Das große Saisonabschlusszeugnis für Werder Bremen: Jiri Pavlenka (links) erhielt von der DeichStube die beste Durchschnittsnote eines Bremer Torwarts, Ömer Toprak (mitte) und Marco Friedl (rechts) die besten Durchschnittsnoten eines Bremer Abwehrspielers.
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Das große Saisonabschlusszeugnis für Werder Bremen: Jiri Pavlenka (links) erhielt von der DeichStube die beste Durchschnittsnote eines Bremer Torwarts, Ömer Toprak (mitte) und Marco Friedl (rechts) die besten Durchschnittsnoten eines Bremer Abwehrspielers.

Werder-Saison in der Analyse

Das Werder-Saison-Abschluss-Zeugnis Teil 1: Tor und Verteidigung - Friedl nicht mehr wegzudenken

Bremen – Das große sportliche Ziel, das während der Saison stets über allem stand – der SV Werder Bremen hat es am Ende erreicht und den direkten Wiederaufstieg in die Bundesliga perfekt gemacht. Wie sich die einzelnen Bremer Profis während der turbulenten Spielzeit in der Zweitklassigkeit geschlagen haben, zeigt das dreiteilige Saison-Abschlusszeugnis der DeichStube. Los geht es im ersten Teil mit den Torhütern und Abwehrspielern.

Tor

Jiri Pavlenka: Unzufrieden gestartet, überglücklich aufgehört – so lässt sich die persönliche Saison des 30-Jährigen zusammenfassen. Erst am zwölften Spieltag stand er nach Rückenbeschwerden und dem zwischenzeitlichen Verlust seines Stammplatzes erstmals im Tor, verpasste dann aber keine Minute mehr – und lieferte meist zuverlässig ab. Pavlenka, der seinen Vertrag bei Werder gerade erst verlängert hat, erlaubte sich nur zwei negative Ausreißer – Note 4,5 im Hinspiel gegen Schalke (1:1) und Note 5 im Rückspiel gegen Hannover (4:1) –, war aber ansonsten ein sicherer Rückhalt im Aufstiegsteam.
Durchschnittsnote der DeichStube: 2,8
Durchschnittsnote der Fans: 2,5
Einsätze: 23
Gespielte Minuten: 2070

Michael Zetterer: Der Ersatztorhüter absolvierte die ersten elf Ligaspiele und machte seine Sache insgesamt ordentlich, sodass es zwischenzeitlich danach aussah, als könne er Stammkraft Pavlenka dauerhaft verdrängen. Doch es fehlten vielleicht die ganz großen Paraden. Vor dem Heimspiel gegen St. Pauli entschied sich der damalige Trainer Markus Anfang für einen Wechsel im Tor, in das Zetterer bis zum Saisonende nicht mehr zurückkehrte.
Durchschnittsnote der DeichStube: 3,1
Durchschnittsnote der Fans: 2,8
Einsätze: 11
Gespielte Minuten: 990

Werder Bremen: Das große Saisonabschlusszeugnis für Tor und Abwehr - Marco Friedl nicht mehr wegzudenken

Abwehr

Marco Friedl: Dem Innenverteidiger aus Österreich hat dieses Jahr in der 2. Liga nach anfänglichen Schwierigkeiten richtig gut getan. Zwar leistete er sich in der Hinrunde auch einige schwache Vorstellungen – allen voran beim 1:4 gegen Paderborn (Note 6) –, steigerte sich im Saisonverlauf dann aber kontinuierlich. Vor allem in der heißen Phase war auf Friedl Verlass. Am vorletzten Spieltag in Aue glänzte er zum insgesamt vierten Mal in der Saison als Torschütze (kein Bremer Abwehrspieler war erfolgreicher) und stieß das Tor in Richtung Bundesliga damit ganz weit auf für Werder.
Durchschnittsnote der DeichStube: 3,1
Durchschnittsnote der Fans: 2,9
Einsätze: 27
Gespielte Minuten: 2373

Milos Veljkovic: Der Serbe wurde im Laufe der Saison immer wieder für kurze Zeit aus dem Rhythmus gebracht, zunächst wegen einer Corona-Infektion, später dann wegen Leistenbeschwerden und eines Muskelfaserrisses. Nach höchstens zwei Spielen Pause war Veljkovic aber stets zurück und in Werders Dreierkette eine verlässliche Größe. Sorgte zudem mit seinem „Skorpion-Tor“ gegen Aue für einen der spektakulärsten Treffer der kompletten Saison.
Durchschnittsnote der DeichStube: 3,3
Durchschnittsnote der Fans: 3
Einsätze: 26
Gespielte Minuten: 2307

Ömer Toprak: Der 32-Jährige war in der 2. Liga Werders unangefochtener Abwehrchef – mit ihm agierte die komplette Defensive mindestens ein Level besser als ohne ihn. Allerdings begleitete Toprak auch im Unterhaus ein altbekanntes Problem: seine Verletzungsanfälligkeit. Stolze 13 Spiele verpasste der Innenverteidiger deshalb, was aber nichts daran ändert, dass er eine der ganz zentralen Figuren beim Aufstieg des SV Werder Bremen war.
Durchschnittsnote der DeichStube: 2,6
Durchschnittsnote der Fans: 2,2
Einsätze: 21
Gespielte Minuten: 1514

