Die Freude bei Trainer Ole Werner war angesichts des späten Heimsieges des SV Werder Bremen gegen Hertha BSC riesengroß!
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Die Freude bei Trainer Ole Werner war angesichts des späten Heimsieges des SV Werder Bremen gegen Hertha BSC riesengroß!

Das sagen Trainer Ole Werner und Co.

„Sehr erwachsen gespielt“: Die Stimmen zum Sieg des SV Werder gegen Hertha BSC

Bremen - Der SV Werder Bremen hat nach einer bitteren Woche zurück in die Erfolgsspur gefunden und sein Heimspiel gegen Hertha BSC knapp und spät mit 1:0 (0:0) gewonnen. Das Tor des Tages erzielte einmal mehr Top-Stürmer Niclas Füllkrug per Kopf (85.). Die Stimmen zum Spiel mit Ole Werner, Sandro Schwarz, Füllkrug und Co.

Ole Werner (Trainer SV Werder Bremen): „Heute ist es gut gelaufen für uns. Flutlicht-Spiel, volles Weserstadion, ein sehr ausgeglichenes, sehr enges Spiel. Häufig haben Zentimeter entschieden, das Torschussverhältnis und Ballbesitz waren ziemlich auf Augenhöhe. Insgesamt war es eine erwachsene Leistung von uns. Wir haben über das ganze Spiel gut verteidigt, hatten auch zwei bis drei gute Chancen für uns, die ‚Duckschi‘ und Weiser liegenlassen. Und dann war ‚Fülle‘ zur Stelle. Ich glaube, dass es am Ende auch nicht unverdient war. Wir wollten heute die Stabilität bewahren. Bei unseren Wechseln war nicht das letzte Risiko drin. Dann war diese eine Chance da und die haben wir genutzt. Für uns war es wichtig, dass das Spiel nicht zu schnell wird, nicht zu viele Räume entstehen, denn da ist Hertha mit ihren schnellen Leuten und den Umschaltmomenten brandgefährlich. Heute mussten wir genau abwägen, wo gehst du ins Risiko und wo nicht. Das war heute von uns sehr erwachsen gespielt, dass wir da nicht so oft in die Falle getappt sind. Das war der Schlüssel im Defensivverhalten, dass man die Räume gut verdichtet. Die Jungs haben das sehr aufmerksam verteidigt.“

Werder Bremen findet gegen Hertha BSC zurück in die Erfolgsspur - die Stimmen zum Spiel

Niclas Füllkrug (Werder-Torschütze): „Wir haben es uns über das ganze Spiel verdient. Es war ähnliches Spiel wie Mainz. Es ist eine reife Weiterentwicklung. Wir haben schneller gespielt als gegen Mainz, hatten hohe Ballgewinne. Müssen schon vor der Pause in Führung gehen. Dann wollten wir es einfach mehr. Wir haben hinten kaum etwas zugelassen. Das ermöglicht dir am Ende, am Ende drei Punkte mitzunehmen. Von allem etwas: Qualität und wir wollten es noch mehr.“

Amos Pieper (Werder-Profi): „Für mich persönlich war es der erste Heimsieg auf dem Platz, gegen Gladbach war ich ja gesperrt. Ich konnte es echt genießen, da habe ich mich lange drauf gefreut. Wenn man schon sieht, wie die Fans uns unterstützen bei einem Unentschieden oder einer Niederlage, dann ist das schon außergewöhnlich. Ein Flutlicht-Spiel am Freitagabend - das macht die Sache noch besser. Die Chancen, die es gab, waren schon eher auf unserer Seite, von daher war ich sehr zuversichtlich, dass wir das Spiel noch gewinnen. Es war ein kompakter Gegner, ein kampfbetontes Spiel. Wir hatten in der ersten Halbzeit viele gute Ballgewinne, die wir nicht gut zu Ende gespielt haben. Hertha hat immer wieder verändert, wie sie uns angelaufen haben. Dadurch mussten wir hinten immer wieder andere Lösungen finden, um nach vorne zu kommen. Das ist uns mal mehr und mal schlechter gelungen. Insgesamt war das ein sehr reifer Auftritt.“

