Werder Bremens Präsident Hubertus Hess-Grunewald über den Werder-Machtkampf: So kam es zum Bruch mit Klaus-Dieter Fischer.
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Werder Bremens Präsident Hubertus Hess-Grunewald über den Werder-Machtkampf: So kam es zum Bruch mit Klaus-Dieter Fischer.

Machtkampf bei Werder

Fischer gegen Hess-Grunewald – so kam es zum „tiefen Bruch“ zwischen den beiden Präsidenten des SV Werder Bremen

Über den Auszug aus der Loge der Geschäftsführung ist es ans Licht gekommen: Zwischen Werder Bremen und seinem Ehrenpräsidenten Klaus-Dieter Fischer (79) herrscht heftiger Knatsch. Nun beschreibt Präsident und Geschäftsführer Hubertus Hess-Grunewald (60), wie es schon lange vorher zwischen ihm und seinem Vorgänger zum „persönlichen Bruch“ gekommen ist.

Der Punkt, an dem sich der Streit entzündete, war der Wunsch Fischers, auch nach seinem Ausscheiden aus dem operativen Geschäft weiter als Ehrenpräsident an Präsidiumssitzungen des eingetragenen Vereins SV Werder Bremen beratend teilnehmen zu dürfen. Eine von Klaus-Dieter Fischer vorgelegte Vereinbarung habe das geschäftsführende Präsidium des „e.V.“ aber abgelehnt. „Er hat mir persönlich sehr übel genommen, dass wir entschieden haben, dass er nicht an den Sitzungen teilnehmen soll. Seitdem gibt es diesen tiefen Bruch. Was ich sehr schade finde, denn er sollte mich auch als Mentor begleiten. Aber er hat dann gesagt, dass er dafür nicht mehr zur Verfügung steht“, erklärt Hubertus Hess-Grunewald (60) in einem Interview mit dem „Weser Kurier“.

Werder Bremen: Streit zwischen Hubertus Hess-Grunewald und Klaus-Dieter Fischer - was ist passiert?

Von Werder Bremen wie ein Aufsichtsratmitglied ausgestattet zu werden und die Übernahme der Handykosten – was die zwei anderen der drei Fischer-Wünsche waren – habe der Verein abgenickt. Und seinem langjährigen Präsidenten auch ansonsten viele Ehrungen zuteil werden lassen. Hess-Grunewald: „Es gab ja einen großen Abschied im Rathaus, wir haben unsere modernste Halle nach ihm benannt, ich habe ihn als größten Werderaner aller Zeiten gewürdigt und die gewünschte Ausstattung und die Übernahme der Handykosten waren natürlich in Ordnung. Aber es ist ihm sehr schwer gefallen, nicht mehr in der Verantwortung zu stehen.“

Kritische Fischer-Interviews zu Entwicklungen bei Werder führten letztlich dazu, dass der Ehrenpräsident das Privileg verlor, bei Heimspielen in der Loge der Werder-Führung sitzen zu dürfen. Ein Ergebnis der angespannten Atmosphäre ist es auch, dass Fischer von Werder Bremen ausgerichtete Feierlichkeiten zu seinem 80. Geburtstag am 27. Dezember ablehnt. „Diese Entwicklung bedauere ich sehr, ich habe Klaus-Dieter Fischer viel zu verdanken“, sagte Hubertus Hess-Grunewald. Nach einer schnellen Chance auf Versöhnung klang das alles nicht. (csa) Auch lesenswert: Werder Bremen-Manager Frank Baumann kontert Jörg Wontorra mit pikanter Freikarten-Story.

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