Fabio Chiarodia sammelte im Testspiel des SV Werder Bremen gegen den FC St. Gallen weitere Spielpraxis.
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Fabio Chiarodia sammelte im Testspiel des SV Werder Bremen gegen den FC St. Gallen weitere Spielpraxis.

Lob nach Trainingslager von Werder

„Er ist lernwillig und zieht komplett mit“: Wie der SV Werder mit seinem Top-Talent Fabio Chiarodia plant

Bremen/Murcia – Marco Friedl ist selbst noch ein gutes Stück davon entfernt, ein alter Hase im Profifußball zu sein. Doch der 24-jährige Kapitän des SV Werder Bremen hat eben trotzdem schon eine ganze Menge erlebt und taugt deshalb ganz gut zum Vorbild. Gerade für einen noch einmal wesentlich jüngeren Akteur wie Fabio Chiarodia.

Der Innenverteidiger ist gerade einmal 17 Jahre alt, gilt als ganz große Nachwuchshoffnung des SV Werder Bremen, die auch schon in den Fokus internationaler Talentspäher geraten ist. Damit Fabio Chiarodia weiter reift, ist er bei der täglichen Arbeit der Werder-Profis stets dabei, so zuletzt auch im Trainingslager im spanischen Murcia. „Fabio ist lernwillig, er stellt uns viele Fragen und zieht komplett mit“, lobt Friedl seinen Teamkollegen. „Ich versuche natürlich, meine bisher gesammelten Erfahrungen an ihn weiterzugeben.“

Wie groß die Klasse von Fabio Chiarodia bereits ist, zeigte sich noch einmal kurz vor Weihnachten, als der gebürtige Oldenburger zu einem besonderen Lehrgang des italienischen Fußballverbandes reisen durfte. Roberto Mancini, Chefcoach der „Squadra Azzurra“, hatte insgesamt 80 Spieler eingeladen, die sich im erweiterten Dunstkreis der Auswahl bewegen, um sich einen Überblick zu verschaffen. Ausflüge zu den U-Nationalmannschaften der Südeuropäer kennt Chiarodia zwar bereits, aber diese Ehre war für den Profi des SV Werder Bremen dann doch noch einmal etwas anderes.

Ole Werner über Werder Bremen-Talent Fabio Chiarodia: „Ist total klar im Kopf und hat auch ein klares Umfeld“

„Der Junge ist erst 17 Jahre alt. Dafür ist er sehr, sehr weit, und er lernt unheimlich schnell dazu“, schwärmt auch Werder Bremens Trainer Ole Werner, der jedoch auch ganz schnell wieder auf die Bremse tritt und zu hohe Erwartungen an Fabio Chiarodia einfängt. „Aber trotzdem bleibt er ein junger Spieler, der seine Schritte gehen muss. Wir arbeiten mit ihm und versuchen, ihn darauf vorzubereiten. Er hat im letzten halben Jahr sein erstes Bundesliga- und DFB-Pokalspiel gemacht. Alles andere ist Entwicklung. Er ist sehr talentiert. Deshalb erlebt er solche Dinge auch sehr früh.“

Für Fabio Chiarodia wird es in den nächsten Monaten entscheidend sein, dass er bei sich bleibt, nicht zu viel zu schnell will. Aber ist das Abwehrtalent des SV Werder Bremen überhaupt ein geduldiger Mensch? „Grundsätzlich schon“, hat Werner beobachtet, der aber auch weiß: „Jeder will immer vorankommen, und jeder will auch immer mehr. Mit allem, was du erreichst, steigen deine eigenen Ansprüche.“ Doch der 34-Jährige sieht keine düsteren Wolken am Horizont aufziehen. „Fabio ist total klar im Kopf und hat auch ein klares Umfeld“, betont Werner. „Da weiß jeder, dass er erst 17 Jahre alt ist. Er könnte noch A-Jugend spielen - und das sogar noch zwei Jahre. Das hilft bei der Einordnung.“ (mbü)

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