Lars Lukas Mai: Von seinen 16 Einsätzen absolvierte der Leihspieler elf in der Hinrunde, in der zweiten Saisonhälfte kam er dann nur noch sporadisch ins Spiel, weil Trainer Ole Werner lieber anderen Profis vertraute. Der U 21-Europameister konnte den sportlichen Erwartungen in Bremen insgesamt nicht gerecht werden, dafür präsentierte er sich zu oft zu fehleranfällig. Deshalb verlässt er den Osterdeich nun wieder und kehrt erstmal zu seinem Stammverein Bayern München zurück.
Durchschnittsnote der DeichStube: 4,3
Durchschnittsnote der Fans: 4,3
Einsätze: 16
Gespielte Minuten: 852

Werder Bremen: Das große Saisonabschlusszeugnis für Tor und Abwehr - Lars Lukas Mai präsentierte sich oft zu fehleranfällig

Felix Agu: In 26 von 34 Partien zum Einsatz gekommen – das ist fraglos die Bilanz eines Stammspielers. Gefühlt war Agu das am Ende der Saison aber nicht mehr, denn Mitchell Weiser hatte ihm den Platz auf der rechten Außenbahn abgenommen. Agu profitierte allerdings von seiner Vielseitigkeit, sprang bei Personalnot auf der linken Seite ein – und zeigte eine Serie mit überwiegend ordentlichen Auftritten. Mit seinen 22 Jahren besitzt er definitiv noch Entwicklungspotenzial, weswegen Werder seinen Vertrag jüngst auch verlängert hat.
Durchschnittsnote der DeichStube: 3,5
Durchschnittsnote der Fans: 3,2
Einsätze: 26
Gespielte Minuten: 1644

Teil 3: Das große Saison-Abschlusszeugnis für den Sturm des SV Werder Bremen!

Mitchell Weiser: Bei der Leihgabe von Bayer Leverkusen dauerte es einige Zeit, ehe das Geschäft für Werder richtig lohnend wurde. Weil er wegen einer fehlenden Corona-Impfung oft in Quarantäne musste, Spiele verpasste und somit sportlich nicht fest einplanbar war, galt der 28-Jährige einigen Beobachtern nach der Hinrunde schon als Flop, ehe er seine Qualitäten auf dem Platz in der Rückrunde dann mehr und mehr zeigte. Mit seiner großen Erfahrung war Weiser am Ende ein Gewinn für Werder – deshalb würde ihn der Verein auch gerne über den Sommer hinaus halten.
Durchschnittsnote der DeichStube: 3,4
Durchschnittsnote der Fans: 3,3
Einsätze: 24
Gespielte Minuten: 1386

Werder Bremen: Das große Saisonabschlusszeugnis für Tor und Abwehr: Anthony Jung überzeugt mit Gradlinigkeit und Einsatz

Anthony Jung: Der Mann, der vor der Saison von Bröndby Kopenhagen an die Weser kam, sollte dort, so Werders Plan, zum Leistungsträger werden – und dieser Plan ist insgesamt aufgegangen. Jung bestritt 30 von 34 Spielen, zunächst als Linksverteidiger, dann in der Dreierkette und zuletzt auf der linken Außenbahn. Dabei überzeugte er mit Gradlinigkeit und Einsatz, zudem gehen zwei Tore und zwei Vorlagen auf sein Konto. Allerdings gab es vom 30-Jährigen auch vereinzelt Spiele zu sehen, in denen ihm wenig bis gar nichts glückte.
Durchschnittsnote der DeichStube: 3,3
Durchschnittsnote der Fans: 3,1
Einsätze: 30
Gespielte Minuten: 2518

Manuel Mbom: Seine Saison endete vorzeitig – und dazu äußerst schmerzhaft, weil er sich vor dem Auswärtsspiel bei Erzgebirge Aue im Training die Achillessehne riss. Zuvor brachte es der 22-jährige U 21-Nationalspieler, der bereits seit 2013 bei Werder ist, auf 19 Zweitliga-Einsätze, in denen es ihm aber nicht gelang, sich innerhalb der ersten Elf unverzichtbar zu machen.
Durchschnittsnote der DeichStube: 3,6
Durchschnittsnote der Fans: 3,5
Einsätze: 19
Gespielte Minuten: 1052

Schon gelesen? Teil 2: Das große Saison-Abschlusszeugnis für das Mittelfeld von Werder Bremen!

Hinweis DeichStuben-Note: Spieler werden von der DeichStube nur dann benotet, wenn sie mindestens 30 Minuten lang in einer Partie gespielt haben. Eine Durchschnittsnote wird nur bei mindestens drei bewerteten Partien ermittelt. Außerdem wurden jene Profis, die Werder nach Saisonbeginn noch verlassen haben, nicht im Abschlusszeugnis berücksichtigt.

Hinweis Fan-Note: Die Fan-Note eines Spielers war jeweils diejenige, für die die meisten Fans auf deichstube.de nach der Partie abgestimmt haben. Lag zwischen zwei Noten im Endergebnis weniger als ein Prozentpunkt Unterschied, wurde eine Komma-Note gebildet. Aus den Noten 2 und 3 wurde in so einem Fall beispielsweise die Note 2,5. Eine Fan-Note gab es nur für Profis, die mindestens 30 Minuten in einer Partie gespielt haben. Die Durchschnittsnote wurde nur bei mindestens drei bewerteten Spielen ermittelt. Außerdem wurden jene Profis, die Werder nach Saisonbeginn noch verlassen haben, nicht im Abschlusszeugnis berücksichtigt. (dco)  

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