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Jurica Vranjes stand von 2005 bis 2011 bei Werder Bremen unter Vertrag.

Eine kleine Serie zum 120. Geburtstag 

Eine Werder-Zahl macht Vranjes stolz

Der SV Werder Bremen wird am Montag stolze 120 Jahre alt. Okay, das ist kein offizielles Jubiläum, aber irgendwie schon ein besonderer Geburtstag. Die DeichStube schenkt dem Club und den Fans einige nette Zahlenspiele rund um das Thema 120.

Ein bisschen überrascht ist Jurica Vranjes schon: Warum soll ausgerechnet er etwas zum 120. Geburtstag des SV Werder Bremen sagen? Aber als die DeichStube den Ex-Profi aufklärt, da sprudelt es förmlich aus ihm heraus: „Das freut mich, das ist schon eine kleine Ehre für mich. Ich habe Werder immer als Familie empfunden.“

Sechs Jahre lang hat Vranjes das grün-weiße Trikot getragen und dabei etwas geschafft, was nur noch einem weiteren Profi gelungen ist: genau 120 Pflichtspiel-Einsätze für die Bremer. „Wenn das nicht eine besondere Leistung ist“, sagt Vranjes, lacht und fragt sofort: „Wer ist denn der Andere?“ Hany Ramzy! Der Ägypter spielte von 1994 bis 1998 für Werder. Im Gegensatz zu Vranjes blieb er dabei ohne großen Titel. Der Kroate darf sich DFB-Pokalsieger (2009) nennen.

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Ivan Klasnic ging mit Sportsachen ins Bett

„Das war eine tolle Zeit in Bremen, wir hatten eine richtig gute Mannschaft, haben fast durchgängig Champions League gespielt“, erinnert sich Vranjes. 2005 war er vom VfB Stuttgart an die Weser gewechselt. Stammspieler wurde er allerdings nie. „Auf meiner Position spielten Frank Baumann und Torsten Frings, das waren da die Besten in der Bundesliga. Ich wusste, wo mein Platz war.“ Vranjes sprang ein, wenn er gebraucht wurde – immerhin sogar neun Mal in der Champions League.

Ivan Klasnic wurde in dieser Zeit einer seiner besten Freunde – und bei dem Thema fragt Vranjes sofort: „Soll ich noch eine lustige Werder-Geschichte erzählen?“ Gerne! Also berichtet der inzwischen 38-Jährige von einem Trainingslager auf Norderney, wo er wie immer sein Zimmer mit Klasnic teilte. „Ivan ist abends immer mit Sportsachen ins Bett, weil wir schon um halb sieben aufstehen mussten, um am Strand zu laufen.“

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Vranjes als Spielerberater im Kontakt zu Werder

Das gehörte zum Pflichtprogramm von Trainer Thomas Schaaf. „Eines Morgens hat Ivan plötzlich zu mir gesagt: ,Juri, brauchen wir das überhaupt?’ Er wollte nicht aufstehen, das kam wirklich von Herzen.“ Wenig später sind sie dann natürlich durch den Sand gelaufen, aber ein Running Gag war geboren: „Brauchen wir das überhaupt?“.

Glücklich und zufrieden blickt Vranjes auf diese Zeit zurück: „Ich bin Werder wirklich dankbar. Herzlichen Glückwunsch! Ich hoffe, der Verein bleibt so, wie er immer war – so familiär.“ Vranjes hat seine Karriere als Fußball-Profi längst beendet, arbeitet als Spielerberater – und hat auch deshalb regelmäßigen Kontakt zu seinem Ex-Verein.

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