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„Krake“ Pavlenka bei der Arbeit.

Werder in Zahlen

Kampfschwein Delaney, Pferdelunge Eggestein, Oktopus Pavlenka - das tierisch gute Zahlenwerk, Teil 1

Bremen - Thomas Delaney ist das Kampfschwein im Team, Maximilian Eggestein hat eine Pferdelunge und Jiri Pavlenka ist der Oktopus mit den acht Tentakeln für 126 gehaltene Schüsse – um zu diesen tierischen Ergebnissen zu kommen, musste Werder Bremen in der Bundesliga 34 Spiele aktivieren.

Am Ende steht eine Saison, die reichlich Zahlenwerk ausgespuckt hat. Hier ist Teil eins unserer Auswahl:

0 Elfmeter für Werder in einer kompletten Bundesliga-Saison – das ist mal eine echte Seltenheit. Als einziger der 18 Clubs bekamen die Bremer keinen Strafstoß zugesprochen. Allerdings wurden auch nur vier gegen sie verhängt, von denen wiederum nur zwei verwandelt wurden. Insgesamt sind die Grün-Weißen damit die Minimalisten in der Elfmeter-Statistik. Im DFB-Pokal wurde immerhin einmal für Werder auf den Punkt gezeigt. Max Kruse verwandelte, die Bremer schieden gegen Bayer Leverkusen trotzdem im Viertelfinale aus (2:4 n.V.).

(Quelle: transfermarkt.de)

Kruse trifft in Leverkusen per Elfmeter zum 0:1.

0 Platzverweise – auch das ist eine bemerkenswerte Statistik! Werder blieb wie auch Bayern München und Borussia Mönchengladbach in der gesamten Bundesliga-Saison ohne Rote oder Gelb-Rote Karte. In der Fairplay-Tabelle des „kicker“ belegt das Team wegen 55 Gelber Karten dennoch nur Platz vier.

21.01.2017: Im Spiel gegen Borussia Dortmund sieht Keeper Drobny die letzte Rote Karte für Werder.

2 Nominierungen für den Kader – mehr war nicht drin für den Yuning Zhang, den ersten Chinesen im Bremer Bundesliga-Team. Der von Westbromwich Albion ausgeliehene Mittelstürmer erwies sich als zu schwach für die Bundesliga und außerdem als das, was trotz aller gegenteiligen Beteuerungen der Werder-Führung viele in seiner Verpflichtung gesehen hatten: eine reine Marketing-Maßnahme. Dass Zhang noch eine weitere Saison bei Werder verbringt, ist unwahrscheinlich.

Der gewohnte Platz für Yuning Zhang.

6 ist die Anzahl der erzielten Tore von Max Kruse. Das ist Werder-intern zwar der beste Wert, bedeutet in der Torjägerliste der Liga aber nur Rang 37. Der Stürmer hat mit 22 Versuchen auch am häufigsten von allen Bremern auf das gegnerische Tor geschossen. Ishak Belfodil liegt hier mit 21 Versuchen ebenso auf Platz zwei des internen Rankings wie bei den erzielten Toren (4).

(Quelle: ligainsider.de)

03.02.2018: Kruse nach seinem Treffer zum 1:1 gegen Schalke 04.

7 ist die nächste Zahl, die zu Max Kruse gehört. So viele Tore hat der 30-Jährige vorbereitet. Das bedeutet Rang acht im Liga-Vergleich. Und: Mit 58 Torschussvorlagen (bei 29 Saisoneinsätzen) liegt der Bremer hinter James Rodriguez (Bayern München/62 Torschussvorlagen/23 Einsätze), Aaron Hunt (Hamburger SV/62/29), Thorgan Hazard (M‘gladbach/62/34) und Leon Bailey (60/30) auf Platz fünf.

(Quellen: bundesliga.de und ligainsider.de)

11.02.2018: Kruse legt auf, Kainz trifft zum zum 2:0 gegen Wolfsburg.

9 Tore fielen für Werder nach einem Eckball. Gemeinsam mit dem FC Bayern sind die Bremer damit die Eckball-Könige im Fußball-Oberhaus. Insgesamt wurde in der Liga 94mal nach Eckbällen gejubelt. Es ist der stärkste Wert seit Beginn der Datenerfassung in der Bundesliga vor 25 Jahren.

(Quelle: bundesliga.de)

03.11.2017: Junuzovic tritt zur Ecke in der Commerzbank-Arena.

11 ist der Platz, den Werder in der Abschlusstabelle belegt. Aber wieder einmal war die Saison zweigeteilt. Nach Rang 16 in der Hinrunde folgte in der Rückrunde ein enormer Aufschwung. Platz fünf mit 27 Punkten – noch vor Leverkusen, Dortmund, Leipzig.

12 Heimspiele ist Trainer Florian Kohfeldt seit seinem Amtsantritt ungeschlagen geblieben. Kein anderer Werder-Trainer kann auf eine so lange Startserie im Weserstadion verweisen.

Zwölf Heimspiele am Stück ist Kohfeldt im Weserstadion ungeschlagen.

16 unterschiedliche Spieler sorgten für 34 Bremer Tore. Das ist die drittgrößte Vielfalt, die die Bundesliga-Clubs zu bieten haben. Bei Bayern München verteilen sich 90 Tore auf 19 Schützen, Borussia Dortmund hat bei 62 Treffern 17 Goalgetter zu bieten. Wer nun stutzt und zurecht anmerkt: Wieso nur 34 Tore? Werder hat doch 37mal getroffen! Stimmt. Allerdings waren drei Eigentore der Gegner dabei. Niklas Süle konnte es verkraften, seine Bayern gewannen trotzdem. Die Treffer ins falsche Tor von Rick van Drongelen (HSV/0:1 in der Rückrunde) und David Abraham (Eintracht Frankfurt/1:2 in der Rückrunde) kosteten ihren Teams jeweils das Remis und bescherten Werder somit vier wertvolle Punkte mehr.

(Quelle: transfermarkt.de)

21.01.2018: Süle schiebt nach Strafraum-Getummel vor dem Münchner Kasten zum Eigentor.

40 - so viele Gegentore kassierte Werder in der abgelaufenen Saison. Oder sollte man sagen: so wenige? In den Jahren zuvor lag die Gegentrefferquote stets jenseits der 60er-Marke. Nur in der Saison 11/12 waren es mal 58 gewesen. Und 40 ist der beste Wert seit der Spielzeit 09/10, als die Bremer exakt die gleiche Anzahl Treffer kassierten. Damals schossen sie aber auch 71 statt aktuell 37, weshalb sie Dritter und nicht Elfter wurden. Aber immerhin: Die fast schon traditionelle Defensivschwäche scheint besiegt zu sein.

29.04.2018: Pavlenka pariert auf der Linie den Schuss vom Dortmunder Marco Reus.

Hier gelangt Ihr zum zweiten Teil unseres tierisch guten Zahlenwerks.

Und das gibt es jetzt schon:

Das Warten auf Angebote für Caldirola

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