Der SV Werder Bremen hat die richtige Rolle für Co-Trainer Danijel Zenkovic noch immer nicht gefunden
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Der SV Werder Bremen hat die richtige Rolle für Co-Trainer Danijel Zenkovic noch immer nicht gefunden

Zenkovic jetzt UEFA-Pro-Lizenz-Inhaber

Was wird aus Co-Trainer Danijel Zenkovic? Werder Bremen sucht noch nach der passenden Rolle

Bremen - In den vergangenen Wochen und Monaten hat er oft gefehlt, wenn sich Werder Bremen auf den Trainingsplätzen am Osterdeich auf die kommende Aufgabe in der 2. Bundesliga vorbereitet hat - nun ist Co-Trainer Danijel Zenkovic zurück in Bremen. Und zwar als frischgebackener Inhaber der UEFA-Pro-Lizenz, für die er zuletzt erfolgreich mehrere Lehrgänge in seiner Heimat Österreich absolviert hat.

Ab sofort wird der 34-Jährige als Teil des Trainerteams wieder mit auf dem Platz stehen - demnächst aber auch im Büro von Sportchef Frank Baumann sitzen, um über die Zukunft zu sprechen. Denn Werder Bremen hat die richtige Rolle für Danijel Zenkovic noch immer nicht gefunden.

Rückblick: 2020 war der Österreicher auf Wunsch des damaligen Cheftrainers Florian Kohfeldt in den Bremer Trainerstab geholt worden. Als ehemaliger Nachwuchscoach von Red Bull Salzburg und Ajax Amsterdam sollte Danijel Zenkovic bei Werder Bremen vor allem seine Erfahrungen im Umgang mit Nachwuchsspielern einbringen. „Das Thema Entwicklung von Spielern ist etwas, was ich für Danijel als prägend bezeichnen würde“, sagte Kohfeldt damals. Allzu lange dauerte die Zusammenarbeit in der Folge jedoch nicht an. Unmittelbar vor dem Bundesliga-Abstieg musste Kohfeldt gehen - und Zenkovic sieht sich in der aktuellen Saison mit einer ganz neuen Konstellation konfrontiert.

Werder Bremen hat noch keine Antwort darauf, welche Rolle Danijel Zenkovic einnehmen soll

Neu-Trainer Markus Anfang brachte in Florian Junge (Co-Trainer) und Tom Cichon (Chefanalyst) seine langjährigen Vertrauten mit nach Bremen. Und schnell stellte sich im Sommer die Frage, welchen Platz Danijel Zenkovic neben diesem Trio eigentlich einnehmen würde. Eine Antwort darauf gibt es bis heute nicht. Was freilich auch damit zusammenhängt, dass der 34-Jährige zuletzt so oft nicht in Bremen war, sich mit den neuen Kollegen also kaum einarbeiten konnte. „Danijel ist ins Trainerteam eingebunden, aber natürlich war es nicht optimal, dass er zuletzt häufiger weg war“, sagt Sportchef Baumann, der „zu gegebener Zeit“ das Gespräch mit dem Co-Trainer suchen möchte, „um zu schauen, wie unsere und seine Planungen aussehen“.

Werder Bremen könnte Danijel Zenkovic Posten im Nachwuchsleistungszentrum anbieten

Dass Danijel Zenkovic bei Werder Bremen für die Zukunft dauerhaft als Mitglied des Profi-Trainerteams eingeplant ist, erscheint derzeit eher als unwahrscheinlich. Schließlich hat Anfang die Aufgaben längst verteilt, ist sein Stab längst eingespielt. Welcher Schritt für den Assistenzcoach als nächstes komme, „wird man sehen“, sagt Baumann - und betont: „Danijel ist jung und ehrgeizig und will immer dazulernen. Es ist durchaus vorstellbar, dass wir mit ihm weitermachen. Wir wollen ja nicht nur Spieler, sondern auch Trainer weiterentwickeln.“

Denkbar ist, dass Werder Bremen dem Österreicher einen Posten im Nachwuchsleistungszentrum anbietet. Die große Frage wäre dann nur, ob Danijel Zenkovic das reicht. Tendenz: eher nicht. Schließlich hatte er erst kürzlich gesagt: „Mit der Pro-Lizenz ist es auch so, dass ich mir neue Ziele als Fußballtrainer setze.“ (dco) Auch interessant: Werder-Abgänge im Überblick: So läuft es bei Gebre Selassie, Moisander, den Eggesteins und Co.!

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