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Coach Florian Kohfeldt startet am Freitag mit den Werder-Profis in die Vorbereitung.

Fragen vor dem Trainingsstart

Werder startet unfertig in die Vorbereitung

Bremen – Werder Bremen ist zurück! An diesem Freitag beginnt das Team um Trainer Florian Kohfeldt mit der Vorbereitung auf die neue Saison. Genauso wie die Trainingsplätze am Weserstadion wird sich auch das Team in einem noch unfertigen Zustand präsentieren.

Sechs Wochen hat Coach Kohfeldt nun Zeit, die Mannschaft auf das erste Pflichtspiel vorzubereiten. Weitere drei Wochen bleiben Sportchef Frank Baumann, um den Kader noch zu zu verbessern. Bislang hat sich in dieser Hinsicht wenig getan bei Werder. Die Fragen vor dem Trainingsstart:

Wer ist neu?

Die ganze Aufmerksamkeit wird sich auf Niclas Füllkrug konzentrieren. Der 26 Jahre alte Stürmer ist der Königstransfer des Sommers – was aber auch daran liegt, dass er bislang der einzige namhafte Bremer Neuzugang ist. Ansonsten tauchen an frischen Gesichtern nur der für die U23 verpflichtete Benjamin Goller (Schalke 04) sowie die der U19 entwachsenen Perspektivspieler Simon Straudi, Davin Philipp und Ilia Gruev auf.

Apropos Ilia Gruev: Den gibt’s bei Werder jetzt gleich doppelt – als 19 Jahre alten Spieler und als 49 Jahre alten Co-Trainer. Papa Gruev agiert ab sofort im Trainerteam von Florian Kohfeldt.

Wer fehlt?

Philipp Bargfrede ist der einzige Name auf der Verletztenliste. Er startet nach der Knie-OP im Mai in die Reha statt in die Saisonvorbereitung. Außerdem bekommen Maximilian und Johannes Eggestein sowie der Österreicher Marco Friedl nach der U21-EM noch Urlaub. Zum zweiten Trainingslager in Grassau (26. Juli bis 2. August) sollen sie wieder dabei sein.

Die Nationalspieler, die im Juni noch im Einsatz waren, verpassen den Trainingsauftakt ebenfalls. Zum Teil werden sie ihren Dienst erst zur Anreise ins erste Trainingslager im Zillertal (04. - 14. Juli) antreten.

Wer soll noch kommen?

Marko Grujic ist das Dauerthema in der Gerüchteküche. Werder will den Serben demnach für zwei Jahre vom FC Liverpool ausleihen. Während bei Werder-Fans mit Vollzug noch vor der Abreise ins Zillertal gerechnet wird, meldet der „kicker“, dass sich Hertha BSC, Grujics Leihclub in der vergangenen Saison, im Kampf um den Mittelfeldspieler im Vorteil sieht. Was stimmt? Eine Antwort steht noch aus.

Das gilt auch für den Fall Michael Gregoritsch. Auch den will Werder verpflichten, aber der FC Augsburger lässt den Angreifer aus Österreich noch nicht für eine aus Bremer Sicht bezahlbaren Summe ziehen.

Gesucht wird auch ein rechter Verteidiger, ein Backup für Dauerbrenner Theodor Gebre Selassie. Der Spanier Alvaro Tejero galt als Topkandidat wechselte aber nach seiner Ausleihe zu Albacete lieber von Real Madrid zu SD Eibar. In der Verlosung soll auch noch der Israeli Eli Dasa sein. Weitere Neuzugänge sind eigentlich nicht geplant.

Wer soll noch gehen?

Niemand – zumindest nicht aus dem aktuellen Kader. Von den zuletzt ausgeliehenen Spielern ist nur Robert Bauer noch ohne Fahrschein zu einem neuen Club. Der Rechtsverteidiger hat bei Werder noch ein Jahr Vertrag, aber keine Zukunft, ist vom Training freigestellt.

Wie läuft der Auftakt?

Werder startet sachte in die Vorbereitung. Am Freitag und Samstag stehen lediglich leistungsdiagnostische Tests auf dem Programm – anstrengend zwar für die Spieler, aber nichts Interessantes für die Öffentlichkeit. Den Fans zeigt sich das Team erstmals am Sonntag. Um 15.30 Uhr steht das erste Teamtraining an. Dabei muss die Mannschaft auf „Platz 12“ am Weserstadion ausweichen. Die eigentlichen Trainingsplätze der Profis sind in der Sommerpause mit einem neuen Rasen versehen worden, die Renovierung ist noch nicht abgeschlossen. „Wir nutzen die Plätze jetzt nicht, damit sie in der Saison in einem optimalen Zustand sind. Bis zur Abreise ins Zillertal müssen wir deshalb ausweichen. Das ist aber kein Problem, wir haben ja auch noch andere Plätze“, sagt Sportchef Frank Baumann.

Ist Werder gerüstet?

Nein. Zwar ist die Architektur der Mannschaft weitgehend erhalten geblieben, und bis auf Max Kruse hat Werder – Stand jetzt – keinen Leistungsträger verloren. Aber gerade den Abgang des Kapitäns haben die Bremer während der Sommerpause nicht kompensiert, ein Mittelfeldspieler wurde nicht gefunden. Auch der Backup für Rechtsverteidiger Theodor Gebre Selassie ist noch nicht da. Lediglich Füllkrug für den Angriff und die feste Verpflichtung von Abwehrallrounder Marco Friedl gehen als Arbeitsnachweise durch. Das ist unter dem Strich zu wenig, um von einer Verbesserung der Mannschaft zu sprechen. Sollten jedoch auch noch Gregoritsch und Grujic kommen, wäre alles paletti.

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