann Kraft und Konzentration. Wenn der 20-Jährige es schafft, alle Komponenten zusammenzubringen, dann wird aus ihm beim SV Werder Bremen ein richtig guter Stürmer. Aber noch ist er das nicht.

Spiele: 30

Tore/Vorlagen: 4/5

Minuten gespielt: 1513

Note der DeichStube: 3,68

Werder Bremen-Wintertransfer Davie Selke

Was immer sich Sportchef Frank Baumann und Coach Florian Kohfeldt von seiner Verpflichtung in der Winterpause erhofft hatten, eingetreten ist davon nichts. Davie Selke, von Hertha BSC ausgeliehen, hat Werder Bremen überhaupt nicht weitergeholfen. Ein Abstaubertor beim Pokal-Coup gegen Borussia Dortmund war sein Highlight. Ansonsten gibt es über den Rückkehrer nichts Gutes zu berichten. Der 25-Jährige ist zu langsam und zu wenig durchsetzungsstark.

Spiele: 11

Tore/Vorlagen: 0/0

Minuten gespielt: 460

Note der DeichStube: 4,75

*Die Durchschnittsnote der DeichStube errechnet sich aus der Summe der nach den Spielen verteilten Noten geteilt durch die Anzahl der Bewertungen. Eine Saisonnote wurde dabei nur an Spieler vergeben, die zu mindestens fünf Einzelnoten gekommen sind. Berücksichtigt wurden die 34 Bundesliga-Spieltage sowie die zwei Begegnungen in der Relegation.

Das Mittelfeld:

Werder-Saison-Zeugnis Mittelfeld: Das Zentrum der Enttäuschung - Maximilian Eggestein bleibt blass

Das Mittelfeld – kein anderer Mannschaftsteil war bei Werder Bremen in der vergangenen Saison so von geplatzten Hoffnungen und unerfüllten Erwartungen geprägt wie dieser. Das fängt im persönlichen Bereich bei Kevin Möhwald an, der bereit schien, eine Hauptrolle zu übernehmen, dann aber wegen einer schweren Knieverletzung komplett ausfiel.

Es setzte sich fort über Nuri Sahin, der am Ende nicht einmal mehr gut genug für den Kader war. Und schlussendlich war es auch die Geschichte des Maximilian Eggestein, die exemplarisch stand für das Mittelfeld des SV Werder Bremen: So viel Potenzial, so wenig los. Insgesamt fehlte es in der Zentrale an Tempo und Kreativität – sowie lange an einem Spieler, der das Team in der Krise hätte führen können.

Werder Bremen-Allrounder Kevin Vogt

Kevin Vogt

In der Winterpause sprachen die Bosse des SV Werder Bremen darüber, dass die Mannschaft zwar Führungsspieler, aber keinen dominanten Typen in ihren Reihen habe. Dann wurde Kevin Vogt geholt! Zum großen Dominator wurde zwar auch er nicht, dafür war die eigene Fehlerquote schlicht zu hoch, doch dass die Leihgabe aus Hoffenheim dem Team geholfen hat, ist unbestritten. Vogt agierte als Pendler zwischen defensivem Mittelfeld und Abwehr, die durch ihn von einer Dreier- zu einer Fünferkette wurde. Zwar kassierte Werder auch mit Vogt noch reichlich Gegentore, doch die Quote sank deutlich. Von durchschnittlich 2,41 pro Spiel in der Hinrunde auf 1,64 in den Partien mit Vogt in der zweiten Saisonhälfte (ohne Relegation). Schade, dass Werder den 28-Jährigen vermutlich nicht weiter an sich binden kann.

