Ein Jahr Corona rund um den SV Werder Bremen - Trainer Florian Kohfeldt fehlen die Fans.
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Ein Jahr Corona rund um den SV Werder Bremen - Trainer Florian Kohfeldt fehlen die Fans.

Werder in der Pandemie

Ein Jahr Corona - ein ständiger Stresstest für Werder

Bremen – Fast genau ein Jahr lang hält das Coronavirus die Welt in Atem – und natürlich auch den SV Werder Bremen. „Es ist nach wie vor ein großes Privileg, dass wir unseren Beruf weiter ausüben können“, betont Coach Florian Kohfeldt: „Aber es ist nicht derselbe Beruf wie vor der Corona-Pandemie.“ Kohfeldt will keineswegs klagen, aber eine entsprechende Nachfrage zu dem Thema bei der Pressekonferenz vor dem Köln-Spiel auch nicht unbeantwortet lassen.

So sei der Kabinen-Alltag beim SV Werder Bremen völlig anders. Von einem echten Zusammensein könne keine Rede mehr sein. Alle versuchen, Abstand zu halten, tragen Masken, die beliebte Tischtennisplatte wird schon lange nicht mehr genutzt. Keine großen Sachen, aber eben spürbare Veränderungen, die an Spieltagen noch größer sind. „Ich kann und will mich nicht daran gewöhnen“, sagt Florian Kohfeldt über die Geisterspiele: „Ohne die Fans fehlen einfach die Emotionen.“ Das beginne schon bei der Anfahrt zum Stadion, in den Arenen sei die Atmosphäre dann manchmal schon „bedrückend“. Das Spiel habe sich dadurch enorm verändert. „Die Heimstärke ist nicht mehr das große Thema – und zwar bei allen Vereinen“, sagt Kohfeldt: „Und wir Trainer werden auch mehr gehört.“ Was bekanntlich schon für die eine oder andere unangenehme Geschichte über Zoff am Spielfeldrand gesorgt hat.

Werder Bremen und die Corona-Tests - Florian Kohfeldt: „Jedes Mal eine absolute Stresssituation“

Natürlich würde sich Florian Kohfeldt über eine schnelle Rückkehr der Fans freuen, aber da vertraue der Trainer von Werder Bremen weiterhin voll und ganz der Politik. Er wolle nichts fordern, sei einfach nur froh darüber, dass überhaupt gespielt werden darf. Möglich ist das auch durch die vielen Corona-Tests, die sich die Bundesligisten leisten, um ihr Geschäftsmodell zu retten. Doch es gibt dabei auch eine andere, eine menschliche Seite. „Es ist jedes Mal eine absolute Stresssituation: Du wirst getestet, wartest auf das Ergebnis und hast jedes Mal ein ungutes Gefühl. Das ist einfach so. Das passiert dir alle zwei, drei Tage. Das ist nicht ganz so einfach. Aber wir machen das gerne, weil wir dadurch spielen können“, sagt Kohfeldt.

So sieht es übrigens auch Sportchef Frank Baumann, der wie Kohfeldt auf keinen Fall klagen möchte, aber ausspricht, was wohl sehr viele Menschen gerade denken: „Man gewöhnt sich an gewisse Dinge, aber ich hab eine große Sehnsucht, unser altes Leben zurückzubekommen.“ (kni) Lies auch: So könnte die Startelf-Aufstellung von Werder Bremen gegen den 1. FC Köln aussehen! Auch interessant: Halbfinal-Auslosung live im TV! Wer wäre der nächste Gegner von Werder Bremen im DFB-Pokal?

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