Das große Saison-Abschlusszeugnis für das Mittelfeld von Werder Bremen: Christian Groß (links) und Ilia Gruev (mitte) überzeugen, Leonardo Bittencourt (rechts) bleibt etwas hinter den Erwartungen zurück.
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Das große Saison-Abschlusszeugnis für das Mittelfeld von Werder Bremen: Christian Groß (links) und Ilia Gruev (mitte) überzeugen, Leonardo Bittencourt (rechts) bleibt etwas hinter den Erwartungen zurück.

Werder-Kader in der Analyse

Das Werder-Saison-Abschluss-Zeugnis Teil 2: Mittelfeld - Auf Christian Groß ist Verlass

Bremen – Es ist die Schaltzentrale im Spiel einer jeden Fußballmannschaft, kein Wunder also, dass auch beim SV Werder Bremen dem Mittelfeld in der vergangenen Zweitliga-Saison eine große Bedeutung zukam. Wie sich die Profis auf der Sechser- und den beiden Achterpositionen im Bremer Zentrum geschlagen haben, zeigt der zweite Teil des großen Saison-Abschlusszeugnisses der DeichStube.

Christian Groß: Der 33-Jährige war auch in der 2. Liga Werders „Mister Zuverlässig“ und überzeugte durch seine ebenso solide wie unaufgeregte Spielweise vor der Abwehr, ehe er im Endspurt der Saison als Chef der Dreierkette gefordert war. Brachte es mit 89,77 Prozent auf die beste Passquote aller Bremer und erlaubte sich nur im Hinspiel gegen den Hamburger SV (0:2) einen Ausreißer nach unten, als er früh vom Platz flog (Note 5).
Durchschnittsnote der DeichStube: 3,0
Durchschnittsnote der Fans: 2,8 
Einsätze: 27
Gespielte Minuten: 2 054

Werder Bremen: Das große Saison-Abschlusszeugnis für das Mittelfeld - Christian Groß ist „Mister Zuverlässig“

Ilia Gruev: Das Eigengewächs stand während der Zweitliga-Saison 26 Mal für Werders Profis auf dem Platz – und damit so oft wie nie zuvor in einer Spielzeit. Darunter waren allerdings 15 zum Teil sehr kurze Joker-Einsätze. Seinen besten Auftritt zeigte Gruev im Rückspiel gegen Schalke 04 (4:1), als ihm sein erstes Profitor überhaupt glückte und er ein echter Stabilisator für seine Mannschaft war (Note 1,5). Am schlechtesten wurde der 22-Jährige für seine Auftritte beim 0:3 im Hinspiel gegen Dresden sowie beim 1:1 im Rückspiel gegen Sandhausen bewertet (jeweils Note 4,5).
Durchschnittsnote der DeichStube: 3,4
Durchschnittsnote der Fans: 3,2
Einsätze: 26
Gespielte Minuten: 1 185

Nicolai Rapp: Der Sommer-Neuzugang von Union Berlin war unter Werders damaligem Chefcoach Markus Anfang zunächst gesetzt, fehlte dann aber rund um den Trainerwechsel hin zu Ole Werner einige Wochen lang wegen einer Corona-Infektion, weshalb er sich fortan meist mit der Rolle als Reservist begnügen musste. Positiv: Der defensive Mittelfeldspieler setzte mit zwei Toren und zwei Vorlagen auch offensiv Akzente. Negativ: Hatte immer mal wieder Auftritte, in denen bei ihm wenig bis gar nichts zusammenlaufen wollte. Das Notenspektrum reichte bei Rapp auch deshalb von Note 6 (Hinspiel gegen Darmstadt) bis hin zu Note 2 (Hinspiel gegen Ingolstadt).
Durchschnittsnote der DeichStube: 3,7
Durchschnittsnote der Fans: 3,5
Einsätze: 28
Gespielte Minuten: 1 696

Werder Bremen: Das große Saison-Abschlusszeugnis für das Mittelfeld - Niklas Schmidt kann starke Vorbereitung nicht über die Saison retten