Spiele: 15

Tore/Vorlagen: 0/0

Minuten gespielt: 1200

Note der DeichStube: 3,40

Werder Bremen-Mittelfeldabräumer Philipp Bargfrede

Philipp Bargfrede

Bis zu seinem ersten Startelf-Einsatz vergingen elf Spiele, dann war er für eine kurze Zeit erste Wahl, ehe ihn eine Wadenverletzung stoppte. Nach der Corona-Pause wieder einsatzfähig, aber nicht mehr auf dem sportlichen Level früherer Jahre. Die Verletzungsanfälligkeit ist hingegen unverändert hoch. Zwölf Partien und damit ein knappes Drittel der Saison verpasste der 31-Jährige. Und wenn er zur Verfügung stand, traute Coach Florian Kohfeldt ihm keinen Einsatz über 90 Minuten zu. Philipp Bargfredes maximale Belastungszeit lag in der Saison bei 79 Minuten (0:1 in Köln), die durchschnittliche Einsatzdauer bei 40,5 Minuten.

Spiele: 16

Tore/Vorlagen: 0/0

Minuten gespielt: 648

Note der DeichStube: 3,67

Werder Bremen-Abgang Nuri Sahin

Nuri Sahin

In der Hinrunde ging’s ja noch. Nuri Sahin spielte regelmäßig, die Leistungen waren mittelgut bis mittelschlecht. Einmal auch sehr schlecht – es war das 0:5-Heimdebakel gegen Mainz, in dem der erfahrene und in seiner Laufbahn hochdekorierte Sahin noch vor der Pause ausgewechselt wurde. Der Wendepunkt in einem Arbeitsverhältnis, das Trainer Kohfeldt lange als intakt und fruchtbar bezeichnet hatte. Nach der Winterpause versuchte es der Coach noch dreimal mit Sahin, dann war der ehemalige türkische Nationalspieler außen vor. Und zwar richtig. Kein Einsatz mehr nach Spieltag 21, ab Spieltag 27 tauchte der 31-Jährige nicht mal mehr im Kader auf. Irgendwann wurde das dann mit einer Hüftverletzung begründet. Aber auch ohne eine Blessur hätte Sahin keine Rolle mehr gespielt bei Werder Bremen. Sein Vertrag ist ausgelaufen, die Wege haben sich getrennt.

Spiele: 16

Tore/Vorlagen: 0/3

Minuten gespielt: 1261

Note der DeichStube: 3,78

Werder Bremen-Mittelfeldspieler Maximilian Eggestein

Führungsspieler zu sein – das war sein Anspruch nach einer Saison, in der er sogar in den Kreis der deutschen Nationalmannschaft vorgestoßen war. Aber statt die Entwicklung zu bestätigen, fiel Maxi Eggestein in ein tiefes Leistungsloch. Vielleicht waren es die Nachwehen der U21-EM, die ihm zu schaffen machten. Auf jeden Fall spielte Eggestein bis zur Corona-Unterbrechung eine Saison zum Vergessen. Dennoch blieb er bei Kohfeldt immer gesetzt. Gegen Ende stabilisierte sich Eggestein dann auf einem Niveau, das zwar besser, aber längst nicht das der Vorsaison war.

Spiele: 34

Tore/Vorlagen: 1/3

Minuten gespielt: 3036

Note der DeichStube: 4,07

Werder Bremen-Mittelfeldmotor Davy Klaassen

Davy Klaassen

Er ist der Hauptverantwortliche dafür, dass das Mittelfeld des SV Werder Bremen mit zwölf Toren im Ligavergleich ganz ordentlich abschneidet. Platz sechs immerhin (Quelle: transfermarkt.de). Davy Klaassen hat von den zwölf Toren alleine sieben erzielt. Und dennoch mag man auch ihn für seine Saisonleistung nicht mit Lob überziehen. Viel zu oft war der Niederländer in den vielen schlechten Spielen überhaupt nicht zu sehen. Dabei ist der Anspruch an ihn, das Team zu leiten und da zu sein, wenn es drauf ankommt. Aber wie gesagt: Das Werder-Mittelfeld ist ein Pool voll mit unerfüllten Erwartungen.

