Ein Blick auf die Statistiken: Unter Neu-Trainer Ole Werner ist Werder Bremen effizienter.
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Ein Blick auf die Statistiken: Unter Neu-Trainer Ole Werner ist Werder Bremen effizienter.

Werder-Statistiken

Werder Bremen plötzlich effizient: Warum die Grün-Weißen unter Ole Werner aufdrehen

Bremen – Was war das für ein grausiger Start in diese 2. Bundesliga: Nur 1,4 Tore und 1,3 Punkte schoss und holte der SV Werder Bremen an den ersten 15 Spieltagen im Schnitt. Ganz schön mau für einen Bundesliga-Absteiger. Doch inzwischen weht ein ganz anderer Wind an der Weser und das hängt vor allem mit einer Person zusammen: Ole Werner. Seit der neue Trainer vor rund drei Wochen das Kommando übernommen hat, präsentiert sich Werder wie ausgewechselt, presst hoch, tritt dominant auf und ist vor allem eins: erfolgreich. Es läuft wieder!  

Dabei hat Ole Werner bisher „nur Nuancen verändert”, wie es Kapitän Ömer Toprak unlängst formulierte. Der Erfolg gibt dem neuen Coach recht: Werners Bilanz ist makellos, in drei Spielen unter der Regie des 33-Jährigen gelangen Werder Bremen drei Siege – bei einem Torverhältnis von 11:3. Die Bremer schossen dabei 3,7 Tore pro Partie. Anders als fast während der gesamten Hinrunde, präsentierte sich der SV Werder zuletzt sehr dominant im Ballbesitz, erspielte sich starke zwölf Torchancen pro Partie und blieb vor dem Tor endlich auch eiskalt. Im Schnitt war jeder fünfte Schuss ein Treffer – eine Top-Quote! Zum Vergleich: In den 15 Spielen davor benötigte Werder satte zwölf Abschlüsse für ein Tor. Insgesamt hat Werder in den 18 bisherigen Spielen 285 Mal aufs Tor geschossen, nur Schalke 04 probierte es noch öfter (293 Mal). Allein Top-Torschütze Marvin Ducksch (neun Treffer) feuerte 77 Mal auf den gegnerischen Kasten – Liga-Höchstwert! Die Bremer trafen bislang 32 Mal ins Schwarze – nur Schalke (34), Regensburg (35), St. Pauli (37) und Darmstadt (41) waren häufiger erfolgreich.

Statistiken: Unter Trainer Ole Werner ist der SV Werder Bremen wieder effizienter

Auffällig: Elf der 32 Treffer und damit mehr als ein Drittel aller Torerfolge erzielten die Bremer allein in den letzten vergangenen drei Partien, in denen es obendrein lediglich drei Gegentreffer gab. Nur der HSV hat in den jüngsten drei Partien ein Gegentor weniger kassiert als Werder Bremen, im selben Zeitraum aber auch nur vier Punkte geholt.

Ein Grund für die neue Stabilität: Im Defensiv-Verbund setzt Ole Werner auf klare Abläufe. Die Abwehrarbeit beginnt in vorderster Front, die Bremer Angreifer attackieren die Gegner häufig tief in deren eigener Hälfte. So verwickeln Marvin Ducksch, Niclas Füllkrug und Co. die gegnerischen Verteidiger in viele Zweikämpfe. Zuletzt hatte das durchschnittlich 16 Balleroberungen in der gegnerischen Hälfte zur Folge – ein Spitzenwert. In den letzten drei Spielen kamen die Gegner Aue, Regensburg und Hannover so offensiv kaum zur Geltung. Und ließ Werder Bremen doch mal einen Abschluss zu, lag die Torwahrscheinlichkeit pro Schuss gerade einmal bei acht Prozent. Auch dieser Wert ist top in der 2. Liga! Und das alles bei (vermeintlich) minimalem Aufwand. Denn die Werder-Spieler liefen in den letzten drei Partien von allen Teams am wenigsten - durchschnittlich 112 Kilometer. (mwi) 

Quellen: transfermarkt.de und ran.de

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