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Marco Friedl stabilisierte sich im DFB-Pokalspiel gegen Weiche Flensburg.

Verteidiger „souverän“ gegen Flensburg

Friedl rehabilitiert? Ja, aber mit Abzügen

Lübeck/Bremen - Beim 5:1-Erfolg im DFB-Pokalspiel gegen Weiche Flensburg stand ein Mann in grün und weiß unter besonderer Beobachtung und auf dem Prüfstand: Werder-Verteidiger Marco Friedl.

Bereits drei Tage nach der ganz schwachen Vorstellung gegen Bayer 04 Leverkusen durfte sich Friedl erneut von Beginn an auf dem Platz bewähren. Urteil: nicht mehr desaströs, sondern „souverän“ (Zitat Florian Kohfeldt). Damit darf sich Friedl zumindest ein Stück weit als rehabilitiert betrachten. 

Die Bayern-Leihgabe hatte am Sonntag bei der 2:6-Klatsche gegen Leverkusen noch einen komplett gebrauchten Tag erwischt. Die mit Spannung erwarteten Fragen lauteten vor dem Spiel gegen Flensburg daher: Würde Florian Kohfeldt dem jungen Burschen eine erneute Chance geben? Und wenn ja, wie würde er sich präsentieren?

Spieleröffnung ein Argument für Friedl

Antwort eins: Ja, Kohfeldt sollte seinen Worten Taten folgen lassen. Bereits nach dem Debakel gegen Leverkusen hatte der 36-Jährige sich schützend vor den österreichischen U21-Nationalspieler gestellt, ihm Fehler zugestanden und angekündigt, ihm erneut Chancen geben zu wollen. 

Kohfeldt entschied sich auch gegen Flensburg Friedl wieder von Beginn an aufs Feld zu schicken. Allerdings nicht ausschließlich, um ihn wieder aufzubauen, sondern vor allem aus sportlichen Gründen, wie der Coach unterstrich. „Das entscheidende Argument für Marco war heute die Spieleröffnung, sein linker Fuß gegen einen tiefstehenden Gegner, um auch mal Verlagerungen spielen zu können. Ballnah können das Milos und Basti auf der Position zwar auch, aber bei Verlagerungen ist das als Rechtsfuß schwieriger.“

So weit, so verständlich. Und wie präsentierte sich der junge Verteidiger bei seinem zweiten aufeinanderfolgenden Startelf-Einsatz? Zumindest ein Mal war deutlich Friedls Bemühen zu erkennen, das Vertrauen seines Trainers in Form einer guten Leistung zurückzahlen zu wollen. 

Die Verunsicherung aus dem Leverkusen-Spiel konnte der 20-Jährige insbesondere in der Anfangsphase des Spiels gegen Weiche trotzdem nicht ganz ablegen. So verlor er beim zwischenzeitlichen Ausgleich Mitte der ersten Halbzeit Gegenspieler Christian Jürgensen, der Jiri Pavlenka entscheidend irritierte, aus den Augen und ging in der Folge auch nicht konsequent genug zum Ball.

Friedl stabilisiert sich im Laufe des Spiels

Immerhin: Im weiteren Verlauf des Spiels gewann der junge Österreicher dann aber zunehmend an Sicherheit und leistete sich kaum noch Fehler. Sein Coach fand anschließend entsprechend lobende Worte für seinen Schützling: „Das Wort, was mir heute zu Marco einfällt, ist souverän. Und das ist ein großes Lob.“ 

Kohfeldt war aber auch wichtig, dass seine Entscheidung für Friedl einen positiven Nebeneffekt hatte. „Ich wollte ihm zeigen: Hey Junge, du hast jetzt mal einen scheiß Tag gehabt, aber du hast dadurch keinen Vertrauensverlust bei mir, du bist dabei und ich baue auf dich.“

Für Werder-Sportchef Frank Baumann war bei der Bewertung indes entscheidend, Friedls Auftritte gegen Leverkusen und Flensburg richtig einzuordnen. „Am Sonntag ist Marco häufig alleine gelassen worden. Wohingegen seine Leistung heute insgesamt okay war. Da muss man aber auch den Gegner berücksichtigen. Es war ein Regionalligist, und da erwarten wir solch eine Leistung auch“, konstatierte er.

Zwar dürfte klar sein, dass Friedl am Sonntag beim nächsten Spiel gegen Mainz wieder auf der Bank Platz nehmen wird, nicht zuletzt weil Abwehrchef Niklas Moisander vor einer Rückkehr ins Team steht. Aber dennoch dürfte sein Auftritt gegen Flensburg für ihn persönlich dazu beigetragen haben, dass er den Auftritt gegen Leverkusen nun langsam komplett abhaken kann.

(mwi)

Fotostrecke: Werder schießt sich in die nächste Pokalrunde

Werder Bremen gegen Weiche Flensburg.
Werder Bremen gegen Weiche Flensburg. © gumzmedia
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