Stefanos Kapino im Trikot der griechischen Nationalmannschaft. Der Keeper ist noch bis Sommer von Werder Bremen an den SV Sandhausen verliehen.
+
Stefanos Kapino im Trikot der griechischen Nationalmannschaft. Der Keeper ist noch bis Sommer von Werder Bremen an den SV Sandhausen verliehen.

Wird Kapino die neue Bremer Nummer eins?

Zurück im Nationalteam: Stefanos Kapino macht sich hübsch für Werder Bremen

Thessaloniki – Dass er spielen wird, ist auch am Mittwoch nicht zu erwarten. Wenn das Nationalteam Griechenlands in der WM-Qualifikation Georgien empfängt, dann wird Stefanos Kapino mit sehr großer Wahrscheinlichkeit nur Zuschauer sein. Aber großartig stören dürfte das den Torhüter, der aktuell von Werder Bremen an den Zweitligisten SV Sandhausen verliehen ist, sicher nicht.

Für ihn ist es schon ein bemerkenswerter Schritt, dass er nach mehr als drei Jahren überhaupt wieder in die Nationalmannschaft seines Landes berufen wurde. Es ist eine Wertschätzung, mit der der 27-Jährige nicht mehr rechnen konnte und die für seine weitere Karriere nicht ganz unwichtig ist.

Die Berufung dokumentiert vor allem, dass Kapinos freiwilliger Gang in die Zweite Liga – noch dazu zu einem wenig schillernden Club wie Sandhausen – kein Gang in die Versenkung war. Sondern genau die richtige Entscheidung, um nach zweieinhalb Jahren auf der Ersatzbank des SV Werder Bremen wieder auf sich aufmerksam zu machen. Das ist ihm mit seinen Leistungen für den abstiegsbedrohten SV Sandhausen so gut gelungen, dass Griechenlands niederländischer Nationaltrainer John van‘t Schip ihn in der aktuell laufenden Länderspielperiode als dritten Keeper dazugenommen hat. In Sandhausen sind sie ohnehin längst überzeugt von dem Schlussmann, der bis Saisonende ausgeliehen ist, den Sportchef Mikayil Kabaca am liebsten aber nicht mehr hergeben würde. „Er ist ein absoluter Rückhalt für unsere Mannschaft. Im schwierigen Abstiegskampf nimmt er auf und dem neben dem Platz eine Führungsrolle ein“, erklärte er gegenüber dem „kicker“.

Werder Bremen: Stefanos könnte Jiri Pavlenka als Nummer eins beerben

Die Kombination aus Sandhausen-Performance und Nationalmannschafts-Comeback macht Kapino auch für Werder Bremen wieder richtig interessant. Sollte es in der kommenden Saison darum gehen, einen Nachfolger für Jiri Pavlenka finden zu müssen – der Vertrag des Bremer Stammkeepers läuft noch bis 2022, ein Verkauf ist aber möglich –, dann könnte Stefanos Kapino im Wettkampf mit dem derzeitigen Bremer Ersatztorhüter Michael Zetterer sowie den Nachwuchskeepern Eduardo dos Santos Haesler und Luca Plogmann mit viel Spielpraxis und der Rückkehr in die griechische Nationalmannschaft prahlen.

Zu einem richtigen Comeback im Tor der Hellenen hat es in den ersten beiden Spielen freilich nicht gereicht für Kapino. Beim 2:1-Testspielsieg gegen Honduras am vergangenen Sonntag bekam Sokratis Dioudis von Panathinaikos Athen, die nominelle Nummer zwei, eine Chance zur Bewährung. Zum Start der WM-Qualifikation drei Tage zuvor hatte der ehemalige deutsche U-Nationalspieler Odisseas Vlachodimos im Tor gestanden. Mit dem in Stuttgart aufgewachsenen Keeper von Benfica Lissabon gelang den Griechen ein mehr als respektables 1:1 gegen Spanien, das am Mittwoch im Heimspiel gegen Georgien mit einem Sieg veredelt werden muss. Wohl wieder mit Vlachodimos, der Nummer eins, zwischen den Pfosten. Und mit Stefanos Kapino in der Zuschauerrolle. (csa)

Auch interessant: Transfer-News - Werder Bremen schnappt sich Kiel-Talent!

Auch interessant

Neu und nur in der DeichStube!

DIE DEICHSTUBE ALS KOSTENLOSE APP

Die DeichStube gibt es jetzt auch als kostenlose App. Einfach downloaden!

Kommentare