Das Rathaus zeigt Flagge für Werder Bremen.
+
Das Rathaus zeigt Flagge für Werder Bremen.

Vor dem Bundesliga-Saisonfinale am Samstag

Kein Pardon der Polizei, aber das Rathaus zeigt Flagge für Werder Bremen

Bremen – So langsam wird es zur Tradition: Immer, wenn es für Werder Bremen in der Bundesliga fünf vor zwölf ist, zeigt das Rathaus Flagge für seinen Verein. Das war im vergangenen Sommer vor der Relegation so, das war auch 2016 nicht anders, bevor Werder ins Abstiegsendspiel gegen Eintracht Frankfurt ging.

Und jetzt hängt die grüne Fahne mit der weißen Raute und dem weißen „W“ wieder an der Fassade des Rathauses, um eine klare Botschaft zu senden: Bremen steht zu Werder! Und der Bürgermeister ruft die Menschen in seiner Stadt und der Region sogar dazu auf, vor dem letzten Bundesliga-Spieltag gegen Borussia Mönchengladbach so richtig Gas zu geben in Sachen Hilfe für Werder Bremen.

Werder Bremen: Thomas Schaaf will auf der Busfahrt zum Weserstadion grün-weiß geschmückte Häuser sehen

„Lasst uns gemeinsam Flagge zeigen, lasst uns gemeinsam Farbe bekennen! Schmücken wir die Fenster grün-weiß, die Türen, die Gartenzäune! Egal, was. Zeigen wir der Mannschaft: You‘ll never walk alone!“, sagt Andreas Bovenschulte in einem am Freitagmorgen per Twitter versendeten Video-Appell.

Bei Werder Bremen kam das gut an. „Das ist ein großartiges Zeichen, wie eng Werder mit der Stadt und seinen Fans verbunden ist“, meinte Interimscoach Thomas Schaaf, der am Samstag auf der Busfahrt zum Stadion weitere Mutmacher am Straßenrand erwartet: „Wir wissen, dass wir einen großen Rückhalt haben. Ich bin mir auch sicher, dass das an vielen Häusern sichtbar dokumentiert wird.“ Klaro, denn das Rathaus macht es ja vor.

Werder Bremen: Fans sollen nicht zum Weserstadion gehen - Polizei warnt

Viel mehr als Fahnen und Schals in die Fenster zu hängen, können die Fans allerdings auch gar nicht tun. Ins Stadion dürfen sie nicht, rund um das Stadion sollen sie sich auch nicht in Scharen versammeln – wegen der bestehenden Corona-Beschränkungen. Dazu hat die Bremer Polizei aufgerufen. In einer Mitteilung heißt es: „Auch wenn diese Partie aus nachvollziehbaren Gründen emotionalisiert, bitte unterstützen Sie ihre Mannschaft nicht vor Ort am Weserstation! Denken Sie daran, dass die Pandemie nach wie vor präsent ist und die Hygienevorschriften eingehalten werden müssen. Schauen Sie das Spiel zu Hause und halten Sie auch im Freien die Abstandsregeln ein.“ Die Polizei wird rund um das Weserstadion präsent sein, kontrollieren und im Zweifel auch durchgreifen. Es gilt: Kein Pardon im Abstiegskampf.

Schaaf appelliert ebenfalls an alle, nichts Unerlaubtes zu machen. „Ich hoffe, dass alle die Regeln einhalten und es zu keinen Zusammenkünften kommt.“ Der Mannschaft und ihm würde auch das Wissen reichen, „dass die Stadt hinter uns steht. Das ist eine gute Motivation für uns, uns selbst noch mal zu pushen.“ (csa)

Zur letzten Meldung vom 21. Mai 2021 (11.35 Uhr):

Bremen zeigt wieder Flagge für Werder

Bremen – So schlimm es ist, aber so langsam wird es zur Tradition: Immer, wenn es für Werder Bremen in der Bundesliga richtig eng wird, zeigt das Rathaus Flagge für seinen Verein. Das war im vergangenen Sommer vor der Relegation so, das war auch 2016 nicht anders, bevor Werder ins Abstiegsendspiel gegen Eintracht Frankfurt ging.

Und jetzt hängt die grüne Fahne mit der weißen Raute und dem weißen „W“ wieder an der Fassade des Rathauses, um eine klare Botschaft zu senden: Bremen steht zu Werder! Ganz Bremen! Und der Bürgermeister ruft die Menschen in seiner Stadt und der Region sogar dazu auf, vor dem letzten Bundesliga-Spieltag so richtig Gas zu geben in Sachen Hilfe für Werder Bremen.

„Lasst uns gemeinsam Flagge zeigen, lasst uns gemeinsam Farbe bekennen! Schmücken wir die Fenster grün-weiß, die Türen, die Gartenzäune! Egal, was. Zeigen wir der Mannschaft: You‘ll never walk alone!“, sagt Andreas Bovenschulte in einem am Freitagmorgen per Twitter versendeten Video-Appell. Dabei steht er unter den prächtigen Kronleuchtern der Oberen Rathaushalle, vor ihm ein Werder-Schal auf einem Tisch drappiert. Und an eben dieser Stelle hat Werder Bremen früher seine Titel und Pokalsiege gefeiert, haben sich Spielergenerationen in das Goldene Buch der Stadt eingetragen. Dass das alles nur noch Erinnerung ist, ist für die meisten Bremer nur schwer zu verkraften. Dass die Stadt bald kein Bundesliga-Standort mehr sein könnte, gilt es zu verhindern.

Andreas Bovenschulte fordert Fans von Werder Bremen auf Flagge zu zeigen

Bovenschulte tut dafür, was er im Moment machen kann, fordert zum großen Schulterschluss für Samstag auf, wenn Werder Bremen gegen Borussia Mönchengladbach in einem Schicksalsspiel gegen den Abstieg kämpft. „Einfacher ist es, in guten Zeiten zu seinem Verein zu stehen. Wichtiger ist es, es auch in schlechten Zeiten zu tun. Das war im letzten Jahr so, und das ist auch in diesem Jahr wieder so“, beginnt die kurze Rede des Bürgermeisters, der sagt, mit der Fahne am Rathaus „ein deutliches Zeichen dafür zu setzen, dass die ganze Stadt und die ganze Region hinter unserem ruhmreichen SV Werder steht“.

Viel können die Bürger dieser Stadt freilich nicht tun. Ins Weserstadion dürfen sie nicht, rund um das Stadion sollen sie sich auch nicht in Scharen versammeln – wegen der bestehenden Corona-Beschränkungen. Aber im Geiste dabei zu sein, ist ja auch schon ’was. Bovenschulte: „Auch ich hätte mir gewünscht, nicht schon wieder um den Klassenerhalt zittern zu müssen. Jetzt ist es anders gekommen. Und jetzt ist es wichtiger denn je, dass wir alle gemeinsam fest zusammenstehen. Unsere Mannschaft braucht jetzt jede Unterstützung, damit Werder auch in der nächsten Saison wieder in der ersten Liga spielt.“ (csa)

 Die Aufstellung von Werder Bremen im Abstiegskampf-Finale gegen Gladbach – so dürfte die Werder-Startelf aussehen!

Auch interessant

Neu und nur in der DeichStube!

DIE DEICHSTUBE ALS KOSTENLOSE APP

Die DeichStube gibt es jetzt auch als kostenlose App. Einfach downloaden!

Kommentare