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Coach Florian Kohfeldt ärgerte sich über den Elfmeter gegen Werder Bremen im DFB-Pokal-Spiel gegen den 1. FC Heidenheim, zeigte sich später aber verständnisvoll mit dem Schiedsrichter.

Werder-Trainer hat seine Lektion gelernt

Florian Kohfeldt fordert: „Wir müssen die Schiedsrichter mehr schützen“

Bremen – Der SV Werder Bremen und die Schiedsrichter – fast jede Woche gibt es ein neues Kapitel. Diesmal dauerte es sogar nur wenige Tage bis zum nächsten Aufreger.

Doch wie schon in Leverkusen, als den Bremern kurz vor Schluss ein klarer Strafstoß zum möglichen Siegtreffer verweigert worden war, präsentierte sich Florian Kohfeldt, Coach von Werder Bremen, nach dem Pokalspiel gegen den 1. FC Heidenheim (4:1) trotz eines unberechtigten Handelfmeters sehr nachsichtig. Und schließlich forderte der 37-Jährige sogar etwas Grundsätzliches: „Wir müssen die Schiedsrichter mehr schützen. Die sind verunsichert, das merkt man doch Woche für Woche.“

Was war passiert? Werder-Verteidiger Marco Friedl hatte den Ball im Strafraum aus kurzer Distanz an den Arm bekommen, an den angelegten wohlgemerkt. Schiedsrichter Daniel Schlager entschied trotzdem sofort auf Elfmeter. Die Werder-Profis protestierten, auch Kohfeldt war am Spielfeldrand aufgebracht. Nach dem kurz darauf folgenden Pausenpfiff ging er sofort zu den Unparteiischen und diskutierte intensiv mit ihnen.

„Ich hatte sofort das Gefühl, dass es kein Elfmeter ist. Der Arm war angelegt, wo soll er hin damit? Weder nach den Regeln früher noch nach denen heute oder denen, die dazwischen galten, war das ein Elfmeter“, merkte Florian Kohfeldt etwas süffisant an – und stellte später zu der ganzen Thematik noch fest: „Die Schiedsrichter wissen doch teilweise selbst nicht, was Hand ist.“

Werder Bremen: Florian Kohfeldt beteuert im Umgang mit Schiedsrichtern seine Lektion gelernt zu haben

Dem Unparteiischen Schlager wollte er damit aber keinen Vorwurf machen: „Es war ein Wahrnehmungsfehler.“ Der übrigens nicht durch den Videoassistenten korrigiert werden konnte, den gibt es in den ersten Runden des DFB-Pokals nicht. Durchaus zur Freude von Kohfeldt. „Schön, dass der Schiedsrichter heute nicht rausgehen musste. Kohfeldt gilt als Verfechter der realen Entscheidung und kann dann angeblich mit Fehlentscheidungen besser leben. Das hat er schon mehrfach behauptet – zuletzt beim ganz engen Spiel in Leverkusen. „Ich bin da glaubwürdig“, betonte der 37-Jährige und wollte damit dem Vorwurf vorbeugen, beim Stand von 4:0 wie gegen den 1. FC Heidenheim sei ein Strafstoß leicht zu verkraften.

Direkt nach der Entscheidung hatte Kohfeldt allerdings noch sehr emotional reagiert. „Das gehört dazu, das muss auch raus. Aber es muss respektvoll sein“, sagte Kohfeldt: „Ich glaube, ich habe meine Lektion gelernt.“ Anfang des Jahres war der Werder-Coach wegen ungebührlichen Verhaltens im Heimspiel gegen Frankfurt auf die Tribüne verbannt worden. Seitdem versucht er, sich an der Seitenlinie zu mäßigen.

