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Claudio Pizarro von Werder Bremen spielt in den Planungen von Perus Nationaltrainer Ricardo Gareca keine Rolle.

Zoff mit Werder-Bremen-Legende

Streit mit Claudio Pizarro: Perus Nationaltrainer Gareca entschuldigt sich

Bremen - Das Kapitel Nationalmannschaft ist für Stürmer Claudio Pizarro von Werder Bremen schon lange beendet. Spätestens seit seiner Nicht-Berücksichtigung für die WM 2018 in Russland weiß Pizarro, dass der peruanische Verband nicht mehr auf ihn setzt. Nun ist ein öffentlicher Streit zwischen Pizarro und Perus Nationaltrainer Ricardo Gareca entbrannt.

Update vom 6. Juni 2019:

Perus Nationaltrainer Ricardo Gareca ist bemüht, im öffentlichen Streit mit Claudio Pizarro die Wogen zu glätten. „Ich habe Respekt, Wertschätzung, Bewunderung und Zuneigung für ihn“, erklärte Gareca bei einer Pressekonferenz. Er habe keine Kontroverse auslösen wollen, vielleicht sei das Thema in der Öffentlichkeit zu groß gemacht worden.

Zur Erinnerung: Gareca hatte Pizarro vorgeworfen, sich selbst aus der Nationalmannschaft ausgeschlossen zu haben, weil er nicht für ein Freundschaftsspiel nominiert werden wollte. Das hatte Pizarro via Social Media gekontert. Garecas neue Botschaft an Pizarro und seine Fans: „Wenn sie sich angegriffen fühlen, entschuldige ich mich. Es ist nicht meine Absicht, mit einem Spieler mit tadelloser Laufbahn zu streiten.“

Unstimmigkeiten gab es vor einiger Zeit auch zwischen Claudio Pizarro und Alexander Nouri. Nouri, damals Werder-Trainer, hatte Pizarro 2017 einen Wechsel nahe gelegt. Heute ist Pizarro bekanntlich wieder Bremer, die Zukunft von Alexander Nouri könnte im Iran liegen. 

Streit mit Claudio Pizarro: Schmeißt Perus Nationaltrainer Gareca hin?

Update vom 3. Juni 2019: Peruanische Medien spekulieren über einen Rücktritt von Perus Nationaltrainer Ricardo Gareca nach der Copa America in Brasilien (15. Juni bis 7. Juli). Demnach sei der Coach müde und genervt von den Debatten um Claudio Pizarro von Werder Bremen und dem Coach fehle der Rückhalt des peruanischen Fußball-Verbandes. Bekäme Pizarro unter einem neuen Trainer trotz des fortgeschrittenen Alters (40) womöglich sogar wieder die Chance für Peru zu spielen?

Zur Original-Nachricht vom 1. Juni 2019:

Nationaltrainer Ricardo Gareca hat  gegenüber „depor.com“ erklärt, dass Pizarros Aus nichts mit dessen Alter zu tun habe. Vielmehr hatte sich der Coach über eine ganz eine bestimmte Aussage des Profis geärgert.

Im September 2018, also nach der WM, hatte Claudio Pizarro in einem Interview auf Nachfrage erklärt, dass er keinen Sinn darin sehe, künftig noch für Freundschaftsspiele Perus nominiert zu werden. „Da ich nicht bei der WM war, wäre es nicht sinnvoll, mich jetzt anzurufen“, sagte der Stürmer von Werder Bremen gegenüber „NexSport“. Ein Satz, den Gareca offenbar als Rücktritt wertete.

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Werder-Bremen-Legende Claudio Pizarro: Freundschaftsspiel-Nominierung ohne Sinn

„Wir können keinen Spieler berufen, der sich selbst ausschließt. Niemand hat Türen geschlossen, und wir kümmern uns auch nicht ums Alter“, sagte der Nationaltrainer. Und fragte: „Aber wie sollen wir jemanden berufen, der keinen Sinn darin sieht, für die Seleccion nominiert zu werden?“

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Der Widerspruch von Claudio Pizarro ließ am Freitag nicht lange auf sich warten. Bei Twitter schrieb der 40-jährige Angreifer von Werder Bremen: „Ich habe mich nie aus der Nationalmannschaft ausgeschlossen. Zu sagen, dass es keinen Sinn macht, mich nach der Weltmeisterschaft, für die ich nicht nominiert wurde, für Freundschaftsspiele einzuladen, bedeutet keinen Rücktritt.“

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Gerade erst hat Gareca übrigens seinen 23-köpfigen Kader für die Copa America in Brasilien (15. Juni bis 7. Juli) bekannt gegeben, und - große Überraschung! - Claudio Pizarro ist nicht dabei.

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