Marco Friedl, Verteidiger des SV Werder Bremen, sagte nach der Heimniederlage gegen Holstein Kiel, dass die Mannschaft mit dem Feuer gespielt habe.
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Marco Friedl, Verteidiger des SV Werder Bremen, sagte nach der Heimniederlage gegen Holstein Kiel, dass die Mannschaft mit dem Feuer gespielt habe.

Nach Werder-Niederlage gegen Kiel

Friedl: „Wenn wir so spielen, steigen wir natürlich nicht auf!“ - die Stimmen zur Werder-Pleite gegen Holstein Kiel

Bremen - Der SV Werder Bremen hat sein Heimspiel gegen Holstein Kiel überraschend mit 2:3 verloren. Trotz einer 2:0-Führung reichte es für die Grün-Weißen nicht zu einem Sieg. Damit lassen die Bremer wichtige Punkte im Aufstiegskampf der 2. Bundesliga liegen. Die Stimmen zur Werder-Niederlage gegen Holstein Kiel von Ole Werner, Marco Friedl, Anthony Jung und Co.!

Ole Werner (Trainer des SV Werder Bremen): „Wir haben heute einen guten Start ins Spiel gefunden, gehen mit 2:0 in Führung in einem Heimspiel. Auch wenn das sicherlich so war, dass wir hier und da Probleme hatten, Zugriff gegen den Ball zu bekommen, haben wir dennoch insgesamt relativ wenig aus dem Spiel heraus zugelassen. Wir müssen aus meiner Sicht mit einem 2:0 in die Halbzeit gehen. Das schaffen wir nicht und holen den Gegner so dann auch wieder zurück ins Spiel. In der zweiten Halbzeit sind wir zu Beginn eigentlich relativ gut drin, haben die Möglichkeiten, auch auf 3:1 zu stellen. Das schaffen wir nicht, trotz sehr guter Einschussmöglichkeiten, und geben das Spiel dann im Endeffekt komplett aus der Hand. Die Dinge, die zu verhindern gewesen wären, haben wir nicht verhindert und sind dafür dann eiskalt bestraft worden. Das ist sehr bitter für uns, aber wir müssen unter dem Strich feststellen, dass wir eben heute auch nicht zu unrecht verloren haben, weil wir heute deutlich unter unseren Möglichkeiten geblieben sind.“

...über fehlende Aggressivität bei seinen Spielern: „Das ist schwer zu erklären. Da werden wir sicherlich morgen auch drüber sprechen müssen und müssen uns eben insgesamt auch fragen, warum das so war. Ich habe so schnell nach dem Spiel jetzt keine plausible Erklärung dafür. Fakt ist aber, dass es so war. Da werden wir morgen ins Gespräch gehen müssen, wir müssen die Dinge offen ansprechen und auch Erklärungsansätze dafür finden, warum wir diesen Spielverlauf im Endeffekt nicht für uns nutzen konnten und das Heft des Handelns dann so aus der Hand gegeben haben.“

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...über seinen bittersten Moment als Werder-Trainer: „Das ist schon ein Nackenschlag, da müssen wir nicht drumherum reden. Und trotzdem geht der Blick nach vorne. Wir werden die Dinge aufarbeiten, wir haben auch in der Vergangenheit schon auf Nackenschläge die richtigen Antworten gefunden und jetzt müssen wir wieder eine Antwort finden. Es ist sicherlich auch so, dass das insgesamt ein enttäuschendes Spiel von uns war. Aber das ändert jetzt nichts daran. Du musst so mit den Dingen umgehen, wie sie sind und den Blick nach vorne richten.“

...über eine mögliche Freude über den Klassenerhalt von Holstein Kiel: „Nein, heute überwiegt die Enttäuschung über unsere eigene Leistung und das Ergebnis.“

