Kann Fortuna Düsseldorf von Sportvorstand Klaus Allofs dem SV Werder Bremen Schützenhilfe im Aufstiegsrennen geben?
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Kann Fortuna Düsseldorf von Sportvorstand Klaus Allofs dem SV Werder Bremen Schützenhilfe im Aufstiegsrennen geben?

Schützenhilfe aus Düsseldorf?

Düsseldorf-Sportvorstand Klaus Allofs macht Werder Mut: „Wir werden alles geben“

Düsseldorf – Anruf bei Klaus Allofs, denn die Frage kann einfach nicht länger warten: Wird Fortuna Düsseldorf womöglich zum großen Aufstiegshelfer des SV Werder Bremen? Am Freitagabend tritt der Verein des 65-jährigen Sportvorstands, der als Spieler und Manager mit Werder einst zahlreiche Titel gewann, zu Hause gegen den SV Darmstadt 98 und damit gegen einen heißen Konkurrenten der Bremer im Kampf um den Aufstieg an. Also, Herr Allofs, kann Werder mit Ihrer Schützenhilfe rechnen?

Die erste Reaktion: ein herzliches Lachen in der Leitung, denn Klaus Allofs war die spezielle Rolle, die seiner Fortuna aus Bremer Sicht nun zufällt, noch gar nicht so richtig bewusst. Zu groß ist der Fokus auf die eigene Situation. Dann sagt er aber Sätze, die viele Fans des SV Werder Bremen bis zum Wochenende wie einen Glücksbringer mit sich tragen dürften: „Versprechen kann ich natürlich nichts, aber ich kann garantieren, dass wir alles geben werden, um dieses Spiel zu gewinnen. Wir werden unsere stärkste Formation aufbieten.“ Rein sportlich betrachtet geht es für Fortuna Düsseldorf zwar nicht mehr um Existenzielles – die Mannschaft hat den Klassenerhalt am letzten Spieltag endgültig perfekt gemacht –, und doch hat der Verein laut Allofs noch Ziele in dieser Saison.

Werder Bremen: Fortuna Düsseldorf darf sich gegen SV Darmstadt 98 nicht hängen lassen - Spieler stehen unter Druck

Da wäre zum einen die beachtliche Serie von Trainer Daniel Thioune, der nach seiner Amtsübernahme im Februar seit nunmehr elf Spielen ungeschlagen ist (fünf Siege, sechs Unentschieden). „Diese Serie will der Trainer gegen Darmstadt ausbauen“, betont Klaus Allofs, dessen Düsseldorfer das Hinspiel bei den „Lilien“, damals noch unter Trainer Christian Preußer, mit 3:1 gewonnen hatten. Im Rückspiel, so sieht es der Sportvorstand, geht es nun auch darum, „herauszufinden, auf wen wir auch in der neuen Saison setzen können“. Übersetzt dürfte das für die Profis von Fortuna Düsseldorf heißen: Hängenlassen strengstens verboten! Und mehr noch: Die Düsseldorfer, die vor der Spielzeit zum Kreis der Aufstiegsaspiranten gezählt wurden, wollen gegen den SV Darmstadt 98 laut Allofs zeigen, „dass wir mehr hätten erreichen können, als es jetzt der Fall ist“. Auch wirtschaftlich gehe es für den Verein noch um einiges.

Von Werder Bremens 2:3-Pleite gegen Kiel hat Klaus Allofs am vergangenen Freitag übrigens auf der Tribüne erfahren, zeitgleich war er mit Fortuna Düsseldorf in Heidenheim im Einsatz (3:1). „Ich konnte es kaum glauben, diese Liga ist einfach verrückt“, sagt der Ex-Bremer – und betont: „Man muss die Hoffnung bei Werder aber nicht aufgeben. Die Mannschaft muss die letzten beiden Spiele gewinnen. Ich denke, das wird dann reichen.“ Könnte es. Wenn zum Beispiel Darmstadt in Düsseldorf stolpert. (kni/dco)

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