Spiele: 35

Tore/Vorlagen: 7/6

Minuten gespielt: 3096

Note der DeichStube: 3,49

Werder Bremen-Mittelfeldspieler Leonardo Bittencourt

Leonardo Bittencourt

So wie Vogt der Wanderer zwischen Mittelfeld und Abwehr war, so wuselte Bittencourt mal im offensiven Mittelfeld und auf den Halbpositionen, mal im Angriff. Dabei fiel meistens sein großer Wille auf, das Spiel zu prägen. Dabei stach aber immer auch eine große Schwäche hervor, die der 26-Jährige schon lange mit sich herumschleppt: der erste Ballkontakt. Weil der zu schlecht ist, gingen bei Leonardo Bittencourt viele Aktionen daneben, die Effektivität litt enorm. Die Highlights seiner Saison waren fraglos die Tore zu den 1:0-Siegen in Freiburg und auf Schalke – schöne Treffer, die lebenswichtig waren für Werder Bremen. (csa)

Spiele: 30

Tore/Vorlagen: 4/2

Minuten gespielt: 1924

Note der DeichStube: 3,67

*Die Durchschnittsnote der DeichStube errechnet sich aus der Summe der nach den Spielen verteilten Noten geteilt durch die Anzahl der Bewertungen. Eine Saisonnote wurde dabei nur an Spieler vergeben, die zu mindestens fünf Einzelnoten gekommen sind. Im Mannschaftsteil Mittelfeld erfüllen Kevin Möhwald, Ilia Gruev, David Philipp und Simon Straudi dieses Kriterium nicht. Berücksichtigt wurden die 34 Bundesliga-Spieltage sowie die zwei Begegnungen in der Relegation.

Die Abwehr:

Werder-Bremen-Saisonzeugnis Abwehr: Jiri Pavlenka oft im Stich gelassen

Noch schlechter war am Ende nur das Schlusslicht. Mit 69 Gegentoren stellte Werder Bremen in der abgelaufenen Saison, die beinahe mit dem Abstieg bestraft worden wäre, die zweitanfälligste Abwehr in der Bundesliga. Lediglich der SC Paderborn kassierte noch mehr Treffer (74).

Kein allzu großes Wunder also, dass die Gesamtbewertung der Defensive des SV Werder Bremen in diesem Sommer ziemlich mau, um nicht zu sagen: mies ausfällt. So bringt es nicht ein einziger Bremer Profi aus der „Abteilung Abwehr“, zu der an dieser Stelle auch die Torhüter zählen sollen, auf eine Durchschnittsnote mit einer 2 vor dem Komma, wie Teil eins des großes Saisonabschlusszeugnisses der DeichStube zeigt. Immerhin: Auf zwei Akteure war (fast) durchgängig Verlass.

Jiri Pavlenka hatte - obwohl in der abgelaufenen Saison der notenbeste Defensivspieler des SV Werder Bremen war - nur selten Spaß beim Verrichten seiner Arbeit.

Werder Bremen-Keeper Jiri Pavlenka

Der Tscheche war auch in der Saison 2019/2020 die unangefochtene Bremer Nummer eins und verpasste lediglich das Auswärtsspiel bei Hertha BSC (2:2) wegen eines Muskelfaserrisses. In seiner dritten Spielzeit im Werder-Trikot lieferte Jiri Pavlenka meist grundsolide Leistungen ab – mit Ausreißern nach oben und unten. So bekam er für die direkt aufeinanderfolgenden desolaten Hinrunden-Auftritte gegen Freiburg (2:2) und Gladbach (1:3) die Noten 5,5 und 5, für seinen Gala-Nachmittag in Wolfsburg dann allerdings die Note 1. Der 28-Jährige wurde vor allem bei Standards regelmäßig von seinen Vorderleuten im Stich gelassen.

