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Sebastian Langkamp zeigte gegen Borussia Dortmund eine souveräne Leistung.

Bei 1:1 gegen Borussia Dortmund

Langkamp löst es lässig

Bremen - Es war riskant, hätte auch schief gehen können - und wäre womöglich folgenschwer gewesen.

Aber so ist das eben mit Aktionen, die für ein Raunen im Stadion sorgen: Sie müssen für den Profi eine gewisse Fallhöhe haben, die Möglichkeit beinhalten, fürchterlich zu misslingen, was sie im Erfolgsfall nur umso besser aussehen lässt. Sebastian Langkamp hat in Werders Heimspiel gegen Borussia Dortmund (1:1) eine solche Aktion gehabt.

In der 32. Minute kam der Innenverteidiger vorm eigenen Strafraum nach Querpass von Theodor Gebre Selassie an den Ball und ließ den heranstürmenden Marco Reus aussteigen, indem er die Kugel lässig unter der Sohle seines rechten Fußes durchzog. Gleichzeitig drehte sich Langkamp um die eigene Achse und hatte das Spiel wieder vor sich. „Wichtig ist immer, dass die ersten zwei, drei Aktionen gelingen, dass man gut reinkommt ins Spiel“, sagte der 30-Jährige später. Hatte bei ihm gegen Dortmund ziemlich gut funktioniert.

Kohfeldt zufrieden mit Langkamp

Es war der siebte Einsatz im Bremer Trikot für Langkamp, nachdem er in der Winter-Transferphase von Hertha BSC gekommen war. Und gegen Dortmund hatte er wieder einmal die schwierige Aufgabe, den verletzten Niklas Moisander in Werders Abwehrmitte zu ersetzen. „Ich bin ja nicht mehr der Jüngste. Ich versuche einfach, meine Leistungen zu bringen, wenn ich gebraucht werde“, sagte der 1,91-Meter-Mann. Sein Trainer Florian Kohfeldt war zufrieden mit dem, was Langkamp gegen den BVB abgeliefert hatte.

„Er hat es sehr gut gemacht“, betonte der Coach, räumte aber ein: „Natürlich will ich nicht verhehlen, und Basti weiß das auch einzuschätzen, dass er Niklas Moisander in der Spieleröffnung auf dieser Position mit seinem schwächeren Fuß nicht ersetzen kann.“ Das habe man in ein, zwei Situationen gesehen. „Aber was er defensiv geleistet hat, war bezeichnend. Ich bin sehr, sehr zufrieden mit ihm.“ Worte, die Langkamp gerne höre dürfte, schließlich ist er nach Bremen gekommen, um Stammspieler zu werden.

Blieb nach dem Dortmund-Spiel nur noch die Frage, ob er in der neuen Saison mit voller Attacke in die erste Elf drängen werde. Langkamps Antwort war ebenso lässig, wie seine Szene gegen Reus: „Die volle Attacke gilt nach der Saison erstmal anderen Dingen“, sagte er, „ich werde dann erstmal die Füße hochlegen.“

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Schon als 16-Jähriger wechselte Langkamp von Preußen Münster in die A-Jugend des FC Bayern München.
Schon als 16-Jähriger wechselte Langkamp von Preußen Münster in die A-Jugend des FC Bayern München. © imago
Bei den Münchnern spielte er drei Jahre in der U19 und führte sie als Kapitän fast zur Deutschen Meisterschaft.
Bei den Münchnern spielte er drei Jahre in der U19 und führte sie als Kapitän fast zur Deutschen Meisterschaft. © imago
Den nächsten Schritt in seiner Karriere wagte Sebastian Langkamp beim Hamburger SV II.
Den nächsten Schritt in seiner Karriere wagte Sebastian Langkamp beim Hamburger SV II. © imago
Nach einem Jahr beim HSV wechselte er zum Karlsruher SC und wurde dort vorerst in der zweiten Mannschaft eingesetzt. In 29 Einsätzen kam er auf drei Tore.
Nach einem Jahr beim HSV wechselte er zum Karlsruher SC und wurde dort vorerst in der zweiten Mannschaft eingesetzt. In 29 Einsätzen kam er auf drei Tore. © imago
Aufgrund der guten Leistungen in der zweiten Mannschaft wurde er in die Profimannschaft hochgezogen.
Aufgrund der guten Leistungen in der zweiten Mannschaft wurde er in die Profimannschaft hochgezogen. © imago
Auch für die Nationalmannschaft lief Langkampf auf. Zweimal spielte er für die U18, fünfmal lief er für die U21 auf.
Auch für die Nationalmannschaft lief Langkampf auf. Zweimal spielte er für die U18, fünfmal lief er für die U21 auf. © imago
Nach vier erfolgreichen Jahren beim Karlsruher SC wechselte der Innenverteidiger 2011 zum FC Augsburg.
Nach vier erfolgreichen Jahren beim Karlsruher SC wechselte der Innenverteidiger 2011 zum FC Augsburg. © imago
Nachdem er zwei Spielzeiten bei den Fuggerstädtern verbracht hatte, wechselte er 2013 zu Hertha BSC.
Nachdem er zwei Spielzeiten bei den Fuggerstädtern verbracht hatte, wechselte er 2013 zu Hertha BSC. © imago
Insgesamt absolvierte er 121 Pflichtspiele für die Herthaner - in fünf Jahren -, ehe er im Winter 2018 nach Bremen wechselte. 
Insgesamt absolvierte er 121 Pflichtspiele für die Herthaner - in fünf Jahren -, ehe er im Winter 2018 nach Bremen wechselte.  © gumzmedia
Sein Startelfdebüt gab er am 27. Spieltag beim 3:1-Erfolg über den FC Augsburg.
Sein Startelfdebüt gab er am 27. Spieltag beim 3:1-Erfolg über den FC Augsburg. © gumzmedia

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