Werder Bremens Trainer Ole Werner war vor allem mit der zweiten Halbzeit seines Teams gegen den FSV Mainz 05 nicht ganz einverstanden.
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Werder Bremens Trainer Ole Werner war vor allem mit der zweiten Halbzeit seines Teams gegen den FSV Mainz 05 nicht ganz einverstanden.

Die Stimmen zum Werder-Spiel

„In der zweiten Halbzeit war das von allen zu wenig“ - die Stimmen zu Werder Bremens Niederlage gegen Mainz 05

Bremen - Der SV Werder Bremen hat sein Heimspiel gegen den FSV Mainz 05 mit 0:2 (0:1) verloren. Die Tore die Gäste erzielten Marcus Ingvartsen (36.) und Jae-Sung Lee (66.). Die Stimmen zum Spiel mit Ole Werner, Marco Friedl, Niclas Füllkrug und Co.

Ole Werner (Trainer SV Werder Bremen): „Es war eine wilde Anfangsphase. Dann haben wir gute Kontrolle über das Spiel gehabt. Wir haben kaum etwas zugelassen und hatten selbst drei, vier Möglichkeiten, um in Führung zu gehen. Die haben wir nicht genutzt, weil uns heute die Genauigkeit gefehlt hat, die uns sonst in dem Bereich auszeichnet. Dann geraten wir mehr oder weniger aus dem Nichts in Rückstand nach einer Situation, in der wir eigentlich sehr lange in Ballbesitz sind und zwei, drei Möglichkeiten haben, das Spiel nach vorne zu tragen. Wir spielen aber zwei, drei Rückpässe, sind dann zu einem langen Ball gezwungen, aus dem dann die Szene zum 0:1 entsteht. Für mich in der Phase und in der Entstehung unnötig. In der zweiten Halbzeit hat es Mainz dann clever machen können. Sie standen noch tiefer, die Räume waren dadurch enger. Wir haben es nicht geschafft, die nötige Präzision, die Geschwindigkeit in Ballbesitz und im Laufverhalten an den Tag zu legen, um Mainz vor größere Probleme zu stellen.

Trotzdem hatten wir noch zwei, drei Möglichkeiten, bei denen uns vielleicht auch das Quäntchen Glück gefehlt hat, dass wir in den letzten Wochen hier und da mal hatten. Insofern bleibt unter dem Strich eine vernünftige erste Halbzeit und eine schlechtere zweite Halbzeit. Wir können es deutlich besser machen und haben es gegen kompakte Gegner auch schon deutlich besser gemacht. Wir müssen es jetzt so hinnehmen, wie es ist. Wir sind sicherlich enttäuscht darüber, dass wir heute in der zweiten Halbzeit nicht die Leistung zeigen konnten, die wir von uns verlangen, aber wir müssen trotzdem akzeptieren, dass es diese Tage als Aufsteiger gibt. Viel Zeit zum Analysieren haben wir nicht, weil am Mittwoch in Paderborn schon die nächste Aufgabe ansteht.“

Verdiente Niederlage für Werder Bremen gegen Mainz 05 - die Stimmen zum Spiel

Marco Friedl (Werder-Kapitän): „Das Hauptproblem war, dass wir die Räume, die frei gewesen wären, zu selten bespielt haben. Wenn wir sie dann mal gefunden haben, waren wir zu ungenau. Deswegen haben wir heute auch verdient verloren, weil wir das Spiel über die 90 Minuten hergeschenkt haben. Das muss man so offen und ehrlich sagen. Solche Spiele gibt es immer wieder mal. Wir waren klar die Mannschaft, die mehr vom Spiel hatte. Speziell in der ersten Halbzeit. Mainz hat relativ wenig dazu beigetragen, sondern hat viele lange Bälle gespielt. Darauf waren wir eingestellt. Im Großen und Ganzen haben wir es ordentlich verteidigt, aber zweimal haben wir ihnen eine Chance gegeben, und da waren sie einfach eiskalt.“

Niclas Füllkrug (Werder-Stürmer): „Das erste Tor kam aus dem Nichts. Wir haben viel Spielkontrolle gehabt und Torchancen kreiert. In der zweiten Halbzeit war das von uns allen zu wenig. So ist es für jede Mannschaft leicht zu verteidigen.“

Niklas Stark (Werder-Verteidiger): „Mainz hat es uns schwer gemacht. Sie standen defensiv gut und haben die Räume eng gemacht, die wir deshalb erst finden mussten. Das haben wir in der ersten Halbzeit besser gemacht als in der zweiten. Da hat uns in den gewissen Momenten die Genauigkeit gefehlt und auch die Bereitschaft, die Räume schnell anzuspielen. Deswegen verlierst du so ein Spiel, was ärgerlich ist, weil der Gegner wirklich nicht viele Chancen hatte. So ist es in der Bundesliga eben.“

Werder Bremen verliert Heimspiel gegen FSV Mainz 05: „Natürlich ist das jetzt sehr bitter“

Romano Schmid (Werder-Profi): „Fakt ist, wir haben zu ungenau gespielt, aber wir hatten gute Möglichkeiten. In der zweiten Halbzeit kamen wir gar nicht mehr in diese Möglichkeiten rein. Natürlich ist das jetzt sehr bitter, weil wir den Gegner in der ersten Halbzeit richtig dominiert haben und auch wirklich gute Chancen hatten.“

Bo Svensson (Trainer FSV Mainz 05): „Die erste Halbzeit hat sehr wild angefangen. In den ersten zwei Minuten hatten beide Mannschaften große Chancen. Danach hatten wir einige Probleme, gegen den Ball Zugriff zu bekommen. Werder war die bessere Mannschaft, aber auch wir haben immer eine gewisse Gefahr ausgestrahlt. Wir haben diese Phase überstanden mit etwas Glück, einem guten Torwart und ordentlichem Abwehrverhalten. Dann machen wir ein schönes Tor zum 1:0, was sicher ein Schlüsselmoment war. In der zweiten Halbzeit haben wir es clever gemacht. Wir haben das Spiel kontrolliert und haben nicht viel zugelassen. Ich bin stolz auf meine Mannschaft. Sie hat an sich geglaubt, auch wenn die Dinge nicht so einfach waren.“

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