Spiele: 35

Tore/Vorlagen: 0/0

Minuten gespielt: 3150

Note der DeichStube: 3,04

Werder Bremen-Abwehrspieler Theodor Gebre Selassie

Theodor Gebre Selassie

Im Grunde lief es wie gehabt: Werder Bremen verpflichtete einen neuen Herausforderer für die rechte Abwehrseite (siehe Michael Lang) – und am Ende spielte doch der ewige Theo Gebre Selassie. Zumindest fast immer. Wegen einer Oberschenkelverletzung, zugezogen während des Auswärtsspiels in München, musste er zwischen dem 15. und 22. Spieltag sechs Partien lang aussetzen. Zuvor hatte der 33-Jährige mehrfach in der Innenverteidigung aushelfen müssen. Neben Pavlenka war er der zuverlässigste Bremer Abwehrspieler – und mit zwei Treffern und drei Vorlagen zudem der gefährlichste.

Spiele: 30

Tore/Vorlagen: 2/3

Minuten gespielt: 2609

Note der DeichStube: 3,28

Werder Bremen-Abwehrspieler Michael Lang

Michael Lang

Der Leihspieler aus Gladbach legte bei Werder Bremen im vergangenen Sommer einen verheißungsvollen Start hin und zeigte gute Auftritte in den Spielen gegen den FC Augsburg (Note 3) und Union Berlin (Note 2,5). Daran konnte der 29-jährige Schweizer aber nie wieder anknüpfen. Nach ganz schwachen Leistungen gegen die Bayern (5,5) und Mainz (6) am Ende der Hinrunde wurde Michael Lang von Trainer Florian Kohfeldt so gut wie gar nicht mehr berücksichtigt und verließ Bremen nach der Saison wieder.

Spiele: 9

Tore/Vorlagen: 0/0

Minuten gespielt: 542

Note der DeichStube: 4,16

Werder Bremen-Abwehrspieler Milos Veljkovic

Milos Veljkovic

Der ruhige Innenverteidiger verpasste wegen seines Zehenbruchs die ersten sechs Spieltage und bot danach eine Saison mit viel Licht, aber auch viel Schatten. Agierte mal besonnen und abgeklärt, in anderen Partien dann aber unerklärlich nervös und fehlerhaft, was die große Noten-Streuung von 2,5 bis 6 erklärt. Im heißen Endspurt – am letzten Spieltag gegen Köln und in der Relegation gegen Heidenheim – war der 24-Jährige eine verlässliche Größe.

Spiele: 26

Tore/Vorlagen: 0/1

Minuten gespielt: 2213

Note der DeichStube: 3,72

Werder Bremen-Abwehrspieler Ömer Toprak

Ömer Toprak

Die großen Erwartungen, die Werder Bremen mit seiner Verpflichtung verbunden hatte, konnte der namhafte Sommer-Neuzugang aus Dortmund zu keinem Zeitpunkt erfüllen. Entweder, weil er verletzt gar nicht erst zur Verfügung stand, oder weil er auf dem Platz Fehler machte. Nach dem 23. Spieltag kam der Innenverteidiger gar nicht mehr zum Einsatz. Am Ende griff die mit dem BVB vereinbarte Kaufverpflichtung trotzdem, sodass Ömer Toprak in der neuen Saison einen neuen Anlauf bei Werder nehmen wird.

Spiele: 10

Tore/Vorlagen: 0/0

Minuten gespielt: 718

Note der DeichStube: 3,87

Werder Bremen-Abwehrspieler Niklas Moisander

Niklas Moisander

Drei Spieltage war die Saison erst alt, da verletzte sich auch der Kapitän des SV Werder Bremen, der wegen einer hartnäckigen Muskelblessur und anschließendem Trainingsrückstand zehn Spieltage verpasste und danach nie so richtig in seinen Rhythmus fand. Am Ende der Hinrunde legte der 34-Jährige – wie so viele seiner Kollegen – in den Spielen gegen Mainz (0:5) und Köln (0:1) zwei ganz bittere Auftritte hin, die ihm die Noten 6 und 5 bescherten. Insgesamt kassierte der so erfahrene Niklas Moisander fünf Mal die Note 5 oder schlechter, was seine Durchschnittsnote trotz guter Rückrundenspiele gegen Düsseldorf, Freiburg und Köln (jeweils Note 2,5) sowie gegen Gladbach (2) in den Keller riss.

