Gut für Werder Bremen: Die Polizei rechnet in dieser Saison mit keinem einzigen „Hochrisikospiel“!
+
Gut für Werder Bremen: Die Polizei rechnet in dieser Saison mit keinem einzigen „Hochrisikospiel“!

Werder-Heimspiel gegen Frankfurt ohne Zusatzkosten

Gut für Werder Bremen: Polizei rechnet in dieser Saison mit keinem einzigen „Hochrisikospiel“

Bremen - Kurz vor dem Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt (Sonntag, 17.30 Uhr) ist eine Entscheidung gefallen, die der SV Werder Bremen mit Wohlwollen zur Kenntnis genommen hat: Die Polizei Bremen hat die Partie gegen die Hessen nicht als sogenanntes „Hochrisikospiel“ eingestuft. Heißt: Auf eine Rechnung im Nachgang muss sich der Bundesliga-Aufsteiger nicht einstellen. Noch besser für Werder: Auf Nachfrage der DeichStube teilte das Bremer Innenressort am Freitag mit, dass die Polizei „nach derzeitigem Stand“ für die Saison 2022/23 von keinem einzigen „Hochrisikospiel“ im Weserstadion ausgeht.

Für Werder Bremen ist das fraglos eine gute Nachricht, die dem Verein eine große finanzielle Entlastung in Aussicht stellt. Schließlich kommen die Grün-Weißen „Hochrisikospiele“ seit 2015 regelmäßig teuer zu stehen. Die zusätzlichen Kosten für den Polizeieinsatz, die bei entsprechenden Partien anfallen, stellt das Land Bremen seitdem der Deutschen Fußball Liga (DFL) in Rechnung - und damit letztlich Werder, weil die DFL die Rechnungen an den Osterdeich weiterreicht.

Bei „Hochrisikospielen“ stellt das Land Bremen die Polizeikosten der DFL in Rechnung - die gibt sie an Werder Bremen weiter

Die bislang von der DFL an das Land Bremen bezahlten Gebühren für fünf „Hochrisikospiele“ betragen rund 1,5 Millionen Euro. „Wir haben für die fünf Bescheide 50 Prozent der Gesamtsumme, insgesamt rund 800.000 Euro, an die DFL erstattet“, teilt Werder-Präsident Hubertus Hess-Grunewald auf Nachfrage der DeichStube mit. Und weiter: „Die andere Hälfte ist bis zur finalen Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts gestundet.“ Noch gänzlich offen sind laut Bremer Innenressort weitere Rechnungen an die DFL in Höhe von 835.531 Euro. Für die noch drohenden Kosten aus den bisherigen Risikospielen hat Werder Bremen laut Hess-Grunewald „in den relevanten Jahresabschlüssen auf Grundlage der handelsrechtlichen Vorgaben eine Rückstellung gebildet“. 

Seit Jahren schon streiten sich das Land Bremen und die DFL in der Sache vor Gericht. Bisher ging stets das Land als Sieger hervor. Als nächsten (und finalen) Schritt kündigte die DFL im Frühjahr an, vor das Bundesverfassungsgericht ziehen zu wollen, weil die Dachorganisation des deutschen Profi-Fußballs die betreffende Regelung des Bremischen Gebühren- und Beitragsgesetzes unverändert für verfassungswidrig hält. Einen Termin für die Verhandlung gibt es noch nicht.

„Hochrisikospiele“ verursachten seit 2015 Kosten in Millionenhöhe: Streit um Polizeikosten zwischen dem Land Bremen und der DFL

Sein letztes „Hochrisikospiel“ im Wohninvest Wesertstadion bestritt Werder vor ziemlich genau einem Jahr während der Zweitligasaison gegen den FC Hansa Rostock. Mehr Duelle dieser Art gab es in der vergangenen Serie nicht, da das Nordderby gegen den Hamburger SV im Vorfeld heruntergestuft wurde. Während der Abstiegssaison des SV Werder Bremen in der Bundesliga gab es kein „Hochrisikospiel“, was in erster Linie an der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Geisterspielen lag.

Laut Bremer Innenressort belaufen sich die Polizeikosten für den Steuerzahler bei einem „unauffälligen Spiel“ des SV Werder Bremen auf 115.000 Euro. Bei einem „Hochrisikospiel“ steige diese Summe deutlich an und rangiere zwischen 227.000 und 450.000 Euro. (dco) Schon gelesen? Das könnte die Startelf-Aufstellung von Werder Bremen gegen Eintracht Frankfurt sein!

Schon gelesen? Verfolgt das Bundesliga-Spiel zwischen Werder Bremen und Eintracht Frankfurt im DeichStube-Liveticker!

DIE DEICHSTUBE ALS KOSTENLOSE APP

Die DeichStube gibt es jetzt auch als kostenlose App. Einfach downloaden!

Kommentare