Niklas Schmidt: Dank einer starken Saisonvorbereitung erspielte sich der 24-Jährige zunächst eine Zukunft bei Werder, später dann einen Stammplatz und schließlich sogar einen neuen Vertrag. Vor allem seine Standards waren zu Saisonbeginn eine echte Bremer Waffe, was sich auch in Schmidts guten Zahlen niederschlug: Zwei Tore und sechs Vorlagen stehen für ihn zu Buche. Über die ganze Saison hinweg konnte der Rechtsfuß diese Leistungen aber nicht konservieren. Verlor seinen Stammplatz schon unter Trainer Markus Anfang und bekam ihn auch unter dessen Nachfolger Ole Werner nicht mehr zurück.
Durchschnittsnote der DeichStube: 3,3
Durchschnittsnote der Fans: 3,1
Einsätze: 25
Gespielte Minuten: 1 250

Schon gelesen? Das große Werder-Saisonabschlusszeugnis - Teil 1: Tor und Abwehr!

Romano Schmid: 41 Spiele lang hatte er im Werder-Trikot darauf warten müssen, ehe ihm im 42. Anlauf während des Hinspiels gegen Aue (4:0) endlich sein erstes Tor für den Verein glückte. Sowohl Trainer Markus Anfang als auch dessen Nachfolger Ole Werner setzten auf den kreativen Österreicher als Ideengeber hinter den Spitzen – in den meisten Fällen allerdings als Teilzeitkraft. So stand Schmid zwar stolze 29 Mal in der Startelf, wurde aber auch 22 Mal (und damit öfter als jeder andere Bremer) ausgewechselt. Am Ende brachte es der 22-Jährige auf drei Tore und sieben Vorlagen.
Durchschnittsnote der DeichStube: 3,3
Durchschnittsnote der Fans: 3,1
Einsätze: 33
Gespielte Minuten: 2 404

Werder Bremen: Das große Saison-Abschlusszeugnis für das Mittelfeld - Leonardo Bittencourt überzeugt mit unbändigem Einsatzwillen

Leonardo Bittencourt: Der erfahrene Offensivspieler hatte einen komplizierten Start in die Saison, weil er die ersten neun Partien wegen einer Innenbandverletzung verpasste. Konnte seiner Rolle als Leader auf dem Platz in der ersten Saisonhälfte deshalb nicht gerecht werden, steigerte sich aber nach hinten raus, als es für Werder um alles ging und riss Fans und Teamkollegen mit seinem stets unbändigen Einsatzwillen mit. Seine persönliche Saisonbilanz von zwei Treffern und vier Assists dürfte aber auch hinter den eigenen Ansprüchen des 28-Jährigen zurückgeblieben sein.
Durchschnittsnote der DeichStube: 3,4
Durchschnittsnote der Fans: 3,2
Einsätze: 22
Gespielte Minuten: 1 552

Hinweis DeichStuben-Note: Spieler werden von der DeichStube nur dann benotet, wenn sie mindestens 30 Minuten lang in einer Partie gespielt haben. Eine Durchschnittsnote wird nur bei mindestens drei bewerteten Spielen ermittelt. Außerdem wurden jene Profis, die Werder nach Saisonbeginn noch verlassen haben, nicht im Abschlusszeugnis berücksichtigt.

Teil 3: Das große Saison-Abschlusszeugnis für den Sturm des SV Werder Bremen!

Hinweis Fan-Note: Die Fan-Note eines Spielers war jeweils diejenige, für die die meisten Fans auf deichstube.de nach der Partie abgestimmt haben. Lag zwischen zwei Noten im Endergebnis weniger als ein Prozentpunkt Unterschied, wurde eine Komma-Note gebildet. Aus den Noten 2 und 3 wurde in so einem Fall beispielsweise die Note 2,5. Eine Fan-Note gab es nur für Profis, die mindestens 30 Minuten in einer Partie gespielt haben. Die Durchschnittsnote wurde nur bei mindestens drei bewerteten Spielen ermittelt. Außerdem wurden jene Profis, die Werder nach Saisonbeginn noch verlassen haben, nicht im Abschlusszeugnis berücksichtigt. (dco)

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