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Nach vielen schwachen Spielen zeigte sich Yuya Osako im DFB-Pokal-Match von Werder Bremen gegen Borussia Dortmund wieder stark verbessert.

Japaner überzeugt gegen Dortmund

Mit Sushi-Trick macht Werder Osako fit

Bremen - Nach gutem Saisonbeginn hing Yuya Osako lange durch - und irgendwie schien er schon etwas abgeschrieben beim SV Werder Bremen. Doch beim 3:2-Pokal-Coup gegen Borussia Dortmund meldete sich der Japaner am Dienstagabend eindrucksvoll zurück.

Yuya Osako spielte richtig stark und bereitete den dritten Treffer mit einem perfekten Pass vor. Wie hat Florian Kohfeldt das nur geschafft? Mit einem eigentlich ganz simplen Sushi-Trick, wie der Trainer des SV Werder Bremen hinterher grinsend verriet.

Kohfeldt hatte sich am Montag kurzerhand in den Speiseplan des Bremer Parkhotels eingemischt. Dort übernachten die Werder-Profis vor Heimspielen und natürlich gibt es ein gemeinsames Abendessen. Teammanager Dustin Haloschan habe vorgeschlagen, neben den üblichen Vorspeisen mal Sushi anzubieten - und dachte dabei gewiss auch an den zuletzt so schwächelnden Japaner im Team: Yuya Osako.

Werder Bremen: Sushi bei Yuya Osako „das ganze Geheimnis“

„Ich mag auch Sushi, deswegen war es okay für mich“, berichtete Kohfeldt nach dem Spiel mit einem breiten Grinsen im Gesicht. Es machte ihm hörbar Spaß, diese kleine Geschichte zu erzählen. Denn eigentlich war er ja gefragt worden, wie er es denn als Trainer geschafft habe, seinen einst so hochgelobten, dann aber so eingebrochenen Angreifer wieder flott bekommen zu haben.

„Ich könnte jetzt erzählen, dass ich mit ihm noch mal viel Video geschaut habe oder lange gesprochen habe“, erzählte Kohfeldt: „Aber nein. Ich habe ihn wie jedes Mal vor einem Spiel in den Arm genommen und gesagt: ,Wenn du einen Ball verlierst, dann steh‘ bitte sofort wieder auf.‘ Es war einfach so, dass eine gewisse Körpersprache bei ihm in den letzten Wochen nicht gut gewirkt hat. Ich habe ihm auch gesagt, glaube an dich. Aber das habe ich in den letzten Wochen auch gemacht.“ Die einzige Veränderung sei die Nummer mit dem Sushi gewesen. „Das ist das ganze Geheimnis“, sagte Kohfeldt und lächelte zufrieden.

Werder Bremen: Florian Kohfeldt erklärt Einsatz von Yuya Osako

Manchmal kann Fußball eben auch ganz einfach sein. Wenngleich: Es gab schon einen sportlichen Grund, warum Yuya Osako erstmals in diesem Jahr in der Startelf stand. „Ich wollte heute möglichst viele Spieler auf dem Platz haben, die zu jeder Zeit den Ball haben wollen. Denn es war extrem wichtig, dass wir uns zeigen und spielen, wenn wir den Ball haben“, erklärte Kohfeldt.

Das sei das Hauptargument für Osako gewesen - und der habe seine Sache sehr gut gemacht. Und deshalb ist es sehr wahrscheinlich, dass es auch am Freitagabend vor dem Heimspiel gegen Union Berlin wieder Sushi für die Profis von Werder Bremen geben wird. (kni/dco)

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