Werder-Geschäftsführer Filby freut's: nächster China-Deal perfekt! 3
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Werder-Geschäftsführer Filby freut's: nächster China-Deal perfekt!

Werder schließt nächste Kooperation ab

China-Offensive geht weiter

Bremen/Shenzehn - Schon seit einigen Jahren prüft Werder intensiv, wie es gelingen kann, auf dem wachsenden chinesischen Fußballmarkt Fuß zu fassen – in diesem Sommer geht es damit plötzlich Schlag auf Schlag.

Zunächst verpflichteten die Bremer den chinesischen Stürmer Yuning Zhang, präsentierten dann im Online-Wettanbieter HEJI18.com den ersten chinesischen Sponsor und im Unternehmen Yingsheng Sports Culture Development kurz danach den zweiten. Nun hat Werder-Boss Klaus Filbry den nächsten Vertrag unterschrieben. In China besiegelte er am Donnerstag eine Kooperation mit der Firma Palm Sports, die unter anderem damit beauftragt ist, in der chinesischen Stadt Shenzhen Fußballakademien zu bauen. „Ja, der Vertrag ist unterschrieben“, bestätigte Filbry gegenüber der DeichStube. Kurios: Die einzelnen Deals hängen stark miteinander zusammen. Aber der Reihe nach.

Shenzhen ist eine aufstrebende Stadt in China, die dabei ist, sich hinter Shanghai und Peking zur dritten Kraft des Landes zu entwickeln. Auch in Sachen Fußball soll in der Metropole im Süden des Landes viel passieren. So plant Palm Sports, ein großes Sportcenter sowie eine Fußballakademie zu bauen, rund 150 000 Schulkinder in den Genuss einer Fußballausbildung kommen zu lassen und prüft zudem gerade den Kauf eines chinesischen Zweitligisten.

Werder soll Wissen in Trainer- und Spielerausbildung liefern

Bei ihren Plänen sind die Chinesen auf Know-How angewiesen – Know-How, das Werder künftig unter anderem in den Bereichen Trainer- und Spielerausbildung liefern soll. Wissenstransfer nennt man so etwas im Fachsprech. Der SVW plant, in Zukunft regelmäßig Mannschaften nach Shengzhen zu schicken. Das können die Profis sein, klar, aber durchaus auch die U 19 oder andere Nachwuchsteams. Neben wirtschaftlichem Gewinn erhofft sich Werder, vielleicht eines Tages ein großes Talent in China zu entdecken.

Werder-Neuverpflichtung Yuning Zhang

Ein neuer Spieler, dazu drei neue Unternehmen als Partner innerhalb weniger Tage – bei Werders China-Offensive fällt es nicht leicht, den Überblick zu behalten. Dabei lohnt ein genaueres Hinsehen durchaus, die einzelnen Verflechtungen sind nämlich ziemlich kurios. Das lässt sich sehr gut vom neuem Stürmer, von Yuning Zhang ableiten. Den Angreifer hat Werder vom englischen Erstligisten West Bromwich Albion ausgeliehen – ein Verein, der dem chinesischen Investor Guochuan Lai gehört. Was Lai noch gehört: Palm Sports, er ist also auch Besitzer von Werders neuem Kooperationspartner in Shenzhen.

Der Firmenchef ist der Vater von Yuning Zhang

Und dann wäre da noch der zweite Sponsor, Yingsheng Sports Culture Development, dessen Kerngeschäft die Organisation und Vermarktung von Sportveranstaltungen und der Betrieb von Sport-Akademien in China ist. Das Unternehmen gehört ebenfalls zur Lai-Gruppe und sein Geschäftsführer heißt Quancheng Zhang. Die Namensgleichheit mit Yuning ist kein Zufall – der Firmenchef ist der Vater von Werders Stürmer. Die Verpflichtung des 20-Jährigen, dessen sportlicher Wert fraglich ist, sei laut Werder keine Voraussetzung für den Sponsoren-Deal gewesen, nach Informationen der DeichStube wurde sie dem Verein durch das In-Aussicht-Stellen eines Sponsors aber versüßt.

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