Tahith Chong trainiert mit Ball.
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Tahith Chong kommt bei Werder Bremen derzeit nicht über die Reservisten-Rolle hinaus. Manchester United bleibt aber offenbar zuversichtlich, dass sich das bald ändern könnte.

Gegen Freiburg ohne Einsatz auf der Bank

Werder-Stürmer Tahith Chong bisher nur Reservist - doch Manchester United bleibt entspannt

Bremen – Erst einmal in der Startelf, noch kein Spiel über die vollen 90 Minuten – und am letzten Samstag in Freiburg erstmals gar nicht zum Einsatz gekommen: Tahith Chong spielt bei Werder Bremen in der laufenden Bundesliga-Saison zwar keine schlechte, bisher aber eben nur eine Nebenrolle – was durchaus die Frage aufwirft: Was hält Manchester United eigentlich davon?

Schließlich hatte der englische Top-Club sein großes Talent Tahith Chong im Sommer nur deshalb für ein Jahr an Werder Bremen verliehen, weil der 20-Jährige dort viel Spielzeit in Aussicht hatte. Doch bisher, so lässt sich nach vier Spieltagen, festhalten, ist dieser Plan nur mit Abstrichen aufgegangen.

Werder Bremen: Kaum Einsatzzeit für Tahith Chong, aber kein Ärger mit Manchester United

Auch mit den Vertretern von Manchester United dürfte Werder darüber schon gesprochen haben. Wöchentlich informieren sich die Engländer in Bremen darüber, wie es läuft – und das sowohl bei Werder als auch beim Spieler selbst. „Der Austausch mit Manchester läuft sehr gut“, erklärte Werders „Leiter Profifußball“ Clemens Fritz am Dienstag – und schob direkt hinterher: „Tahith ist nah dran an der Mannschaft. Weder bei uns noch bei Manchester United besteht die Sorge, dass er zu wenig Spielzeit bekommt.“

Der Hauptgrund, weshalb Werder Bremen Chongs Einsätze bisher so stark dosiert hat, dürfte in dessen noch vorhandenen Defiziten in der Defensivarbeit liegen. Fritz geht aber fest davon aus, dass Werder Tahith Chong bis Sommer 2021 besser gemacht und zuvor viel Freude an ihm gehabt haben wird: „Die Zeit wird dafür reichen. Man sieht ja jetzt schon Entwicklungsschritte bei ihm.“ Schritte, die möglichst bald zu längeren Bundesliga-Auftritten führen sollen. (dco) Auch interessant: Nun hat es auch den SV Werder Bremen erwischt - ein Bundesliga-Profi ist positiv auf Covid-19 getestet worden.

Zur letzten Meldung vom 11. Oktober 2020:

Tahith Chong kommt immer besser in Fahrt und schwärmt von Mitspielern bei Werder Bremen: „Das war brillant“

Bremen – Neun Spiele, sechs Tore: Das ist eine Quote, die sich sehen lassen kann – eine, wie sie für gewöhnlich nur Topstürmer aufweisen. Bei Tahith Chong vom SV Werder Bremen sollte man da zugegebenermaßen aber noch etwas vorsichtig sein. 

Während des Testspiels am Mittwochabend gegen den FC St. Pauli sorgte er zwar genau für diese beiden Werte – es war sein neunter Einsatz für Werder Bremen, in dem er seine Treffer fünf und sechs für den neuen Club erzielte –, zur Wahrheit gehört aber auch, dass Tahith Chong fünf dieser Tore in Testspielen gegen zum Teil weniger starke Kontrahenten geschossen hat. Entsprechend nüchtern gehen Spieler und Verein mit der Quote um. Wertlos ist sie deshalb aber keineswegs. Deutet sie doch immerhin an, dass dieser Chong für Werder noch ganz, ganz wertvoll werden kann.

Werder Bremen: Tahith Chong gegen den SC Freiburg wieder in der Startelf?

„Für mich waren die 90 Minuten heute sehr wichtig, um im Rhythmus zu bleiben“, sagte Chong nach dem St. Pauli-Spiel – und hielt fest: „Die erste Halbzeit war richtig gut, die zweite hätte besser sein können.“ Sein Tor hatte der 20-Jährige, der bis Sommer 2021 von Manchester United zu Werder Bremen ausgeliehen ist, allerdings in beiden Durchgängen erzielt. Erst das zum Bremer 1:0, als er nach Flanke von Felix Agu im Strafraum mit seinem schwächeren rechten Fuß abschloss (11.), dann das zum 4:1-Endstand, als er mit links aus 16 Metern ins kurze Eck traf (87.). Viele Chancen, dieser Eindruck setzt sich immer mehr fest, scheint dieser Tahith Chong nicht zu benötigen, um erfolgreich zu sein. Jetzt muss es ihm „nur“ noch gelingen, das in die Bundesliga zu transportieren.

Nachdem er gegen Schalke 04 und Arminia Bielefeld zuletzt nur Joker war, hat er sich am Mittwoch für einen Startelf-Einsatz im kommenden Auswärtsspiel beim SC Freiburg (17. Oktober) empfohlen. „Ich bin geduldig und warte darauf, was der Coach entscheidet“, sagte Chong zu diesem Thema nur. Genießen würde er den Platz in der Anfangsformation aber ganz sicher – schließlich schwärmte er regelrecht vom Zusammenspiel mit den neuen Kollegen. „Es ist immer schön, Tore zu schießen, aber das kann ich nicht ohne meine Teamkollegen machen. Vor meinem zweiten Tor hat Maxi (Eggestein, Anm. d. Red.) mit seinem Laufweg den Raum für mich aufgemacht. Das war brillant.“ (dco)

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