Werder Bremen: Florian Kohfeldt fordert besseres Miteinander im Umgang mit dem Schiedsrichter

Es geht ihm dabei auch um die Vorbildfunktion der Bundesliga-Trainer. „Ich habe gerade heute Morgen in der Zeitung gelesen, was mit einem Amateur-Schiedsrichter passiert ist“, berichtete Kohfeldt und meinte den Unparteiischen, der im hessischen Münster von einem Spieler bewusstlos geschlagen worden war. „Emotionen gehören dazu, aber das geht mal gar nicht. Wenn wir immer auf die Schiedsrichter schimpfen und komplett draufgehen, da müssen wir aufpassen.“ Er passe inzwischen auf, habe eine klare Haltung dazu und werde nach einem Spiel nicht mehr öffentlich verbal auf die Schiedsrichter losgehen. Das habe allerdings auch Grenzen: „Ein Problem bekomme ich, wenn sie mir irgendwelche Pippi-Langstrumpf-Geschichten erzählen wollen, um sich zu rechtfertigen.“

Das Miteinander müsse grundsätzlich verbessert werden. Und daran sollten sich alle beteiligen, forderte der Trainer: „Wir als Werder Bremen haben uns in der Sommerpause aktiv an den Workshops beteiligt, da habe ich nicht so viele andere gesehen.“ (kni/csa)

Fotostrecke: Werders Tor-Festival gegen Heidenheim

DFB-Pokal: Werder Bremen gegen 1. FC Heidenheim
DFB-Pokal: Werder Bremen gegen 1. FC Heidenheim © gumzmedia
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Vom Notstand zum Luxusproblem: Florian Kohfeldt hat in der Innenverteidigung von Werder Bremen wieder freie Auswahl.

Zur letzten Meldung vom 30. Oktober 2019:

Daniel Schlager ist Schiedsrichter bei Werder Bremen gegen den 1. FC Heidenheim

Mitttwochabend, Flutlicht, DFB-Pokal – Werder Bremen empfängt den 1. FC Heidenheim. Schiedsrichter der Partie ist Daniel Schlager, er wird das Spiel zwischen dem SVW und dem Zweitligisten um 18.30 Uhr anpfeifen.

Einen Sieg konnte Werder Bremen mit Daniel Schlager als Schiedsrichter zwar noch nicht feiern, allerdings verloren die Grün-Weißen auch noch keine Partie, die der 29-Jährige leitete: Zwei Mal war Schlager erst Schiedsrichter bei einem Werder-Spiel – beide Male in der vergangenen Saison. Die Partien gegen Nürnberg (dritter Spieltag) und Gladbach (28. Spieltag) endeten jeweils 1:1.

Jetzt wird es aber ernst: Verfolgt das DFB-Pokal-Spiel des SV Werder Bremen gegen den 1.FC Heidenheim im Live-Ticker der DeichStube.

Werder Bremen gegen 1. FC Heidenheim: Kein Video-Assistent im Einsatz

Daniel Schlager ist seit 2015 DFB-Schiedsrichter und pfeift seit der Saison 2018/19 Partien in der Fußball-Bundesliga. Insgesamt elf Bundesliga-Spiele leitete der Bankkaufmann aus Hügelsheim als Unparteiischer, außerdem stehen drei Einsätze im DFB-Pokal in seiner Vita.

Als Schiedsrichter-Assistenten fungieren am Mittwochabend Sven Waschitzki und Eduard Beitinger, vierte Offizielle ist Katrin Rafalski. Einen Video-Assistenten wird es nicht geben – der VAR kommt im DFB-Pokal erst ab dem Viertelfinale zum Einsatz. (msw)

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Du willst das Match am Mittwoch live schauen? Dann check unseren TV-Guide zu Werder Bremen: Wann und wo läuft das DFB-Pokal-Spiel gegen den 1. FC Heidenheim? Im DFB-Pokalspiel zwischen Werder Bremen und dem 1. FC Heidenheim war es ungewohnt ruhig im Weser-Stadion: Die Ultras der Grün-Weißen haben bereits früh das Stadion verlassen – Vorwürfe von der Polizei, Werder und der Fan-Hilfe. Die Einzelkritik und die Noten zum DFB-Pokalspiel zwischen Werder Bremen und dem 1. FC Heidenheim. Ergebniskrise: So kämpft der kritische Florian Kohfeldt für sein Werder Bremen.

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