Marco Friedl (Kapitän des SV Werder Bremen): „Das Spiel beginnt überragend für uns. Wir gehen gefühlt aus dem Nichts mit 2:0 in Führung, besser kann es für uns nicht laufen. Aber dann spielen wir einfach 70 Minuten richtig schlechten Fußball. Wir hatten zwar in der zweiten Halbzeit viele Chancen, aber unterm Strich müssen wir sagen, dass das 2:3 in Ordnung ist. Wir haben nach dem 2:0 mit dem Feuer gespielt. Wir haben, ganz untypisch für uns, viel zu viel zugelassen. Wir haben nicht mehr diese Aggressivität gezeigt, obwohl wir das angesprochen haben, dass wir nicht locker machen dürfen. Wenn wir so spielen, steigen wir natürlich nicht auf. Das muss uns für die letzten beiden Spiele bewusst sein. Fülle, ich, mehrere Spieler waren immer wieder beim Trainer, wir haben auch in der Halbzeit darüber gesprochen. Wir haben Riesenchancen zum 3:1 und zum 3:2, aber wir riskieren auch zu viel. So geht es nicht, das kannst du so nicht machen.“

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...über den 1:2-Anschlusstreffer von Kiel: „Wir haben drei, vier Mal die Chance den Ball zu klären, schaffen und machen es nicht. Wir kriegen immer wieder den zweiten Ball zurück. Das passiert dann mit dem Fülle. Wir müssen das vorher klären. Wir werden das knallhart analysieren. Wir haben das heute vergeigt, wir haben den Gegner wieder ins Spiel gebracht, weil wir mit dem Feuer gespielt haben. Dann müssen wir eine Reaktion zeigen und die nächsten beiden Spiele gewinnen, sonst steigen wir nicht auf.“

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Anthony Jung (Verteidiger des SV Werder Bremen): „Ich spüre natürlich pure Enttäuschung. Wir spielen zu Hause vor so einer Kulisse, kommen eigentlich gut ins Spiel, es läuft alles für uns, wir führen 2:0 und dann geben wir das Ding aus der Hand. Es ist natürlich irgendwo selbstverschuldet in der Entstehung und dann auch, wie wir es hinten raus verteidigen. Gerade in der Box war das viel zu wenig, um hier was mitzunehmen. Das war einfach viel zu wenig.“

Werder Bremen-Verteidiger Marco Friedl nach Niederlage gegen Holstein Kiel: „Wenn wir so spielen, steigen wir nicht auf“

Marcel Rapp (Trainer von Holstein Kiel): „Ich bin sehr glücklich über die Spielleistung und über den damit verbundenen Klassenerhalt. Ich glaube, das Spiel hat so ein bisschen die Situation bei Holstein Kiel wiedergegeben. Wir haben ordentlich angefangen, dann zwei Rückschläge gekriegt. Gefühlt wussten wir dann gar nicht so richtig, warum wir auf einmal 0:2 hinten liegen. Die Mannschaft hat nicht aufgegeben, hat Moral bewiesen. Wir machen dann natürlich zu einem guten Zeitpunkt den Anschlusstreffer. In der Halbzeit habe ich dann gesagt, wir müssen einfach so weitermachen, zwar noch ein, zwei Dinge anpassen, aber grundsätzlich so weitermachen. Und in der zweiten Halbzeit haben wir mit den zwei Toren plus der guten Verteidigungsleistung glaube ich nicht unverdient hier gewonnen. Natürlich musste man auch immer mal eine Phase überstehen, wo viele Flanken reingekommen sind, aber das ist glaube ich ganz normal, wenn man mit Holstein Kiel bei Werder Bremen spielt. Das man nicht alles wegverteidigen kann und auch ein bisschen Spielglück braucht, ist ganz normal. Aber alles in allem sind wir sehr zufrieden und fahren mit dem Bus glücklich heim.“

Kwasi Okyere Wriedt (Stürmer von Holstein Kiel): „Ja ich glaube, für solche Spiele lebt man. 2:0 in Rückstand geraten, ich glaube das 1:2 war aus unserer Sicht dann ganz wichtig. Weil wir gemerkt haben, dass wir hier noch eine Chance haben. Und ich glaub in der zweiten Halbzeit haben wir es überragend gemacht und dann auch die Chancen genutzt.“

*Mit Material von Sky

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