Schiedsrichter Robert Schröder zeigt Darmstadts Klaus Gjasula nach einem harten Foul gegen Werder Bremen-Profi Romano Schmid die Rote Karte. Jetzt hat der DFB die Sperre bekanntgegeben.
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Schiedsrichter Robert Schröder zeigt Darmstadts Klaus Gjasula nach einem harten Foul gegen Werder Bremen-Profi Romano Schmid die Rote Karte. Jetzt hat der DFB die Sperre bekanntgegeben.

Sperre für Darmstadts Klaus Gjasula

Rote Karte gegen Werder Bremen: DFB sperrt Darmstadt-Profi Klaus Gjasula

Darmstadt – Erst in der Zeitlupe wurde deutlich, welch grobes Foul Klaus Gjasula da im Spiel gegen den SV Werder Bremen begangen hatte. In der 23. Minute war der Profi des SV Darmstadt 98 mit gestrecktem Bein in den Zweikampf mit Werders Romano Schmid gegangen. Auf den ersten Blick sah das zwar nach einem rüden Einsteigen aus, eine Gelbe Karte schien zunächst jedoch vertretbar. Erst in der Wiederholung wurde deutlich: Gjasula traf Schmid mit offener Sohle am Knie. Der Video-Assistent aus Köln meldete sich und Schiedsrichter Robert Schröder entschied nach Ansicht der Bilder: Rote Karte für den Darmstädter Profi. Jetzt hat das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) das Strafmaß bekanntgegeben.

Demnach muss der SV Darmstadt 98 zwei Spiele auf Klaus Gjasula verzichten. Der defensive Mittelfeldspieler, der in dieser Saison bereits elf Gelbe Karten gesammelt hat, fehlt den „Lilien“ damit in den Spielen gegen Holstein Kiel und den 1. FC Nürnberg. Wie der DFB mitteilt, haben der Spieler und der Verein der Strafe bereits zugestimmt - sie ist somit rechtskräftig. Nach der 0:1-Niederlage beim SV Werder Bremen hatte Darmstadt-Trainer Torsten Lieberknecht die Entscheidung von Schiedsrichter Robert Schröder noch als überzogen bezeichnet. Das DFB-Sportgericht hätte die Möglichkeit gehabt, lediglich die Mindeststrafe von einem Spiel Sperre zu wählen. (nag)

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Rote Karte: Darmstadt-Coach Torsten Lieberknecht sauer, Werder Bremen-Trainer Ole Werner kann es nicht verstehen

Bremen - Torsten Lieberknecht war nach der 0:1-Niederlage sauer, richtig sauer. Der Coach des SV Darmstadt 98 hielt die Rote Karte gegen seinen Spieler Klaus Gjasula nach 23 Minuten im Spitzenspiel beim SV Werder Bremen für falsch und sorgte mit seiner Erklärung vor allem bei Werder-Coach Ole Werner für große Verwunderung.

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„Ja, das ist ein Foul, aber für mich keine Rote Karte, weil das Bein nicht steht, es ist in der Luft“, meinte Torsten Lieberknecht zur Szene in der Darmstädter Hälfte. Klaus Gjasula hatte Romano Schmid beim Stand von 0:0 mit offener Sohle am Knie getroffen, dafür zunächst von Schiedsrichter Robert Schröder allerdings nur Gelb bekommen. Doch der Unparteiische schaute sich nach Intervention des Video-Assistenten (VAR) die Szene auf einem Monitor am Spielfeldrand noch einmal an und entschied sich für den Platzverweis.

Werder Bremen-Coach Ole Werner widerspricht Darmstadts Torsten Lieberknecht: „Selten gab es eine klarere Rote Karte“

„Wir haben in den letzten Wochen viel schlimmere Fouls gesehen, bei denen es keine Rote Karte gegeben hat“, sagte der 98-Coach und erinnerte sich an seine eigene Zeit als Profi: „Ich habe solche Tritte oft abbekommen.“ Und auf noch etwas wies der 48-Jährige hin: „Gott sei dank ist dem Jungen nichts passiert, aber er konnte ja auch weiterspielen.“ Was im Umkehrschluss bedeuten würde, dass eine Rote Karte nur bei einer Verletzung richtig wäre…

Für Werder-Coach Ole Werner war die Sache dagegen klar: „Unser Spieler wird klar am Knie getroffen. Selten gab es eine klarere Rote Karte.“ Einigkeit herrschte bei den Trainern nur darin, dass der Platzverweis enormen Einfluss auf die Partie hatte. „Die Rote Karte hat den Spielverlauf ein Stück weit verändert“, meinte Werner, während Lieberknecht von einem Knackpunkt sprach, sein Team habe bis dahin dominiert. (kni) Schon gelesen? Nach Becherwurf und Flitzer im Weserstadion: Werder Bremen verhängt Hausverbote gegen Übeltäter!

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