Mitchell Weiser (Werder-Profi): „Eigentlich war es vorher schon klar, dass es sehr intensiv wird, das hat sich bestätigt. Dadurch, dass das Spiel auch lange offen war, war das sehr intensiv. Ich glaube, es war zwar ein ausgeglichenes Spiel, aber wir haben am Ende eine Chance genutzt, deswegen haben wir auch verdient gewonnen. Wir glauben halt immer dran, in jeder Phase des Spiels. Wenn man die Spiele so lange offenhält, kann man sie auch für sich entscheiden. Wir haben hart dafür gearbeitet, Hertha auch, aber am Ende entscheidet dann eine Aktion.“

„Das hat mir heute besonders gut gefallen“: Große Freude bei Werder Bremen über Heimsieg gegen Hertha BSC

Niklas Stark (Werder-Profi): „Es war ein intensives Spiel auf jeden Fall. Wir wussten schon, wie sie versuchen, zu spielen, auch mit den langen Bällen hinter die Kette, schnelles Umschalten. Das haben wir gewusst und gut reagiert, finde ich. Wir haben es auch über die Sechs gut gelöst. Das zum Taktischen. Aber klar war es ein emotionales Spiel, da brauchen wir nicht drumherum zu reden, ich habe sieben Jahre da gespielt, das ist noch nicht so lange her. Klar geht einem das nahe. Der Sieg war schon sehr wichtig, aber auch wie wir gespielt haben. Wir haben sehr professionell gespielt, sehr geduldig gespielt, sehr erwachsen gespielt. Das alleine tut schon ganz gut. Auch wenn es 0:0 ausgegangen wäre, wäre es trotzdem eine gute Leistung von uns gewesen, auf der man Step by Step aufbauen kann. Das hat mir heute besonders gut gefallen. Dann macht Fülle das Tor und es ist noch besser.“

Milos Veljkovic (Werder-Profi): „Wichtiger Sieg, wir waren geduldig. Wir wussten vorher, dass es ein enges, schweres Spiel wird gegen eine sehr abgezockte Herthaner Mannschaft. Wir wussten, wir bekommen nicht viele Chancen. Es war ein bisschen glücklich mit dem späten Tor, aber wir haben als ganze Mannschaft gut verteidigt. Wir sind auf jeden Fall sehr glücklich. Wir hatten schon ein paar Chancen, aber Hertha steht gut hinten als Team, verteidigt gut. Durch die Mitte war es schwer zu spielen, wir mussten viel über Außen kommen mit Mitch und Tony und die Bälle reinflanken. Wir wussten, es wird schwer. Wir waren geduldig und haben uns am Ende belohnt.“

Werder Bremen schlägt Hertha BSC: Trainer Sandro Schwarz sauer auf Schiedsrichter - die Stimmen zum Spiel

Sandro Schwarz (Trainer Hertha BSC): „Emotionales Spiel, unglücklich, dass wir so ein Spiel am Ende verlieren, wo wir situativ unzählige Möglichkeiten hatten, Torchancen zu erspielen. Die Netto-Spielzeit war sehr gering heute. Es war kein Spielfluss drin, viele Gelbe Karten. Dann kommt diese Situation mit Mitch Weiser und Gelb-Rot... Das ist keine Entschuldigung, aber wenn du diese Spielleitung hast, dann muss man klar sagen, ist es ab der 65. Minute Zehn gegen Elf. Wir waren zu Beginn des Spiels sofort drin, hatten die Tormöglichkeit. Dann haben wir den Gegner mit einem einfachen Ballverlust aufgebaut. Dann hatten sie ihre Möglichkeiten. Zweite Halbzeit hatten wir phasenweise alles im Griff, hatten Räume, um uns Torchancen zu erspielen. Dann ist es ärgerlich, dass du mit so einer Bogenlampe das Spiel dann noch verlierst.“

Marco Richter (Spieler Hertha BSC): „Beim Füllkrug läuft’s gerade. Dass der da hinten noch reinfällt… Kann man besser verteidigen auf jeden Fall, ich glaube, am Schluss wäre ein 0:0 gerecht gewesen. Jetzt fühlt es sich natürlich sehr scheiße an, wir stehen hier mit null Punkten, fahren jetzt nach Hause, das ist sehr bitter heute Abend. Insgesamt war es ein sehr kampfbetontes Spiel, wir wussten, was hier mit Flutlicht im Stadion auf uns zukommt und wir haben es auch gut angenommen. Am Ende stehen wir mit leeren Händen da, das ist extrem bitter.“

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