Marvin Ducksch wurde wegen einer Party-Nacht aus dem Pokal-Kader des SV Werder Bremen geworfen - in Freiburg soll der Stürmer jetzt eine Reaktion zeigen.
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Marvin Ducksch wurde wegen einer Party-Nacht aus dem Pokal-Kader des SV Werder Bremen geworfen - in Freiburg soll der Stürmer jetzt eine Reaktion zeigen.

Ducksch nach Suspendierung in Freiburg wieder dabei

„Wir hoffen, dass er eine Reaktion zeigt“ - Werder-Profis setzen auf Rückkehrer Marvin Ducksch

Paderborn - Er war gar nicht dabei, am Mittwochabend in Paderborn aber trotzdem großes Thema. Und das lag zweifellos am Grund dafür, weshalb Marvin Ducksch das DFB-Pokalspiel beim Zweitligisten verpasst hatte. Nach der 0:2-Heimniederlage gegen Mainz 05 war der Stürmer des SV Werder Bremen am vergangenen Samstag feiern gegangen und deshalb tags darauf erst mit reichlich Verspätung zur Arbeit am Weserstadion erschienen. Von Cheftrainer Ole Werner wurde er deshalb für das Paderborn-Spiel suspendiert, vom Mannschaftsrat zusätzlich mit einer Geldstrafe belegt. Im Nachgang an das Pokal-Aus in Paderborn äußerten sich nun Duckschs Mitspieler zu dem Vorfall.

„Die Mannschaft hat ihm gesagt, dass so etwas gar nicht geht. Er hat die Strafe bekommen, die er verdient hat“, berichtete Leonardo Bittencourt, der dem Mannschaftsrat des SV Werder Bremen angehört. Damit sei das Thema aber auch abgehakt. „Wir haben doch alle schon mal etwas gemacht, was vielleicht nicht hätte sein sollen. Jetzt auf den Jungen einzutreten, finde ich nicht fair“, betonte Bittencourt, der darauf hofft, dass Marvin Ducksch entschlossen aus seiner Mini-Verbannung zurückkehrt: „Jetzt hoffen wir, dass er eine Reaktion zeigt. Das brauchen wir auch von ihm.“

Nach Suspendierung von Marvin Ducksch: Werder Bremen-Kollegen erwarten reaktion in Freiburg

Niclas Füllkrug, ebenfalls Mitglied des Mannschaftsrates, hätte natürlich auch nichts gegen eine solche Reaktion seines Sturmpartners einzuwenden. „Ich habe ihn gerne neben mir auf dem Platz“, sagte der 29-Jährige und nahm Marvin Ducksch ebenfalls in Schutz. „Ihr wisst doch, wofür er steht, und ihr wisst auch, was für einen Lebensstil er pflegt“, sagte Füllkrug im Gespräch mit den Journalisten - und betonte: „Da gab es doch schon andere vorher, die ähnlich waren. Manche Typen sind eben so.“ Man müsse nur aufpassen, „dass man den Bogen nicht überspannt“. Die Grenze sei nun gesetzt, die Strafe ausgesprochen worden. „Marvin hat jetzt gelitten, er lernt daraus, und ich freue mich, dass er Samstag wieder zur Verfügung steht“, sagte Füllkrug, dem es übrigens viel zu einfach war, die Niederlage des SV Werder Bremen in Paderborn mit dem Fehlen seines Sturmpartners zu erklären.

Für das Auswärtsspiel des SV Werder Bremen beim SC Freiburg (Samstag, 15.30 Uhr im Live-Ticker der DeichStube) plant Cheftrainer Ole Werder nun wieder mit Marvin Ducksch. Vermutlich wird der Angreifer dann auch wieder in der Startelf stehen, weil sein Stellvertreter Oliver Burke in Paderborn nicht gerade geglänzt hat. „Es gibt eben Situationen, das kennt doch jeder von uns, aus der Familie, aus der Schule oder von der Arbeit, in denen Fehler passieren. Dann gibt‘s eine Konsequenz und dann geht‘s gemeinsam weiter“, sagte Werner. Demnach dürfte so die Startelf-Aufstellung des SV Werder Bremen gegen den SC Freiburg aussehen. (dco/kni)

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