Kann sein „Glück“ kaum fassen: Werder Bremens Torjäger Niclas Füllkrug freut sich über die WM-Nominierung für die deutsche Nationalmannschaft.
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Kann sein „Glück“ kaum fassen: Werder Bremens Torjäger Niclas Füllkrug freut sich über die WM-Nominierung für die deutsche Nationalmannschaft.

Werder-Stürmer steht im DFB-Aufgebot

„Das Größte, was man als Fußballer erleben kann“: So reagiert Werder Bremens Star Niclas Füllkrug auf seine WM-Nominierung

Bremen – Als Niclas Füllkrug um kurz vor 12 Uhr mittags am Wohninvest Weserstadion auftauchte, zierte bereits ein Lächeln sein Gesicht. Wenige Minuten später, das dokumentiert ein von seinen Teamkollegen Michael Zetterer und Leonardo Bittencourt verbreitetes Video in den Sozialen Netzwerken, hatte sich das Lächeln in ein breites Grinsen, garniert mit frenetischen Freudensprüngen und Gesängen seiner Mitspieler, verwandelt. Spätestens ab diesem Moment herrschte für ganz Fußball-Deutschland Gewissheit: der Torjäger des SV Werder Bremen hatte es tatsächlich in den 26-köpfigen Kader der deutschen Nationalmannschaft zur Fußball-Weltmeisterschaft in Katar geschafft. Und die Freude darüber könnte beim 29-Jährigen kaum größer sein, wie er immer noch breit grinsend verriet, als er sich um Punkt 16.37 Uhr vor die Mikrofone im Wohninvest Weserstadion setzte.

„Es ist natürlich ein unheimlich schöner Moment“, freute sich Niclas Füllkrug über seine Nominierung für die deutsche Nationalmannschaft zur WM in Katar und ergänzte: „Es war ein langer Weg, das immer wieder zu bestätigen. Jetzt freue ich mich, dass es positiv ausgegangen ist.“ Eine WM sei das „Größte, was man als Fußballer erleben kann“. Der Stürmer des SV Werder Bremen nutzte die Gelegenheit aber auch umgehend, um der gesamten Mannschaft zu danken: „Es ist eine Auszeichnung, die nicht nur mich betrifft, sondern die ganze Mannschaft und den Verein. Das wäre nicht möglich gewesen, wenn wir als Aufsteiger nicht so einen positiven, offensiv ausgerichteten Fußball gespielt hätten.“

Vor dem Training am Donnerstag hatte sich Niclas Füllkrug dafür persönlich an seine Teamkollegen gewandt: „Ich habe mich bei den Jungs bedankt für die Unterstützung, dafür, dass sie das möglich gemacht haben, weil alleine spielt keiner da im Stadion. Die erfolgreiche Zeit, die wir gerade gemeinsam erleben, ist natürlich auch ein Grund, weswegen ich das jetzt geschafft habe.“ Demut und Bodenständigkeit hätten ihm geholfen, diesen Weg zu beschreiten. „Zwei Dinge, die wir bei Werder Bremen aber auch grundsätzlich leben, die unser Trainer großartig vorlebt“. Große Worte hätten noch keinen dahin gebracht, wo er nun hinmöchte, „am Ende sind es Leistungen und harte Arbeit, die einen dahinführen.“

Werder Bremen-Stürmer Niclas Füllkrug freut sich über WM-Teilnahme mit DFB: „Sehr emotional“

Die Entscheidung über Niclas Füllkrugs WM-Teilnahme, den bisher zweifellos größten sportlichen Erfolg seiner Karriere, habe ihm Bundestrainer Hansi Flick ganz klassisch per Telefon mitgeteilt, erst kurze Zeit vor der offiziellen Bekanntgabe. „Natürlich habe ich diesen Moment als erstes mit meiner Frau geteilt, die dann auch kurz sehr emotional geworden ist.“ Als der DFB-Kader dann am Mittag veröffentlich wurde, habe es auf seinem Smartphone dann kein Halten mehr gegeben: „So eine Explosion hatte ich noch nicht auf meinem Handy, da meldet sich natürlich jeder, der sich da mitfreut. Da bin ich jetzt noch nicht annähernd dazu gekommen, allen zu antworten.“

Über mögliche Ziele für die Weltmeisterschaft habe Niclas Füllkrug bislang noch nicht großartig nachgedacht. „Ich habe versucht, vorher meine Gedanken davon ein bisschen fernzuhalten. Ich habe mir bisher noch nicht so viel vorgenommen. Ich glaube, dass es wichtig ist, so schnell wie möglich eine Rolle in der Mannschaft zu finden“, erklärte der gebürtige Hannoveraner dann aber doch und ergänzt: „Ob das jetzt gleich auf dem Platz ist oder erstmal abseits davon, weiß ich nicht.“ Nur so viel sei sicher: „Wenn ich auf dem Platz stehen sollte, will ich natürlich versuchen, sofort da zu sein.“

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Werder Bremens Niclas Füllkrug wusste nichts von Gesprächen zwischen Ole Werner und Bundestrainer Hansi Flick

Für ihn persönlich sei es nun „erstmal interessant, die Jungs schnellstmöglich kennenzulernen“. Danach könne man sich Gedanken über persönliche Ziele machen. „Aber als DFB-Team ist es natürlich immer das Ziel, möglichst weit zu kommen. Den Rest lasse ich gerne auf mich zukommen.“ Kurios: Niclas Füllkrug wusste übrigens nicht, dass Bundestrainer Hansi Flick Gespräche mit Werder-Coach Ole Werner geführt hat. „Ich habe dann vom Bundestrainer erfahren, dass es überhaupt Gespräche zwischen den Beiden gegeben hat. Aber das hat mir offensichtlich ja auch ganz gutgetan.“

Nach 20 Minuten Pressekonferenz war dann Schluss: Für Füllkrug steht nun erst einmal das letzte Bundesliga-Spiel des Jahres mit Werder Bremen gegen RB Leipzig (Samstag, 15.30 Uhr im DeichStube-Liveticker) an, ehe die Nationalspieler am Sonntag in Frankfurt eintrudeln, um am Montag den Flieger in den Oman zu nehmen, wo sich die DFB-Elf gemeinsam auf die WM in Katar (20. November bis 18. Dezember) vorbereitet. Für Niclas Füllkrug wird der Traum dann endgültig zur Realität. (mwi)

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