Spiele: 23

Tore/Vorlagen: 0/1

Minuten gespielt: 2067

Note der DeichStube: 3,78

Werder Bremen-Abwehrspieler Christian Groß

Christian Groß

Dass er in der Saison 2019/2020 im Alter von 30 Jahren noch zum Bundesligaprofi werden sollte, hätte sich der Abwehrspieler wohl selbst nicht träumen lassen. Werders große Personalnot spülte ihn im Sommer in den Profi-Kader, wo sich Christian Groß ohne viel Anlaufzeit zurechtfand. Lieferte – mit Ausnahme des Hinspiels in München (5,5) und des Rückspiels in Mainz (4,5) – unauffällige Partien ab, die ihm regelmäßig die Noten 3 sowie 3,5 und 4 einbrachten. Auch für die neue Saison ist der gebürtige Bremer für die Bundesliga-Mannschaft des SV Werder Bremen eingeplant.

Spiele: 16

Tore/Vorlagen: 0/0

Minuten gespielt: 895

Note der DeichStube: 3,75

Werder Bremen-Abwehrspieler Ludwig Augustinsson

Ludwig Augustinsson 

Hinter dem Schweden liegt eine komplizierte Saison, in der auch er aufgrund von Verletzungen nie an sein Leistungsmaximum herankam. Es dauerte allein schon bis zum zwölften Spieltag, ehe er nach seiner Knie-OP aus dem Sommer erstmals in der Bundesliga auf dem Platz stand. Später wurde der 26-jährige Linksverteidiger dann noch von muskulären Problemen gestoppt und verpasste weitere neun Spiele. Am Ende wird vor allem sein für Werder lebenswichtiges Tor im Relegationsrückspiel gegen Heidenheim in Erinnerung bleiben, das maßgeblich zur Note 2,5 für diese Partie beitrug. Dieselbe Wertung bekam Ludwig Augustinsson für sein gutes Hinspiel in Wolfsburg. Zweimal setzte es für ihn am Ende aber auch die Note 5 (Hinspiel gegen Mainz, Rückspiel bei Hertha BSC).

Spiele: 14

Tore/Vorlagen: 1/1

Minuten gespielt: 1027

Note der DeichStube: 3,83

Werder Bremen-Abwehrspieler Marco Friedl

Marco Friedl

Wegen des Ausfalls von Ludwig Augustinsson war der 22-jährige Österreicher plötzlich als Stammkraft auf der Position des Linksverteidigers gefordert, was er mal ordentlich bis gut, dann aber wieder fehlerhaft bis desolat löste. Oftmals folgten auf starke Spiele plötzlich wieder unerklärliche Leistungseinbrüche, was bei einem jungen Profi freilich keine Sensation ist. Positiv: Marco Friedl ließ sich davon nie entmutigen, sondern kämpfte sich immer entschlossen zurück. Im Gegensatz zu vielen seiner Teamkollegen kam er zudem verletzungsfrei durch die Saison.

Spiele: 29

Tore/Vorlagen: 1/3

Minuten gespielt: 2352

Note der DeichStube: 3,79

*Die Durchschnittsnote der DeichStube errechnet sich aus der Summe der nach den Spielen verteilten Noten geteilt durch die Anzahl der Bewertungen. Eine Saisonnote wurde dabei nur an Spieler vergeben, die zu mindestens fünf Einzelnoten gekommen sind. In den Mannschaftsteilen Tor/Abwehr erfüllen Stefanos Kapino, Luca Plogmann und Sebastian Langkamp dieses Kriterium nicht. Berücksichtigt wurden die 34 Bundesliga-Spieltage sowie die zwei Begegnungen in der Relegation.

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